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Gendern an Bord
Lufthansa schafft Begrüßung "Damen und Herren" ab
In allen Airlines des Lufthansa-Konzerns werden die Crews ihre Gäste künftig mit geschlechtsneutralen Formulierungen an Bord willkommen heißen.

Lufthansa-Bordservice – vor der Coronakrise (Bild: Oliver Roesler / Lufthansa)
- 13. Juli 2021, 10:18h 2 Min.
Die Lufthansa verzichtet auf ihren Flügen künftig auf die Begrüßungsformel "Sehr geehrte Damen und Herren". Auch das englische "Ladies and Gentlemen" soll der Vergangenheit angehören.
Stattdessen sollen die Crews ihre Gäste mit geschlechtsneutralen Formulierungen an Bord willkommen heißen, bestätigte eine Unternehmenssprecherin in Frankfurt. Die Regelung gilt für alle Airlines des Konzerns einschließlich der Gesellschaften Austrian, Swiss, Eurowings und Brussels Airlines. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.
Künftig heißt es etwa "Herzlich willkommen an Bord"
"Uns ist es wichtig, dass wir in unserer Ansprache alle berücksichtigen", hatte ein Lufthansa-Sprecher der Zeitung gesagt. In Frage kämen ganz unterschiedliche Formulierungen wie "Guten Tag", "Guten Abend" oder auch einfach "Herzlich willkommen an Bord". Die Entscheidung läge jeweils bei den Chef*innen der Kabine.
Erwartungsgemäß gibt es bereits Kritik an der Entscheidung. Der Bundestagsabgeordnete Christoph Ploß, der Vorsitzende der CDU Hamburg, zeigte sich auf Twitter etwa wenig begeistert von der Mini-Reform des Konzerns. Er könne die Entscheidung "nicht nachvollziehen" – Lufthansa tue sich keinen Gefallen damit, "einer linken Ideologie hinterherzulaufen". Ploß hatte im Mai angekündigt, staatlichen Stellen geschlechtergerechte Sprache zu verbieten (queer.de berichtete).
Geschlechtsneutrale Grußanreden gibt es dabei bereits unter anderem bei der australischen Fluggesellschaft Qantas, bei Air Canada und Japan Airlines (queer.de berichtete). Im Japanischen sind Grußanreden wie "Guten Morgen" und "Guten Abend" ohnehin geschlechtsneutral, betonte die Airline im letzten Herbst. Nun solle aber auch in anderen von JAL verwendeten Sprachen nicht mehr zwischen Männern und Frauen unterschieden werden. (cw/dpa)
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