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Türkei
Polizei löst Pride in Ankara auf
Die erste CSD-Demonstration in der Hauptstadt seit Jahren endete in Massenfestnahmen.
- 29. Juni 2021, 13:43h 2 Min.
Die Polizei hat am Dienstagnachmittag Veranstalterangaben zufolge rund 20 Personen bei einer friedlichen CSD-Demonstration in der türkischen Hauptstadt Ankara festgenommen. Ersten Berichten zufolge konnten Teilnehmende nur ein Pressestatement in einem Park verlesen. Als sie sich zu einem Gang durch die Straßen aufmachten, sei die Polizei mit Gewalt gegen sie vorgegangen.
/ kizilokyanus1 | Eindrücke vom PolizeieinsatzButün engellemelere ve yasaklamalara ramen Ankara'da Onur Yürüyüü için toplanan arkadalarmza, polis tarafndan saldr gerçekletirildi. Birçok arkadamz darp ile gözaltna alnd.
Kzl Okyanus LGBT+ (@kizilokyanus1) June 29, 2021
Gözaltlar, tutuklamalar, basklar bizleri yldramaz. #OnurYürüyüü #SokaklarBizim pic.twitter.com/TqkDt1kpzh
/ demet_aranAnkarada Onur Yürüyüü için Tunal Hilmide buluanlara polis müdahale etti. Çok sayda LGBT+ gözaltna alnrken yaralananlar da oldu. pic.twitter.com/O4kajEs2xr
Demet Aran (@demet_aran) June 29, 2021
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Bilder zeigen offenbar mindestens eine festgenommene Person in einem Polizeibus mit Händen in Handschellen auf dem Rücken. Andere Aufnahmen zeigen zwei Aktivistinnen in einem einzelnen Polizeiwagen, die von dem Protest weggefahren werden.
/ kolektifler | Applaus für die FestgenommenenAnkarada 6 yldr yasakl olan onur yürüyüünü bugün yasaklar dinlemeyerek gerçekletirdik. Darp ile gözaltna alndk. 20den fazla gözalt var. #AnkaraBizimdir #AnkaraPride #Pride pic.twitter.com/lHdgDYW2FY
Örenci Kolektifleri (@kolektifler) June 29, 2021
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Erst am Samstag hatten die Behörden wie in den Vorjahren den CSD in Istanbul verboten. Die Polizei räumte mit Gewalt, Reizgas und Gummigeschossen die Straßen und nahm dutzende Menschen fest (queer.de berichtete). Am Dienstag zuvor war die Polizei in Istanbul bereits gegen Menschen vorgegangen, die sich im Rahmen der Pride-Week zu einem Picknick in einem Park versammeln wollten (queer.de berichtete).
/ ElfPostasi | Szenen kurz vor den FestnahmenAnkara'da pride eylemi gerçekleti | Polisin tüm engellemelerine ve gözaltlara ramen Tunal Caddesi'nde pride eylemi gerçekletirildi.#Pride2021 pic.twitter.com/HdWTEJQRCX
Elf Postas (@ElfPostasi) June 29, 2021
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Die Menschenrechtskommissarin des Europarats hatte letzte Woche in einem Schreiben an türkische Spitzenpolitiker ein Ende von Hassrede und Grundrechtseinschränkungen gegenüber LGBTI sowie ein Vorgehen gegen Hassverbrechen gefordert (queer.de berichtete).
Konstante Unterdrückung in Istanbul und Ankara
In den letzten Jahren waren der CSD in Istanbul samt dem Trans-Pride und teilweise CSDs in anderen Städten immer wieder verboten worden und hatte die Polizei Wasserwerfer, Tränengas und Gummigeschosse gegen Teilnehmende eingesetzt (queer.de berichtete). Vor dem ersten Verbot und der ersten CSD-Niederschlagung 2015 hatten noch zehntausende Menschen an den Pride-Demonstrationen in Istanbul teilgenommen.
/ TheTurkishLife | Wie hier in Ankara kam es am Dienstag in mehreren Städten zu Protesten von Journalist*innen, die gegen die gewaltsame Festnahme des AFP-Fotografen Bülent Kilic am Samstag beim CSD in Istanbul protestierten. Er war dabei auf den Boden gedrückt worden"We can't breathe. Journalism cannot be smothered."
Jennifer Hattam (@TheTurkishLife) June 29, 2021
Journalists in Ankara protest police brutality against lauded photojournalist Bülent Klç, who was violently restrained while covering Saturday's banned #pride march in Istanbul.
Istanbul and zmir protests will be at 2pm. https://t.co/rA5zShMQNm
In Ankara setzten die regionalen Behörden 2017 ein Verbot queerer Kulturveranstaltungen um (queer.de berichtete). 2019 unterband die Polizei einen Uni-Pride, fast 20 Studierenden wird seitdem der Prozess wegen einer "illegalen Versammlung" und Missachtung von Polizeianweisungen gemacht. Wieder in Istanbul kam es in diesem März zu mehrtägigen Protesten und hunderten Festnahmen rund um Student*innen-Proteste, bei denen auch Regenbogenflaggen und ein Bild der Kaaba mit queeren Flaggen eine Rolle spielten (queer.de berichtete). Die Regierung befeuerte die Lage mit queerfeindlichen Stellungnahmen an, Innenminister Süleyman Soylu sprach etwa von "LGBT-Perversen". (nb)
















Zu befürchten hat er nichts, da er weder zur EU gehört, noch ernstlich daran interessiert ist ihr beizutreten und überdies weis, dass er als Bollwerk gegen Flüchtlinge und Asylsuchende und Puffer zum Nahen Osten unverzichtbar für "den Westen" ist.
Je länger er es vermag an der Macht zu bleiben, desto schlimmer werden Bilder und Nachrichten ausfallen.