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10.000 Euro aus Lottomitteln

Brandenburg will gezielt trans Kids unterstützen

Es sei ihr ein "Herzensanliegen", dass gerade Kinder und Jugendliche frei von Diskriminierung aufwachsen könnten, erklärte Brandenburgs Sozialministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) zu einem neuen Projekt.


Ursula Nonnemacher (Grüne) ist seit November 2019 Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (Bild: MSGIV)

  • 27. Juni 2021, 13:02h, noch kein Kommentar

Selbsthilfe, Beratung, Begleitung: Um trans Menschen besser zu unterstützen, fördert das Sozialministerium Brandenburg ein Netzwerktreffen von Akteur*innen aus der trans Community mit 10.000 Euro. Ziel des Treffens sei es, möglichst zielgenaue Selbsthilfe-, Beratungs- und Begleitangebote im Land sicherzustellen und bedarfsgerecht zu erweitern, teilte das Sozialministerium am Sonntag mit. Das Geld stammt aus Lottomitteln.

In den letzten Jahren habe sich vor allem ein hoher Beratungsbedarf im Bereich von Kindern und Jugendlichen entwickelt, hieß es. Daher soll mit dem Geld auch eine Selbsthilfegruppe für Jugendliche eingerichtet werden. Es sei ihr ein "Herzensanliegen", so Sozialministerin Ursula Nonnemacher (Grüne), dass gerade Kinder und Jugendliche in Brandenburg frei von Diskriminierung aufwachsen könnten. "Indem wir die Beratung und Selbsthilfe stärken, bauen wir Vorurteile und Unkenntnis in der Bevölkerung ab."

Projektträger ist der Verein Katte

Auch Fragen zur sozialen, körperlichen oder juristischen Angleichung, um die eigene Geschlechtsidentität auszudrücken, benötigten eine gute, fachliche Beratung. Bislang fehle es an solchen Beratungsstrukturen und Schutzräumen in Brandenburg – vor allem im ländlichen Raum.

Mit dem Projekt würden nun ganz gezielt die Strukturen gestärkt, um Personen, die sich mit einem anderen als dem ihnen bei der Geburt zugeschriebenen Geschlecht zugehörig fühlen, auf ihrem Weg zu unterstützen, so Nonnemacher. Projektträger ist der Aufklärungs- und Beratungsverein Katte (Kommunale Arbeitsgemeinschaft Tolerantes Brandenburg). (cw/dpa)