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Einzelkommentar zu:
Aufregung nach schwulem Kuss bei BET Awards


#1 AnalyseAnonym
  • 29.06.2021, 13:21h
  • Problem ist doch, dass hier immer noch von einem "schwulen Kuss" gesprochen wird. Es gibt also den "Kuss" einerseits - der automatisch als Kuss zwischen einem Mann und einer Frau definiert ist - und den "schwulen Kuss" andererseits, der immer noch die böse, böse Abweichung davon darstellt.

    Die Abweichung von der Norm. Von einer Norm, die nach wie vor rein heteronormativ ist. Deshalb ist ein Kuss zwischen zwei Männern dann nicht einfach AUCH ein Kuss, sondern wird als skandalöser, Tabu brechender "schwuler Kuss" gebrandmarkt. Und da "schwul" immer auch noch ein Schimpfwort ist, gerät das Ganze dann sofort in eine schmuddelige, "unangenehme" Ecke - etwas, das "die doch bitte in ihrem Schlafzimmer tun sollen und nicht in der Öffentlichkeit", etc. etc.

    Erst wenn das einfach ein "Kuss" ist und auch in den Köpfen als solcher ankommt, werden wir wirklich erreicht haben, was wir erreichen wollen und auch müssen. Solange wir aber durch die Sonderbezeichnung weiterhin einem Othering ausgesetzt sind - die Anderen, die Fremden, die "Bösen"; die, die man nicht dulden darf, die man bekämpfen muss - wird es weiterhin Skandale mit Hassreden geben und Menschen, die sich dafür verteidigen müssen, etwas getan zu haben, was zu den natürlichsten Dingen der Welt gehört - nämlich einen anderen Menschen zu küssen.
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