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"Dine In – The queer Movement"

CSD Deutschland startet Diversity-Format auf TikTok

Vier Botschafter*innen stellen der Generation Z auf TikTok die Vielfalt der queeren Community vor.


Die queeren TikTok-Botschafter*innen: Hinten Lena und Savio, vorne Gea und Dimi (Bild: CSD Deutschland)
  • 9. Juli 2021, 12:21h, noch kein Kommentar

Im Rahmen des Diversity-Projektes #creatorsfordiversity von TikTok hat der CSD Deutschland e.V. das TikTok Format "Dine In – The queer Movement" ins Leben zu rufen. 4 Repräsentant*innen der LGBTI-Community aus ganz Deutschland wurden hierzu in einem aufwendigen Castingprozess aus 350 Bewerber*innen auserwählt, um als Botschafter*innen (hier "Ambassadors" oder "Das Kollektiv" genannt) für einen TikTok-Kanal aufzutreten. Die Inhalte und Kurzvideos sollen über die Community hinaus die heteronormative Gesellschaft erreichen und so für mehr Sichtbarkeit und Toleranz sorgen und vor allem unterrepräsentierten Themen eine laute Stimme geben.

Anlass für das Projekt ist, dass die Corona-Pandemie der Community zuletzt vermehrt ihre Räume und ihre Sichtbarkeit genommen hat. "Wir als CSD Deutschland e.V. haben es uns auf die Fahne geschrieben für alle Menschen da zu sein", so die Organisator*innen vom nationalen Pride-Dachverband. "So ist es nun ein unglaublich wichtiger und richtiger Schritt gezielt die Generation Z mit jugendgerechten Inhalten aktiv anzusprechen und für queere Themen zu begeistern."

Im Kanal TikTok-Kanal @divein_movement werden ab sofort mit unterhaltsamen Kurzvideos insbesondere unterrepräsentierte Themen behandelt. Dabei geht es etwa um verschiedenen sexuellen Identitäten oder toxische Männlichkeit. Ergänzt wird der Kanal durch unterschiedliche Formate wie die "Topic Weeks", durch die aktuell relevante Themen wie beispielsweise der Welt-Aids-Tag in den Fokus gerückt werden sollen. Im Fokus steht über allem die queere Aufklärung in jugendgerechter und unterhaltsamer Sprache.

Die Idee des Projektes stammte dabei von der Diversity-Agentur PTO Media. Die Agentur ist insbesondere durch Produktionen wie den schwulen Podcast "schwanz & ehrlich" mit "Prince Charming"-Kandidat Lars Tönsfeuerborn bekannt geworden. Der Podcast hatte etwa für Schlagzeilen gesorgt, als er den "Duden"-Eintrag des Wortes "schwul" kritisierte – und das Standardwörterbuch dazu brachte, den Eintrag zu ändern (queer.de berichtete).

"Es ist zwar einfach, TikTok-Videos zu machen, aber sehr schwierig, damit wirklich die GenZ zu erreichen", erklärte PTO-Media-Geschäftsführer Luke Holmer. "Vor allem bei Diversity-Themen gibt es nahezu kein Angebot, welches junge Menschen wirklich erreicht – bis jetzt."

Das Kollektiv

Als Repräsentantinnen von "Dine In" wird auf ein vierköpfiges "Diversity-Kollektiv" gesetzt. Das sind die Sieger*innen des Castings:

Gea (keine Pronomen, Ansprache mit Vornamen)
Gea ist 28, kommt aus Berlin und ist nicht-binär. Beruflich arbeitet Gea mit beeinträchtigten Menschen und widmet sich nebenbei der Kunst. Gea: "Lasst uns gemeinsam reflektieren und dazu lernen, für eine buntere Welt, in der wir alle zusammen halten!" Gea nahm an der ersten Staffel von "Princess Charming" teil (derzeit keine öffentliche Instagramseite).

Savio (er/ihn)
Savio ist 22 Jahre alt und kommt aus Hamburg. Er ist ausgebildeter Musicaldarsteller und beschäftigt sich auch in seiner Freizeit viel mit Musik. Vor allem setzt er sich jedoch gegen Rassismus innerhalb und außerhalb der queeren Community ein. Savio ist in Kenia geboren und möchte durch seine Erfahrungen und dem direkten Gespräch möglichst viele Menschen erreichen (Instagramseite).

Lena (sie/ihr)
Lena ist 26 und wohnt seit zwei Jahren mit ihrer Partnerin in Köln. Die Repräsentation der Community in den Medien ist ihr sehr wichtig, weil so andere Lebensrealitäten außerhalb der heteronormativen Welt gezeigt und einem großen Publikum zugänglich gemacht werden können. Sie fordert: "Wir brauchen mehr queere Repräsentation – auch auf Social Media!" (Instagramseite).

Dimi (er/ihn)
Dimi hat es von einer Kleinstadt in die Mitte Berlins gezogen, wo er heute mit 24 seine Individualität und Kreativität komplett auslebt. Tanz, Fotografie, Upcycling und vor allem die queere Aufklärung beschäftigen ihn. Er möchte all die queeren Menschen repräsentieren, die sich Zuhause noch nicht komplett ausleben und entfalten können (Instagramseite). (cw)