Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?39425

Polizeibericht

Berlin: Junges schwules Paar nach Kuss angegriffen

An einer Bushaltestelle am Ostbahnhof küsste ein 21-Jähriger am Samstagabend seinen ein Jahr älteren Freund. Daraufhin wurde er von einem Unbekannten mit der Faust u.a. auf den Kopf geschlagen.


Symbolbild: Die Berliner Polizei macht mutmaßlich LGBTI-feindlich motivierte Gewalt gezielt öffentlich (Bild: René Mentschke / flickr)

Vermutlich aus Schwulenhass wurde am Samstagabend ein Mann in Berlin-Friedrichshain von einem Unbekannten geschlagen und verletzt. Das meldete die Polizei der Hauptstadt am Sonntag.

Das 21 Jahre alte Opfer rief gegen 22.30 Uhr die Polizei zum S-Bahnhof Ostbahnhof und zeigte an, dass er kurz zuvor in Höhe einer Bushaltestelle in der Andreasstraße seinen 22-jährigen Freund küsste. Auf ihrem Weg zum Bahnhof soll sich dem Paar eine vierköpfige Männergruppe in den Weg gestellt haben. Beim Passieren des Quartetts habe ein Mann aus der Gruppe unvermittelt den 21-Jährigen mit der Faust gegen den Oberarm und den Kopf geschlagen.

Der Angreifer und seine Begleiter entfernten sich in Richtung S-Bahnhof. Der 21-Jährige erlitt leichte Verletzungen am Arm und im Gesicht, die nicht behandelt werden mussten. Die Ermittlungen dauern an und wurden – wie bei Hasskriminalität üblich – durch den Polizeilichen Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen. Nähere Angaben zum Angreifer und der Männergruppe wurden im Polizeibericht nicht gemacht.

Zwei weitere queerfeindliche Vorfälle in der Nacht zu Samstag

Erst in der Nacht zu Samstag hatte die Berliner Polizei zwei Straftaten mit queerfeindlichem Hintergrund gemeldet. So wurde ein 26-Jähriger in Biesdorf von fünf Unbekannten unter homophoben Beleidigungen attackiert und verletzt. Einen weiteren Angriff gab es auf ein lesbisches Paar in der U-Bahnlinie 8 (queer.de berichtete).

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in ihren Berichten publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner für LGBTI. (pm/cw)



#1 Immer öfterAnonym
  • 11.07.2021, 16:06h
  • Die Meldungen GLBT-feindlicher Gewalt kommen immer öfter und werden immer dramatischer.

    Wie lange will die Politik noch tatenlos zusehen?
  • Antworten » | Direktlink »
#2 LeashProfil
  • 11.07.2021, 18:06hHamburg
  • Schlimm, ich merke auch man passt mehr auf und ist mißtrauischer wenn man unterwegs ist.
    Dadurch das queere Menschen grad verstärkt im Fokus sind (Pride Month, Ungarn und der Streit um die Beleuchtung des Stadiums) scheinen sich manche Menschen bildungsfernerer Schichten berufen zu fühlen ihren Unmut darüber in Form von Gewalt Luft zu machen.
    Ich hoffe die Schläger werden ausfindig gemacht, auch wenn es unwahrscheinlich ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 MagsAnonym
  • 11.07.2021, 19:00h
  • Antwort auf #2 von Leash
  • Ich glaube nicht dass man es an bildungsfernen Personen festmachen kann. Es gibt durchaus auch studierte Menschen die durch homo- oder transfeindliches Wirken auf sich aufmerksam machen. Intoleranz und Hass ziehen sich durch alle Bildungsschichten.

    Dem Opfer wünsche ich alles Gute. Ich hoffe er wird auch weiterhin seinen Liebsten in der Öffentlichkeit küssen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 PhoebeEuleAnonym
  • 11.07.2021, 19:58h
  • Antwort auf #3 von Mags
  • Ja, leider ist es nicht so leicht. Wenn es nur mangelnde Bildung wäre es kein so großes Problem, wie es in Wirklichkeit ist.
    Man braucht sich doch nur das hier anschauen:

    www.nollendorfblog.de/?p=12814

    Der Spiegel Kulturchef ist wahrscheinlich alles andere als Bildungsfern. Trotzdem sind solche Artikel transfeindlich.

    Wir sollten uns auch immer bewusst sein, dass Homo- oder Transfeindlichkeit nicht erst dann beginnen, wenn Fäuste oder Beleidigungen fliegen. Das ist nur die Spitze des Eisbergs und der nicht sichtbare Teil ist viel größer.
    Mir wurde noch nie ein "Lesben sind ekelhaft!" an den Kopf geworfen, dafür aber unzählige Male "Du brauchst einfach nur den richtigen Mann." oder "Geil, kann ich da mal zugucken?"
    Das ist genauso homofeindlich wie Beleidigungen oder Schläge.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 LeashProfil
#6 LotiAnonym
  • 11.07.2021, 22:25h
  • Antwort auf #3 von Mags
  • Ich muß Leash durchaus recht geben. Hier werden Fäuste geschwungen von Personen die durchaus schon anderweitig gewalttätig auffällig sind.
    Denen ist vollkommen egal ob sie nun per Videoaufzeichnung enttarnt werden könnten, hauptsache ist, denen zeig ich es jetzt mal. Da steht Intelligenz ganz weit unten.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 daVinci6667
  • 11.07.2021, 22:54h
  • Genau wegen solcher Schlagzeilen, teils auch eigener Gewalterfahrungen und ständig irgendwo gehörter dummer Sprüche nimmt man sich zurück und tut manchmal so als sei der Mann der neben einem geht oder sitzt bloss ein guter Kumpel. Alles verständlich man mag die körperliche Gesundheit von seinem Mann und die eigene nicht aufs Spiel setzten. Trotzdem macht mich das so verdammt scheiss wütend.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Taemin
  • 12.07.2021, 09:52h
  • Ich beobachte an mir selbst, dass ich in der Öffentlichkeit vorsichtiger werde, als ich das früher war.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 HugogeraldAnonym
#10 PhoebeEuleAnonym