Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?39471

Katholische Kirche

Bischof: Regenbogen ist ein Zeichen "der Rebellion gegen Gottes Gebote"

Nachdem ein evangelikaler Star-Prediger bereits mit Sprüchen wie "God Hates Pride" anlässlich der CSD-Saison Stimmung gegen queere Menschen macht, stimmt nun auch die katholische Kirche ein.


Bischof Strickland macht seit Jahren Stimmung gegen Homo- und Transsexuelle (Bild: Peytonlow / wikipedia)

Der texanische Bischof Joseph Edward Strickland hat den Regenbogen auf Twitter zu einem gegen Gott gerichtetes Zeichen erklärt. Wörtlich schrieb der 62-Jährige: "Der Regenbogen wurde als Zeichen des sündhaften Pride und als Zeichen der Rebellion gegen Gottes Gebote vereinnahmt, statt ein Zeichen der Hoffnung zu sein", so Strickland. "Lasst uns für die Welt und die Kirche beten, damit die menschgemachten Götzen unserer Zeit von der Welt und der Kirche abgelehnt werden und wir wieder demütig vor dem allmächtigen Gott knien."



Nur wenige Tage zuvor hatte bereits Franklin Graham, der prominenteste evangelikale Prediger der USA, den CSD/Pride mit Mord gleichgesetzt und erklärt: "God hates pride" (queer.de berichtete).

"Pride" als "Anfang aller Sünde"

Strickland ergänzte seine Tirade am Donnerstag mit einem weiteren Twitter-Eintrag, in dem er indirekt den "Pride" kritisierte. Dafür zitierte er den mittelalterlichen Kardinal St. Bonaventura (1221-1274) mit den Worten: "Während der Stolz (Pride) der Anfang aller Sünde ist, ist Demut die Grundlage aller Tugend."



Bereits wiederholt hatte Strickland, der seit 2012 Bischof des katholischen Bistums im osttexanischen Tyler ist, Stimmung gegen sexuelle und geschlechtliche Minderheiten gemacht – und das immer wieder auf Twitter: So bezeichnete er etwa 2019 LGBTI-Schulaufklärung als "Kindesmissbrauch" (queer.de berichtete). Im Februar diesen Jahres forderte er katholische Würdenträger dazu auf, Homosexuelle stets daran zu erinnern, dass sie Sünderinnen und Sünder seien (queer.de berichtete).

Die katholische Kirche gilt in den USA als äußerst LGBTI-feindlich und engagiert sich auch in politischen Kampagnen gegen gleiche Rechte: Bei regionalen Volksentscheiden gab die Kirche vor der landesweiten Ehe-Öffnung 2015 Millionen von Dollar aus, um für die Beibehaltung des Ehe-Verbots für Schwule und Lesben zu werben. Knapp ein Viertel der US-Bevölkerung gehören dem katholischen Glauben an. Anders als die Führung ist das katholische Fußvolk jedoch toleranter eingestellt: So ist die Unterstützung der Ehe für alle unter Katholikinnen und Katholiken höher als im Durchschnitt. Die homophobste christliche Gruppe sind weiße Evangelikale. (dk)



#1 KaiJAnonym
#2 KaiJAnonym
#3 MagsAnonym
  • 16.07.2021, 17:05h
  • Da wird's aber eng für die katholische Kirche wenn menschengemachte Götzen von der Erde verschwinden... Ich glaube dieser offenbar verwirrte Mann versteht nicht ganz was er da sagt. Oder wer meint er hat die katholische Kirche gemacht? Nashörner? Fliegenpilze?
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Carsten ACAnonym
  • 16.07.2021, 18:36h
  • Der Regenbogen ist ein Zeichen für Liebe, Vielfalt und Freiheit.

    Dass die Kinderschänder-Sekte etwas gegen diese Werte hat, sagt mehr über sie aus, als über diese Werte und das Symbol des Regenbogens.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 KaiJAnonym
#6 lindener1966Profil
  • 16.07.2021, 21:18hHannover
  • Was sagt dieser Kirchenmann zu dem Stolz, den gerade Amerikaner permanent im Bezug auf ihre Nation nach außen tragen? Ist das dann auch "Sünde" (da "Goldenes Kalb) ??????
  • Antworten » | Direktlink »
#7 N8EngelProfil
  • 16.07.2021, 22:04hWenden
  • Antwort auf #5 von KaiJ
  • Nachdem bereits jemand gefunden hat, das in dem Buch auf das sich dieser Verein bezieht der Regenbogen als Symbol der Liebe erwähnt wird, blättern wir mal ein paar Seiten weiter und finden da: So soll nun der Bischof sein ohne Tadel, Eines Weibes Mann, nüchtern, mäßig, sittig, gastfrei, lehrsam (1Timothius 3,2)
    Diese Textstelle wird gerne unter den Tisch gekehrt.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 KaiJAnonym
#9 DramaQueen24Profil
  • 17.07.2021, 04:48hBerlin
  • Texaner sind für:

    Das Recht auf Waffenbesitz
    Das Recht auf Todesstrafe
    Das Recht auf "Selbstverteidigung"
    Das Recht für Religioten, ihren Hass ausleben zu können
    Das Recht auf Wahlbetrug (haben ein Gesetz verabschieden wollen, dass es nichtweißen Wählern, die meist demokratisch wählen, schwerer machen soll zu wählen)

    Texaner sind gegen:

    Das Recht auf Abtreibung (auch in Fällen von Vergewaltigung und Inzest)
    Das Recht auf weibl. sexuelle Selbstbestimmung
    Rechte für Homosexuelle und Transsexuelle

    Die katholische Kirche in Texas:

    Segnet Waffen
    Beschützt pädosexuelle Priester
    Hat ein homosexuelles Netzwerk
    Ist gegen Abtreibung aber für die Todesstrafe
    Hat in Texas in den Neunzigern eine Gesetzesvorlage eingebracht, wonach die RKK keine Entschädigungen für Opfer pädosexueller Priester zahlen soll. Das Gericht lehnte ab.

    Zählt man alles zusammen, erkennt man, welch Geistes Kind der Herr ist!
  • Antworten » | Direktlink »
#10 DramaQueen24Profil