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Polizeibericht

Fünf gegen einen: Schwulenfeindlicher Angriff in Berlin

Ein 26-Jähriger wurde in der Nacht zu Samstag in Biesdorf von fünf Unbekannten unter homophoben Beleidigungen attackiert und verletzt. Einen weiteren Angriff gab es in Kreuzberg auf ein lesbisches Paar.


Symbolbild: Die Berliner Polizei macht mutmaßlich LGBTI-feindlich motivierte Gewalt gezielt öffentlich (Bild: Sebastian Rittau / flickr)
  • 10. Juli 2021, 11:34h, noch kein Kommentar

In Berlin kam es in der Nacht zu Samstag zu zwei homophoben Angriffen. Das meldete die Polizei der Hauptstadt am Samstagmittag.

Der eine Vorfall ereignete sich in Biesdorf. Laut Polizeibericht alarmierte ein 26-Jähriger kurz nach ein Uhr die Polizei und gab an, er sei kurz zuvor in der Biesdorfer Höhe von fünf ihm unbekannten Personen angegriffen worden. Die fünf Tatverdächtigen sollen ihn zu Boden gestoßen und auf ihn eingetreten haben. Zudem hätten sie ihn während der Attacken mehrfach homophob beleidigt.

Ein 19-jähriger Zeuge bestätigte die Angaben des 26-Jährigen und beschrieb die flüchtigen Jugendlichen. Eine Absuche der Umgebung verlief jedoch erfolglos. Im Polizeibericht wurden keine näheren Angaben zu den mutmaßlichen Tätern gemacht. Der Angegriffene erlitt leichte Verletzungen und gab an, sich bei Bedarf selbst in ärztliche Behandlung zu begeben. Die Ermittlungen wegen Beleidigung und gefährlicher Körperverletzung dauern an.

Lesbisches Paar in der U-Bahn bespuckt

Der zweite Vorfall ereignete sich in Kreuzberg. Am U-Bahnhof Kottbusser Tor kam es zu einem Polizeieinsatz, nachdem ein Mann mehrere andere Personen beleidigt und in deren Richtung gespuckt haben soll. Nach Angaben zweier 29 und 31 Jahre alter Frauen, hätten sie in einem Zug der Linie 8 Händchen gehalten, als der ihnen unbekannte 31-Jährige auf sie zugekommen sei, sie homophob beleidigt und in ihre Richtung gespuckt hätte, ohne sie jedoch zu treffen. Das Paar war aus Angst am Bahnhof Kottbusser Tor ausgestiegen, der aggressive Mann war ihnen jedoch gefolgt.

Ein 37-Jähriger, der das Geschehen beobachtet hatte, wollte die Frauen unterstützen und forderte den Mann nach eigenen Angaben auf, sein Verhalten zu unterlassen. Daraufhin soll der 31-Jährige auch ihn homophob beleidigt und in seine Richtung gespuckt haben. Der Tatverdächtige wurde bis zum Eintreffen der Polizei durch Sicherheitspersonal der BVG festgehalten. Hierbei soll der aggressive Mann mehrfach Drohungen gegen die Mitarbeitenden der BVG geäußert haben. Nach Aufnahme seiner Personalien bekam er einen Platzverweis ausgesprochen und wurde des Ortes verwiesen. Videoaufzeichnungen wurden gesichert. Die Ermittlungen dauern an.

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in ihren Berichten publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner für LGBTI. (pm/cw)