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- 28. November 2005 1 Min.
Köln (queer.de) - Die Anzahl der jährlichen HIV-Neuinfektionen ist offenbar noch stärker angestiegen als befürchtet. Die Deutsche Aids-Stiftung, die am Montag eine neue Schätzung des Robert-Koch-Institutes (RKI) vorstellte, sprach von 2.600 Neuinfektionen mit HIV in 2005 - eine Steigerung von rund 30 Prozent. Im Oktober hatte das RKI aufgrund der Meldungen für das erste Halbjahr noch mit einer Steigerung von 20 Prozent gerechnet. Gerade unter Schwulen gebe es einen Anstieg, berichtet das RKI. "Die heute veröffentlichten Daten bestärken die Deutsche AIDS-Stiftung in ihren wiederholten Forderungen nach mehr Prävention", sagte Ulrich Heide, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) betonte bei einem Besuch der Deutschen Aidshilfe in Berlin, die wieder zunehmenden Infektionszahlen machten neue Informations- und Beratungsangebote nötig. Zwar kenne fast jeder die Übertragungswege. Verbesserte Behandlungsmöglichkeiten verleiteten jedoch eine wachsende Zahl von Menschen dazu, die Risiken der HIV-Übertragung zu unterschätzen. "Unser Ziel muss sein, dass der Schutz vor einer HIV-Infektion für jeden selbstverständlich ist", erklärte die SPD-Politikerin. (nb/pm)
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