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"Queerpolitischer Meilenstein"

Berlin unterstützt lesbische Paare bei künstlicher Befruchtung

Seit Donnerstag können gleichgeschlechtliche weibliche Paare in der Hauptstadt einen finanziellen Zuschuss von bis zu 900 Euro für eine Kinderwunschbehandlung beantragen


Für lesbische Paare in Berlin wird der Weg zum Babyglück günstiger (Bild: michalbarhaim / unsplash)

Als zweites Bundesland nach Rheinland-Pfalz unterstützt Berlin lesbische Paare bei der künstlichen Befruchtung. Wie heterosexuelle Paare können auch sie ab sofort einen Zuschuss für die oftmals teure Kinderwunschbehandlung erhalten, wenn dafür medizinische Gründe vorliegen. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) am Donnerstag in einer Presseerklärung mit.

Grünen-Fraktionsvize Sebastian Walter nannte die neue Regelung einen "queerpolitischen Meilenstein". "Damit werden die diskriminierenden Regelungen des Bundes für die Regenbogenhauptstadt korrigiert", sagte er. "Das ist ein mutmachendes Signal für die rechtliche Gleichstellung von Regenbogen- und queeren Familien, für das wir lange auf Landesebene gekämpft haben."

Twitter / s_k_walter
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Voraussetzungen: Wohnsitz und Behandlung in Berlin

Der Zuschuss wird laut Landesamt für den zweiten und dritten Versuch einer Behandlung mittels In-vitro-Fertilisation oder intrazytoplasmatischer Spermieninjektion gewährt. Voraussetzung ist, dass die Paare ihren Hauptwohnsitz in Berlin haben und die Kinderwunschbehandlung auch in der Hauptstadt vorgenommen wird. Je nach Behandlungsmethode ist eine Zuwendung von bis zu 900 Euro möglich.

Auch verschiedengeschlechtliche Paare, die auf eine Fremdsamenspende angewiesen sind, wurden neu in das Förderprogramm aufgenommen. Bislang wurden sie nur bei auf Eigenspenden basierenden Behandlungen unterstützt. (cw/dpa/AFP)