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Türkei

Polizei löst Pride in Ankara auf

Die erste CSD-Demonstration in der Hauptstadt seit Jahren endete in Massenfestnahmen.


Die Pride-Aktivist*innen zu Beginn der Veranstaltung (Bild: Kaos GL / twitter)

Die Polizei hat am Dienstagnachmittag Veranstalterangaben zufolge rund 20 Personen bei einer friedlichen CSD-Demonstration in der türkischen Hauptstadt Ankara festgenommen. Ersten Berichten zufolge konnten Teilnehmende nur ein Pressestatement in einem Park verlesen. Als sie sich zu einem Gang durch die Straßen aufmachten, sei die Polizei mit Gewalt gegen sie vorgegangen.

Twitter / kizilokyanus1 | Eindrücke vom Polizeieinsatz

Twitter / demet_aran
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Bilder zeigen offenbar mindestens eine festgenommene Person in einem Polizeibus mit Händen in Handschellen auf dem Rücken. Andere Aufnahmen zeigen zwei Aktivistinnen in einem einzelnen Polizeiwagen, die von dem Protest weggefahren werden.

Twitter / kolektifler | Applaus für die Festgenommenen
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Erst am Samstag hatten die Behörden wie in den Vorjahren den CSD in Istanbul verboten. Die Polizei räumte mit Gewalt, Reizgas und Gummigeschossen die Straßen und nahm dutzende Menschen fest (queer.de berichtete). Am Dienstag zuvor war die Polizei in Istanbul bereits gegen Menschen vorgegangen, die sich im Rahmen der Pride-Week zu einem Picknick in einem Park versammeln wollten (queer.de berichtete).

Twitter / ElfPostasi | Szenen kurz vor den Festnahmen
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Die Menschenrechtskommissarin des Europarats hatte letzte Woche in einem Schreiben an türkische Spitzenpolitiker ein Ende von Hassrede und Grundrechtseinschränkungen gegenüber LGBTI sowie ein Vorgehen gegen Hassverbrechen gefordert (queer.de berichtete).

Konstante Unterdrückung in Istanbul und Ankara

In den letzten Jahren waren der CSD in Istanbul samt dem Trans-Pride und teilweise CSDs in anderen Städten immer wieder verboten worden und hatte die Polizei Wasserwerfer, Tränengas und Gummigeschosse gegen Teilnehmende eingesetzt (queer.de berichtete). Vor dem ersten Verbot und der ersten CSD-Niederschlagung 2015 hatten noch zehntausende Menschen an den Pride-Demonstrationen in Istanbul teilgenommen.

Twitter / TheTurkishLife | Wie hier in Ankara kam es am Dienstag in mehreren Städten zu Protesten von Journalist*innen, die gegen die gewaltsame Festnahme des AFP-Fotografen Bülent Kilic am Samstag beim CSD in Istanbul protestierten. Er war dabei auf den Boden gedrückt worden

In Ankara setzten die regionalen Behörden 2017 ein Verbot queerer Kulturveranstaltungen um (queer.de berichtete). 2019 unterband die Polizei einen Uni-Pride, fast 20 Studierenden wird seitdem der Prozess wegen einer "illegalen Versammlung" und Missachtung von Polizeianweisungen gemacht. Wieder in Istanbul kam es in diesem März zu mehrtägigen Protesten und hunderten Festnahmen rund um Student*innen-Proteste, bei denen auch Regenbogenflaggen und ein Bild der Kaaba mit queeren Flaggen eine Rolle spielten (queer.de berichtete). Die Regierung befeuerte die Lage mit queerfeindlichen Stellungnahmen an, Innenminister Süleyman Soylu sprach etwa von "LGBT-Perversen". (nb)



#1 AtreusProfil
  • 29.06.2021, 16:36hSÜW
  • Nächster Streich von Erdogan wird der türkische 175er sein, übernächster die Scharia.
    Zu befürchten hat er nichts, da er weder zur EU gehört, noch ernstlich daran interessiert ist ihr beizutreten und überdies weis, dass er als Bollwerk gegen Flüchtlinge und Asylsuchende und Puffer zum Nahen Osten unverzichtbar für "den Westen" ist.

    Je länger er es vermag an der Macht zu bleiben, desto schlimmer werden Bilder und Nachrichten ausfallen.
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#2 dellbronx51069Anonym
#3 swimniAnonym
  • 30.06.2021, 13:44h
  • das ist ungeheuerlich.....und herr laschet hofiert hierzulande die erdogan-hörige ditib.....
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#4 swimniAnonym