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Neue Sitcom

"The Drag and Us": Das ZDF kommt auf den queeren Geschmack

Was passiert, wenn bei einer überforderten alleinerziehenden Mutter zweier pubertierender Söhne eine Dragqueen einzieht? Die Antwort gibt es ab 31. August in einer neuen ZDF-Sitcom.


Bei "The Drag and Us" geht es recht turbulent zu: Mira Rödel (Katja Sieder, l.), Franziska (Paula Paul, 2. v.r.) und Freddy (Marwin Haas, r.) verfolgen gebannt den "Rosenkrieg" zwischen Cathérine (Ralph Kinkel, 2.v.l.) und ihrem Lover Guido (Ben Blaskovic, am Boden liegend) (Bild: ZDF / Walter Wehner)

Nur wenige Wochen nach "Loving Her" präsentiert das ZDF erneut eine queere Serie: In der achtteiligen Sitcom "The Drag and Us", die ab 31. August auf ZDFneo ausgestrahlt wird, zieht eine Dragqueen als Untermieterin bei einer überforderten alleinerziehenden Mutter zweier pubertierender Söhne ein.

Zum Inhalt heißt es in einer Pressemitteilung des ZDF:

Die alleinerziehende Franziska führt einen Schlossereibetrieb und hat immer versucht, ihren Söhnen Nikki und Freddy Mutter und Vater gleichzeitig zu sein; ein echter Vollzeit-Job, bei dem das "Frau sein" auf der Strecke geblieben ist, zumal die Jungs sie als Mutter sowieso nicht ernst nehmen. Als Cathérine, eine glamouröse, theatralische, aber warmherzige Dragqueen, einzieht, ändert sich das schlagartig, denn es ist ihr nicht nur ein Anliegen, Franzi zu erinnern, was es heißt Frau zu sein, sondern auch den Jungs beizubringen, wie man(n) eine Dame zu behandeln hat. Mit ihrer ganz eigenen Sicht der Dinge wirbelt Cathérine Franzi, deren Söhne, das Familienlieben sowie überholte Klischees durcheinander – mal sehr männlich, mal überaus weiblich.

Grundverschiedene Charaktere prallen bei maximaler Reibungsfläche aufeinander. Alltäglichen Themen wie Sexualität, weibliche, männliche und diverse Identität sowie herrschenden Rollenbilder wird sich hier aus einer queeren Perspektive mit viel Wahrheit und noch mehr Humor angenommen.

Catherrine Leclery war Auslöserin der Sitcom

Die Idee zur Serie basiert auf einer persönlichen Begegnung mit "Queen of Drags"-Teilnehmerin Catherrine Leclery. "Damals habe ich mit Tom Gerhardt zusammengearbeitet, der im 5. Stock ohne Fahrstuhl wohnte", erklärte Produzentin Gabriele M. Walther. "Eines Tages stand Catherrine als umwerfend gutaussehende Frau im Eingang und rief durch das ganze Treppenhaus zu Tom nach oben. Er kam sofort runter, um ihren riesigen Koffer hochzutragen. Ich habe meine schwere Tasche wieder allein hochgetragen und dachte mir: 'Irgendwas mache ich falsch.' Diese Begegnung hat mich nachhaltig beschäftigt."

Frauen könnten von Dragqueens viel lernen, findet Walther. "Nicht nur, wenn es um Schminken und Stylen geht, sondern vielmehr auch, welchen Spaß und große Freude es machen kann, einfach Frau zu sein."

Die burschikose Franziska in "The Drag and Us", gespielt von Paula Paul, stehe "stellvertretend für alle Frauen, die erst an ihre Familie denken, dann an ihren Beruf, und wenn dann noch Zeit bleibt, was äußerst selten vorkommt, an sich selbst", so die Produzentin. "Ihr gegenüber steht Cathérine, eine Dragqueen, die dem Weiblichen Priorität gibt und damit Franziska eine andere Perspektive aufzeigt."

