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Pride-Paraden

Deutschland feiert erstes großes CSD-Wochenende

In mehreren Städten wurde am Samstag für LGBTI-Rechte demonstriert. Zum CSD Schwerin kam sogar die Ministerpräsidentin. In Berlin gab es gleich drei Demos. Pride-Paraden fanden außerdem in Marburg, Ravensburg/Weingarten und Schongau statt.


Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) beim CSD Schwerin (Bild: Manuela Schwesig / twitter)

Die CSD-Saison ist zurück: Gleich in mehreren deutschen Städten gingen am Samstag Menschen für LGBTI-Rechte auf die Straße. Im vergangenen Jahr waren viele Pride-Paraden durch die Coronakrise ausgefallen.

Rund 700 Menschen beteiligten sich an der CSD-Parade in Schwerin. Mit dabei war als Schirmfrau auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. "Ich freue mich, dass Schwerin in diesem Jahr wieder einen CSD erlebt", sagte die SPD-Politikerin zu Beginn der Parade laut einer Mitteilung der Staatskanzlei. "Der CSD ist der Ausdruck dafür, dass sich queere Menschen nicht verstecken, dass sie sich zeigen, Platz für sich beanspruchen und die eignen Rechte geltend machen." Alle, die beim CSD dabei seien, zeigten Flagge für eine bunte, vielfältige und offene Gesellschaft. Nach der Parade durch die Innenstadt war noch ein Straßenfest auf dem Markt geplant.

Berlin: Unterschiedlichkeit feiern mit Stern-Demo

Auch in Berlin wurde der CSD begangen. Tausende Teilnehmer*innen liefen in drei Protestzügen Richtung Alexanderplatz. Viele hatten Regenbogenfahnen dabei, einige waren verkleidet. Die meisten trugen wegen der Corona-Pandemie einen Mund-Nasen-Schutz.

Bei dem Demonstrationszug, der am Hermannplatz startete, war laute Musik aus einem Lautsprecherwagen zu hören. Auf Transparenten stand "Queerschutz now" und "Kein Sex mit Nazis". Einige Personen liefen in Polizeiuniformen mit, andere hatten bunte Haare oder nackte Oberkörper. Der größere Teil der nach Einschätzung von Beobachter*innen etwa tausend Menschen war aber unauffällig angezogen. Neben den traditionellen Regenbogenfahnen waren auch rosa Fahnen mit einem weißen Einhorn zu sehen. Die beiden anderen Demonstrationszüge begannen am Oranienplatz in Kreuzberg sowie in Prenzlauer Berg.

Jeder Zug hatte einen eigenen inhaltlichen Schwerpunkt. Es ging um feministische Themen, Rassismus, Trans- und Intersexualität sowie um die Lesben- und Schwulenbewegung in der DDR. "Die Stern-Pride-Demo soll allen die Möglichkeit bieten, sich in ihrer Unterschiedlichkeit gemeinsam zu zeigen", so die Veranstalter*innen.

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Die Aktion war als bewusste Alternative zum klassischen Berliner CSD mit der großen Partyparade angekündigt. "Wir verabschieden uns vom Gedanken, dass eine Institution das Monopol auf Ausrichtung einer CSD-Pride-Demonstration hat", hieß es. Der CSD hatte in den Vorjahren als Parade Hunderttausende Menschen auf die Straßen gelockt. Vergangenes Jahr fielen so große Veranstaltungen wegen der Corona-Pandemie allerdings aus. In diesem Jahr ist eine weitere große Demonstration der klassischen CSD-Veranstalter am 24. Juli geplant.

CSD-Demos auch in weiteren Städten

Eine weitere CSD-Demonstrationen fand am Samstag in Marburg statt. Nach Polizeiangaben zogen rund 1.000 Menschen vom Bahnhofsplatz durch die Innenstadt zum Stadthaus.

In Schongau wurde erstmals ein CSD unter dem Motto "Coming Out" gefeiert.

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Darüber hinaus zog eine "Queer Pride"-Demonstration von Ravensburg nach Weingarten in den Stadtgarten – genau dort, wo Anfang Mai die Regenbogenstreifen des Projekts "Übergang zur Vielfalt" nach noch nicht einmal fünf Stunden mutwillig zerstört wurden (queer.de berichtete). An dem Marsch beteiligte sich auch die Bundestagsabgeordnete Agnieszka Brugger (Grüne).

In Köln wurde am Samstag zum 27. Mal der Come-Together-Cup gefeiert.

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Das CSD-Wochenende wird am Sonntag mit einer Fahrraddemo in Würzburg fortgesetzt. (cw/dpa)

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