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Kommentare zu:
Michael Michalsky wird "Supertalent"-Juror


#1 MucciProfil
  • 07.07.2021, 04:23hMünchen
  • Nunja, wenn man mit der eigenen Modelinie keinen Erfolg mehr hat und auch Tchibo und Aldi kein Interesse mehr zeigen: Letzter Ausweg RTL-Trash-TV. Immerhin besser als gar nix.
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#2 MucciProfil
  • 07.07.2021, 04:39hMünchen
  • Ich glaube Michalsky wäre besser bei adidas geblieben. Er hat dort im Hintergrund die Marke in den 2000ern Jahren wirklich zu neuem Leben gebracht als adidas Chefdesigner. Seine eigenen Kreationen nach adidas fand ich eher mau und langweilig. Auch daß er sehr schnell eine Kooperation mit Tchibo einging, um seinen Namen zu vermarkten, muss man eher negativ sehen.

    Heute ist Michalsky bekannt als ehemaliger Juror bei der Fake-Show GNTM. Und nicht mehr als derjenige, der adidas als Chefdesigner aus der Krise führte. Schon irgendwie tragisch.
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#3 SusslAnonym
#4 AnalyseAnonym
  • 07.07.2021, 12:09h
  • Antwort auf #3 von Sussl
  • "Was war GNTM dann?"

    Ein TV-Format, das genau dem gewünschten Frauenbild entspricht. Die Kandidatinnen sind keine "Frauen", sondern "Mädchen", die nichts anderes im Kopf haben sollen, als sich, um optimal männer- und vermarktungstauglich zu sein, krank und "schön" zu hungern, sich demütigen zu lassen und wie hirnlose Puppen über einen Laufsteg zu stolzieren. Eigene Persönlichkeit, eigenes Standing: Fehlanzeige. Absolut unerwünscht.

    Schönes weiteres Beispiel: in einer Sendung, in der ein Garten umgestaltet werden sollte, musste sich eine der Frauen von einem älteren Mann als "Fräulein" anreden lassen. Als sie dagegen argumentierte und ihm sagte, dass dieser Begriff total veraltet, diskriminierend, sogar beleidigend sei und dass sie das schlicht nicht möchte, wurde sie im weiteren Verlauf als totale Zicke dargestellt.

    Frauen haben sich in dieser Gesellschaft immer noch unterzuordnen. Alles weiblich Konnotierte gilt nach wie vor als minderwertig, es gibt keine Frauen, sondern "Mädchen" und "Fräuleins", denen über das neutrale Pronomen auch gleich noch die eigene, selbstbestimmte Geschlechtlichkeit genommen wird. Eine Frau wird schließlich erst dann zu einer solchen, wenn sie durch Heirat mit einem Mann zu einer solchen erklärt wird. Anschließend wird der Mann angesprochen mit dem Hinweis, dass er die Braut jetzt küssen dürfe. Auch hier verbleibt sie also in der rein passiven Rolle.

    Dieses Frauenbild ist zutiefst gesellschaftlich internalisiert und institutionalisiert. Übrigens auch einer der Hauptgründe für Homophobie. Wenn Frauen sich nicht verhalten, wie es von ihnen erwartet wird - und wenn Männer sich "wie ein Mädchen" verhalten, sind sie abzuwerten, werden sie gerügt und sanktioniert. Das Ganze ließe sich endlos fortführen.

    Fazit: GNTM ist nicht nur "Trash" und somit vernachlässigenswert - es ist integraler Bestandteil einer zutiefst misogynen Kultur und Gesellschaftsstruktur, die nach wie vor aufrechterhalten werden soll.
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