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Demo von Ost nach West

Großer CSD in Berlin genehmigt: 20.000 Menschen erwartet

Nach dem alternativen "CSD Berlin Pride" wird am 24. Juli auch die klassische Demo zum Christopher Street in der Hauptstadt stattfinden. Das Motto: "Save our community – Save your pride".


Der Berliner CSD in der Vor-Corona-Zeit (Bild: Vollformat Berlin / flickr)

Nach dem coronabedingten Ausfall großer Paraden im vergangenen Jahr soll die traditionelle Demo zum Christopher Street Day (CSD) dieses Jahr in Berlin stattfinden. Sie ist für den 24. Juli geplant, gaben die Veranstalter*innen bekannt. Die Polizei bestätigte die Genehmigung.

Die geplante Demo mit Protestzug-Charakter steht unter dem Motto "Save our community – Save your pride". Der Berliner CSD e.V. teilte mit, dass die Demonstration, zu der.20 000 Teilnehmende erwartet werden, nur unter strenger Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln stattfinden könne.

Eine Abschlusskundgebung soll es nicht geben

Die Demonstrierenden wollen ab 13 Uhr erstmals von der Leipziger Straße aus am Bundesrat und Brandenburger Tor vorbei in Richtung Siegessäule ziehen. Am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen soll es eine Schweigeminute geben. Endstation sei an der Urania in Berlin-Schöneberg. Auf dieser Strecke habe man "Engpässe und größere Baustellen vermeiden können, aber auch Abstände und die Sichtbarkeit besser vereinen können", teilte der CSD-Verein mit. Eine Abschlusskundgebung soll es nicht geben.

Der Berliner CSD e.V. hat neben der Route auch einen Katalog von 32 Forderungen aufgestellt, der allerdings recht zusammengewürfelt wirkt. Neben der Abschaffung des bundesweiten Transsexuellengesetzes und der Einführung von LGBTI-Ansprechpersonen in allen Berliner Bezirken stehen u.a. Aufforderungen an die Kosmetik-Industrie, den Begriff "Nude" nicht mehr zu verwenden, und an den Berufsverband der Deutschen Urologen, die Mitglieder für das Thema sexuelle Gesundheit von queeren Menschen zu sensibilisieren.

Bereits im Juni wurde demonstriert

Erst am vergangenen Samstag demonstrierten unter dem Dach des alternativen "CSD Berlin Pride" mehrere Tausend Menschen in drei Protestzügen (queer.de berichtete). In der Hauptstadt rollt seit 1. Juli auch ein Sonderzug der Linie U2 in bunten Regenbogenfarben (queer.de berichtete). Zudem setzen die Berliner Verkehrsbetriebe am Bahnhof Alexanderplatz und an anderen Haltestellen mit Regenbogenfarben ein Zeichen für Vielfalt und gegen Homophobie.

Bis auf vergangenes Jahr hatte der CSD in den Vorjahren als Parade Hunderttausende Menschen auf die Straßen gelockt. (cw/dpa)

Wöchentliche Umfrage

» Corona-Krise: Ist es verantwortlich, jetzt auf CSDs zu protestieren?
    Ergebnis der Umfrage vom 28.06.2021 bis 05.07.2021


#1 LedErich
  • 03.07.2021, 19:27h
  • Und wir in München haben wieder so einen braven Infostand-CSD während Querdenker, Fußballfans, Nachtschwärmer und Shoppinghungrige sich dicht an dicht drängen.
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#2 GussiEhemaliges Profil
#3 MagsAnonym
  • 03.07.2021, 20:18h
  • Antwort auf #1 von LedErich
  • Nachdem in München die Delta-Variante ordentlich auf dem Vormarsch ist, werde ich als Nichtgeimpfte nächste Woche nicht einmal beim Buden-CSD in MUC vorbei schauen. Nur weil es der UEFA und irgendwelchem rechten Gesocks egal ist, müssen wir das nicht nachmachen. 20.000 Menschen auf einem Haufen halte ich für verfrüht. Und ich bin keine Panikmacherin. Aber es würde auch nochmal ohne gehen.
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#4 tinoAnonym
#5 tinoAnonym
#6 tinoAnonym
#7 _hh_Anonym
  • 04.07.2021, 13:08h
  • Na prima, so arbeiten auch "wir" (zusammen mit Fußballfan-Rudeln und anderen Schwachmat*innen) fleißig daran, dass die vierte Covid-Welle noch mal richtig schlimm rollen wird. Solange noch zu wenige vollen Impfschutz haben (von den nötigen 80-85 % ist Deutschland noch ein großes Stück entfernt, von anderen Ländern zu schweigen), sind derartige Massenveranstaltungen komplett unverantwortlich, egal ob "alternativ" oder nicht. Dass bei 20.000 Leuten Abstands- und Maskenregeln eingehalten werden, glaubt doch wohl niemand - aktuelle Fernsehbilder von anderen Massenzusammenkünften beweisen es. Es sei auch dringend daran erinnert, dass gegen die Delta-Variante die Erstimpfung leider noch kaum wirkt, dagegen schützt erst die zweite Impfung!
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#8 OutAndProud
  • 04.07.2021, 16:50h
  • Antwort auf #7 von _hh_
  • Es gibt aber auch viele die mittlerweile vollen Impfschutz haben.

    Warum sollen die nicht auf die Straße gehen ?

    So wie es aktuell aussieht und da immer weniger Menschen den zweiten Impftermin in Anspruch nehmen werden wir nie die 85% erreichen.

    Wer Angst hat kann sich ja weiter selbst einsperren.
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#9 _hh_Anonym
  • 04.07.2021, 17:57h
  • Antwort auf #8 von OutAndProud
  • 1.) Zu so einem Massen-Event kommen aber eben nicht nur voll Geimpfte, das könnte auch niemand kontrollieren. Darum ist es zurzeit unverantwortlich, so etwas zu veranstalten.
    2.) Wenn Leute ihren zweiten Impftermin nicht wahrnehmen, ist das ebenfalls eine unverantwortliche Dummheit - sowohl gegenüber sich selbst als auch gegenüber allen anderen. Dem muss entgegengewirkt werden, z. B. durch entsprechende Kampagnen, anstatt es einfach als gegeben anzusehen.
    3.) Dein letzter Satz ist eine Unverschämtheit. Es geht nicht um individuelle Ängste, sondern darum, als Gesellschaft mit Vernunft und Augenmaß aus der Scheiß-Situation herauszukommen, damit alle so bald wie möglich wieder "normal" leben und feiern können. In der Situation, wie sie jetzt leider noch ist, tragen solche Veranstaltungen dazu bei, genau das zu verhindern. Eine "Mir doch egal, ich will jetzt wieder Party machen"-Haltung ist einfach rücksichtslos und völlig daneben.
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#10 queeres LatexviechAnonym
  • 04.07.2021, 18:28h
  • ich bin jetzt überrascht daß in Berlin noch ein CSD stattfindet. Für das Wochenende hatte ich einen Besuch in der Stadt geplant um selbst was buntes zu machen, da kann ich mich gleich ein wenig der Parade anschließen.
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