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Einzelkommentar zu:
20 Jahre "Schuh des Manitu": Lachen auf Schwulenkosten?


#2 RuntAnonym
  • 12.07.2021, 10:09h
  • Es wäre mal interessant, wie vor 20 Jahren die Kritik des Films in queeren Medien ausfiel.

    Soweit es das Archiv hergibt, sehe ich z.B. nicht, dass queer.de beim Erscheinen der Herbig-Klamotten bzw. ihrer Veröffentlichung als als DVD besonders kritisch war.

    Kram moniert: "Wenn es der dumme Homo ist, weil er dumm ist, weil er homo ist: Dann ist es Homophobie."

    Dann sind die ganzen naiven Frauengestalten, die Dummchen der Filmgeschichte auch frauenfeindlich. Stimmt ja auch, ich finde aber, das trifft es nicht ganz.

    Der Clown, der Underdog, der Vagabund vom Harlekin bis zu Homer Simpson - das sind seit jeher Gestalten, die sowohl unterdrückt als auch dumm sind. Charly Chaplin führte mit seinem Tramp vor, wie man daraus auch eine soziale Botschaft machen kann, wenn die Figur mit größerer emotionalen Aufrichtigkeit und zugleich einer unschuldigen, kindlichen aber anarchischen Kraft ausgestattet ist.

    Das Problem mit den Bully Herbig Figuren scheint mir zu sein, dass die schwulen Protagonisten in den Filmen Randfiguren bleiben und allenfalls im sexuellen Bereich Dinge sagen dürfen, die "man" sonst in einer Komödie nicht sagt.

    Oder anders gesagt: Der klassische dumme August hat eine kindlich-anarchische Kraft, die Hei-tei-tei Schwulenfiguren bei Herbig sind oft nur kindisch, was sie aber mit der Selbstdarstellung vieler Schwuler in FIlmen und Medien der vergangenen Jahrzehnte teilen. Da gibt es viel versteckten Selbsthass aufzuarbeiten.
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