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Spanien

Nach homophobem Mord: Polizei geht mit Schlagstöcken auf Demonstrierende los

Empörung in Madrid: Menschen protestierten gegen einen homophoben Mord – und wurden von der Polizei verprügelt.


Ohne ersichtlichen Grund schlugen Polizisten auf demonstrierende Menschen ein (Bild: Screenshot RTVE)

Die spanische Polizei ist wegen des Einsatzes von Schlagstöcken gegen Teilnehmer*innen einer Demonstration gegen homophobe Gewalt in die Kritik geraten. Auf Videobildern ist zu sehen, wie Einsatzpolizisten am Montagabend ohne ersichtlichen Anlass auf Demonstrant*innen in der spanischen Hauptstadt einprügelten.

Im öffentlich-rechtlichen Fernsehsender RTVE wurde am Dienstag kritisiert, Teile der Polizei seien auf dem rechten Auge blind. Gegen linke Demonstranten werde schnell der Knüppel geschwungen. Dagegen könnten rechte Gruppen in der Öffentlichkeit den Hitlergruß zeigen, verbotene Lieder singen und Fahnen verfassungsfeindlicher Gruppen mitführen, ohne dass die Polizei einschreitet.

Twitter / LaHoraTVE

Die Chefin der linken Partei Más Madrid, Mónica García, prangerte auf Twitter die unverhältnismäßige Härte des Polizeieinsatzes an. Die Abgeordnete der Partei, die im Regionalparlament genauso viele Sitze wie die in Spanien regierenden Sozialisten hat, forderte eine Erklärung der Polizeiführung und der konservativen Regionalregierung.

Twitter / Monica_Garcia_G
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Der Parlamentsabgeordnete Pablo Echenique von der linken Partei Podemos erklärte: "Dieser Angriff auf friedliche Demonstranten, die wegen eines homophoben Mordes auf der Straße sind, ist nicht akzeptabel." Auch er verlangte eine Erklärung der Machthabenden.

Twitter / PabloEchenique

Die Polizei begründete ihr Vorgehen damit, die Beamten seien von einigen Teilnehmenden der Demo mit Gegenständen beworfen worden und es habe einige Zerstörungen im öffentlichen Raum gegeben. Zu sehen war dies auf keinem der veröffentlichten Videobilder. Die Regionalregierung kündigte inzwischen eine Untersuchung an.

Twitter / policia | Diese Toleranzbotschaft der nationalen Polizei empfanden viele Demonstrierende als höhnisch
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In zahlreichen spanischen Städten hatten am Montag Tausende Menschen gegen den Tod eines jungen Mannes in der Stadt A Coruña im Nordwesten Spaniens demonstriert (queer.de berichtete). Der 24-jährige Samuel Luiz war am frühen Samstagmorgen von mehreren Personen nach einem Discobesuch angegriffen und nach Zeugenangaben unter homophoben Beleidigungen so schwer verletzt worden, dass er kurz darauf in einem Krankenhaus starb. Bislang ist niemand wegen des Mordes festgenommen worden. (dpa/dk)



#1 PetterAnonym
  • 06.07.2021, 13:41h
  • Das ist ja wohl skandalös und muss für die betreffenden Personen harte Konsequenzen nach sich ziehen.
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#2 LeashProfil
  • 06.07.2021, 14:35hHamburg
  • Okay. Mein Limit an deprimierenden Nachrichten ist für diese Woche hiermit erreicht, und es ist erst Dienstag.
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#3 KölnfischAnonym
  • 06.07.2021, 15:52h
  • Die Zerstörungen im öffentlichen Raum, so es sie denn gegeben hat, dürften sich ja finden lassen.
    Dass bei einigen Menschen, die Polizeiuniform tragen, gerne mal der Verstand aussetzt
    (Phänomen: Uniform schlägt Verstand), ist ja auch in Deutschland nicht unbekannt.
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#4 robidogAnonym
  • 06.07.2021, 19:05h
  • Antwort auf #3 von Kölnfisch
  • Ich gehe davon aus, dass bei diesen Polizeitätern der Verstand nicht ausgesezt hat, sondern gar nie vorhanden war. Die Frage ist dann, wie sie ihre Berufsausbildung überhaupt abschliessen konnten. Vielleicht war die Prüfung zu einfach? Oder die Experten parteihörig (Partido Popular oder Vox)?
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