Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?39331

Fußball-EM

Münchner EM-Arena leuchtet auch zum Viertelfinale nicht bunt

Beim Spiel zwischen Belgien und Italien am Freitagabend wird die Allianz-Arena erneut nicht in Regenbogenfarben leuchten. Die Begründung der UEFA: Niemand habe einen Antrag gestellt.


Die Münchner Allianz Arena wurde zum CSD und anderen Anlässen bereits mehrfach in Regenbogenfarben erleuchtet (Bild: Allianz Arena)

Die Münchner EM-Arena wird auch vor dem Viertelfinale am Freitag (21 Uhr, live bei ZDF und Magenta TV) zwischen Belgien und Italien nicht in Regenbogenfarben leuchten. Das sei nicht vorgesehen, teilte die Europäische Fußball-Union (UEFA) auf dpa-Anfrage mit. Ein Antrag dafür liege auch nicht vor. Ob und wann die Arena bunt strahlt, ist weiterhin offen. Stadt und Deutscher Fußball-Bund sind dem Vernehmen nach weiterhin in der Prüfung.

Die Beleuchtung des Stadions war in der vergangenen Woche vor dem letzten deutschen Gruppenspiel gegen Ungarn zum riesigen Streitthema geworden, weil die UEFA einen entsprechenden Antrag der Stadt abgelehnt hatte (queer.de berichtete). Der Dachverband hatte dies damit begründet, dass der Antrag mit Blick auf das Ungarn-Spiel politisch motiviert gewesen sei, und der Stadt den 28. Juni sowie den Zeitraum vom 3. und 9. Juli als Alternativtermine vorgeschlagen. Am 28. Juni wurde die Arena nicht bunt beleuchtet.

Protest gegen queerfeindliches Gesetz in Ungarn

Hintergrund der Debatte ist ein Gesetz, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität in Ungarn einschränkt (queer.de berichtete). Die Regenbogenflagge steht als Symbol für die Akzeptanz und Gleichberechtigung von Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren. (cw/dpa)



#1 gdrfbdsfAnonym
  • 02.07.2021, 06:34h
  • Dann sollte die Stadt München einen Eilantrag stellen.

    Bitte schreibt dem Oberbürgermeister von München: buero.ob@muenchen.de

    Fordert, dass die Stadt München einen Eilantrag an die UEFA für Regenbogenbeleuchtung des Stadions für das Viertelfinale und ggf. alle folgenden EM-Spiele stellen soll.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Taemin
  • 02.07.2021, 09:49h
  • Der Zug ist abgefahren. Die UEFA hat hinreichend klargestellt, dass Regenbogenbeleuchtung mit ihr nicht zu machen ist. Jetzt redet sie sich darauf hinaus, dass niemand einen Antrag stellt, von dem jeder weiß, dass er sowieso wieder abgelehnt würde. Zudem ist der Zweck nicht mehr erreichbar. Gegen wen sollte die Beleuchtungsaktion sich richten? Gegen Belgien? Gegen Italien? Einen Sinn müsste so was schon haben. Allein bunte Dekoration ohne konkrete Aussage liefe auf dem Niveau von Regenbogenfarben auf Firmenlogos.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 andreAnonym
  • 02.07.2021, 13:41h
  • Antwort auf #2 von Taemin
  • Stimmt so nicht. Die UEFA hatte im betreffenden Spiels Begründung der Ablehnung als Grund, den politischen Bezug auf Ungarn angegeben. Politischer Bezug ist, lt. deren Statuten, nicht erlaubt. Wenn als Begründung aus Anlaß "Pride-Month 21 " angegeben wurden wäre, wäre es sicher genehmigt wurden. Ungarn hätte eh jeder hineininterpretiert und jeder hätte die Forderungen und Kritik an Ungarn verstanden. So war es, in Fußballersprache ein "Eigentor". Sehr schade. Die Verantwortlichen für diesen Antrag hätten weniger polemisch handeln , sondern sich vorher mit der Situation "UEFA" beschäftigen müssen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Taemin
  • 02.07.2021, 13:57h
  • Antwort auf #3 von andre
  • Die Antragsteller haben völlig richtig gehandelt. Erstens war es gut und wichtig, nicht bloß ein fröhliches buntes Spektakel zu veranstalten, sondern ein politisches Zeichen zu setzen. Zweitens gab es im Gefolge des Antrages und seiner Ablehnung eine breite öffentliche Solidarisierung mit LSBTI und ausführliche Beschäftigung mit dem Thema allgemein wie mit dem ungarischen Regime im Besonderen, wie sie durch unkonkret-anlasslose Beleuchtung nie geschehen wären.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 SöderAnonym
  • 02.07.2021, 13:59h
  • Klar würde es zu spät kommen, wenn heute die Regenbogenfarben leuchteten. Orban würde sich aber trotzdem ärgern. Deshalb: Stellt den Regenbogen an!

    Mail an unseren OB ist raus! :-)
  • Antworten » | Direktlink »
#6 SebiAnonym
  • 02.07.2021, 14:49h
  • "Die Begründung der UEFA: Niemand habe einen Antrag gestellt."

    Und als ein Antrag gestellt wurde, hatte die UEFA das abgelehnt.

    Ganz ehrlich:
    wieso fragt man diesen ewiggestrigen Altherren-Club überhaupt noch? Wieso macht man das nicht einfach? Was will die UEFA dagegen tun? In Deutschland einmarschieren?
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Ja gutAnonym
  • 02.07.2021, 15:31h
  • Antwort auf #6 von Sebi
  • München wollte Austragungsstätte sein und hat den Vertrag bewusst unterschrieben... die Verantwortlichen hätten vllt einfach mal durchlesen sollen was sie da unterschreiben, dann hätte man den Antrag auch konform stellen können ( auch wenn die UEFA hier natürlich ebenso kein gutes Bild abgibt)
  • Antworten » | Direktlink »