"Ralph hat intensiv geübt, auf hohen Schuhen zu gehen"

Cathérine wird von Ralph Kinkel gespielt. Es ist seine erste große TV-Rolle, bis dahin spielte er überwiegend Theater. "Ralph hat intensiv geübt, auf hohen Schuhen zu gehen, und eine bewundernswerte Geduld für endlose Maskensitzungen aufgebracht", sagte Walther. Als Franziskas Söhne sind Frederic Balonier und Marwin Haas in der Sitcom zu sehen.

Die ersten beiden Folgen von "The Drag and Us" werden am Dienstag, den 31. August 2021 um 23.45 Uhr auf ZDFneo ausgestrahlt. Danach gibt es immer dienstags je eine Folge um 0.15 Uhr. Ab 31. August um 10 Uhr sind alle Folgen bereits für ein Jahr in der ZDFmediathek abrufbar. Erste Eindrücke geben 50 Fotos vom Set, die wir in der unten verlinkten Galerie zeigen. (cw/pm)

Galerie:
The Drag and Us
50 Bilder


#1 DramaQueen24Profil
  • 19.07.2021, 11:44hBerlin
  • Deutsche verstehen unter dem Begriff "Sitcom" etwas anderes, als Angelsachsen. Trotzdem werde ich es mir ansehen, weil die Grundidee faszinierend ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 LauraQAnonym
  • 19.07.2021, 15:15h
  • Die haben es tatsächlich geschafft unter den hunderten Drags, die Schauspielerei machen, keine Drag für den Part der Drag zu casten. Respekt.

    Abgesehen davon wird das wohl ein Stereotypen-Fest, welches auch noch Trans und Drag in einem Topf werfen wird. Großartig.
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#3 SanaAnonym
#4 LotiAnonym
  • 19.07.2021, 15:39h
  • Antwort auf #2 von LauraQ
  • Was ist jetzt schon wieder daran so furchtbar schlimm? Selbst wenn die Sitcom erst zu später Stunde ausgestrahlt wird, finde ich sie interessant und macht mich zumindest neugierig. Zudem muß ja mal ENDLICH, wenn nicht nicht seit gestern mit unterschiedlichen Unterhaltungsserien begonnen werden in den öffentlich rechtlichen Medienanstalten.
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#5 LotiAnonym
  • 19.07.2021, 15:50h
  • Antwort auf #3 von Sana
  • ........Zum Glück schaue ich kein TV mehr.
    Ach herrje, dann denke einfach mal an uns Oldies. Vermutlich glotzt Du nur noch gute Filme auf ein kleines Display vom Laptop und findest einen Kinosaal auch schon althergebracht. Aber so sind sie unsere Generation von morgen.
    Aber ich kann Dich beruhigen. Ich schaue mir auf TV auch nicht jeden Mist an.
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#6 userer
#7 HexeAnonym
  • 19.07.2021, 18:47h
  • "Frauen können viel von Dragqueens lernen. Zum Beispiel wie man sich schminkt..."

    Ja, ne ist klar.
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#8 PhoebeEulenbaerAnonym
#9 RuntAnonym
  • 19.07.2021, 22:40h
  • Antwort auf #2 von LauraQ
  • Schauspielerisch ist es meist interessanter, wenn Menschen eine Rolle spielen, die sie nicht sind. Erst dann sind Einfühlungsvermögen und eine reflektierende Beschäftigung mit dem "Anderen" gefragt und möglich und auch die Fokussierung einer Figur auf das für die Geschichte notwendige - also das, was den Reiz und die Kunst der Schauspielerei ausmacht. Ich finde Schauspielr*innen, die in erster Linie sich selbst bzw. mehr oder minder erkennbar die eigene Rolle spielen, eher öde.

    Anders wäre es, wenn man die Idee der Sitcom als "Reality-TV" umgesetzt hätte.
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#10 LotiAnonym