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Festival de Cannes 2021

"Moneyboys" erzählt von käuflicher Liebe und Homophobie

Beim Filmfestival in Cannes wird auch das Werk des österreichisch-chinesischen Nachwuchs-Filmemachers C.B. Yi gezeigt.


"Moneyboys" feiert in Cannes Premiere (Bild: Totem Films)

  • 6. Juli 2021, 15:47h, noch kein Kommentar

Nach einem Jahr Corona-Zwangspause stolzieren Stars und Sternchen bei den Filmfestspielen in Cannes ab Dienstag erneut über den Roten Teppich. Bei dem Festival feiert mit "Moneyboys" am kommenden Montag auch ein ambitonierter schwuler Film Premiere, der auf Mandarin gedreht wurde. Dabei handelt es sich um den ersten Langfilm des chinesischstämmigen Filmemachers C.B. Yi, der im Alter von 13 Jahren nach Österreich immigriert war und später sein Handwerk an der Filmacademy Wien unter der Leitung von Michael Haneke und Christian Berger gelernt hat. Der Film wurde von österreichischen, französischen und belgischen Geldgebern finanziert, auch der Österreichische Rundfunk und der Sender Arte waren beteiligt. Gedreht wurde 2019 in Taiwan.

Die Handlung: Der Film erzählt von Fei (Kai Ko), der in Peking illegal auf dem Strich arbeitet, um seine Familie zu unterstützen. Doch seine Familie kann seine Homosexualität nicht akzeptieren. Es kommt schließlich zum Zerwürfnis. Fei scheint durch die Beziehung zum eigenwilligen Long (Bai Yufan) einen Neuanfang zu schaffen – bis ihm seine Jugendliebe Xiaolai (Lin Zehngxi) begegnet und ihn mit seiner verdrängten Vergangenheit konfrontiert. Der erste Trailer zum Film wurde erst letzten Monat veröffentlicht.

"Moneyboys" tritt nicht im Hauptwettbewerb an, sondern in der Reihe "Un Certain Regard" (Ein gewisser Blick). Dabei handelt es sich um eine vor 43 Jahren eingerichtete Rubrik, um Filme zu fördern, die als zu "untypisch" für den Hauptwettbewerb des Filmfestivals gelten. Die Macher*innen dieser Produktionen sind teilweise noch völlig unbekannt.

In diesem Jahr werden 20 Filme bei "Un Certain Regard" gezeigt (alle Nominierungen hier). Dabei muss sich "Moneyboys" auch auch mit einem anderen österreichischen Film messen: Das Paragraf-175-Drama "Große Freiheit" ist ebenfalls im Rennen (queer.de berichtete).

Im Hauptwettbewerb kämpft zudem eine weitere queere Geschichte um die Goldene Palme mit: Der französische Film "Benedetta" handelt von einer lesbischen Nonne im Italien des 17. Jahrhunderts (queer.de berichtete). Der bereits 2018 gedrehte Film, der wegen der Corona-Pandemie viel später als geplant veröffentlicht wird, stammt vom niederländischen Starregisseur Paul Verhoeven ("RoboCop", "Basic Instinct", "Starship Troopers"). Beiträge deutscher Filmemacher*innen sind übrigens in diesem Jahrgang in Cannes nicht dabei. (cw)

Galerie:
Moneyboys
5 Bilder