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Filmfestival

Das sind die queeren Gewinner*innen von Cannes

Mit der Goldenen Palme wurde beim Filmfestival in Cannes der feministische Horrorfilm "Titane" ausgezeichnet, in dem sich eine Mörderin als Mann ausgibt. Die Queer Palm ging an das lesbische Gelbwesten-Drama "The Divide".


Szene aus "Titane" (Bild: Festival de Cannes)
  • 18. Juli 2021, 09:43h, noch kein Kommentar

Die Goldene Palme des Filmfestivals Cannes geht an das wilde Horrordrama "Titane" der Französin Julia Ducournau. Das gab die Jury am Samstagabend bekannt. Es ist das erst zweite Mal in der Geschichte des Festivals, dass ein Film einer Regisseurin mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wird.

Direktlink | Internationaler Trailer zu "Titane"
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"Titane" erzählt von einer jungen Frau, die sich in kein Raster pressen lassen will. Sie hat Sex mit Autos, ist mit einem alten Cadillac schwanger, bringt viele um, die sich ihr in den Weg stellen und gibt sich schließlich als Mann aus, um der Polizei zu entkommen. Es ist ein Fantasy-Horrorfilm mit klaren feministischen Aspekten, der toxische Männlichkeit an den Pranger stellt und mit seinen Bildern provoziert und schockiert.

Ein lesbisches Paar gerät in die "Gelbwesten"-Proteste

Mit der Queer Palm wurde das lesbische Gelbwesten-Drama "The Divide" von Catherine Corsini ausgezeichnet. Im Mittelpunkt steht ein lesbisches Paar, das kurz vor der Trennung steht und inmitten der eskalierenden "Gelbwesten"-Proteste kurz vor dem Ersticken in ein Krankenhaus eingeliefert wird. Die Queer Palm ist neben dem Berliner Teddy Award und dem Queer Lion der Filmfestspiele Venedig die wichtigste Auszeichnung für queere Filme.


Szene aus "The Divide" (Bild: Festival de Cannes)

Mit dem Jury-Preis in der Kategorie "Un Certain Regard" wurde Sebastian Meises Drama "Große Freiheit" ausgezeichnet. Der deutsche Schauspieler Franz Rogowski verkörpert in dem Film einen schwulen Mann, der im Nachkriegsdeutschland wegen seiner Homosexualität und Paragraf 175 immer wieder ins Gefängnis muss (queer.de berichtete).

Auch Kurzfilm über trans Frau ausgezeichnet

Den zweiten Cinéfondation-Nachwuchspreis erhielt in Cannes der Kurzfilm "Cicada" des südkoreanischen Regisseurs Yoon Daewoen. Im Mittelpunkt steht eine trans Sexarbeiterin, die auf einen Besucher trifft, der ihr sowohl vertraut als auch fremd vorkommt.


Szene aus "Cicada" (Bild: Festival de Cannes)

Mit der Goldenen Ehrenpalme war bereits zu Beginn des Festivals die lesbische Schauspielerin und zweifache Oscar-Gewinnerin Jodie Foster aus den USA geehrt worden. (cw/dpa)