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Kaum Interesse

Sat.1-Klischeeshow mit schwulem besten Freund ist ein Quotenflop

Die Hetero-Kuppelshow, bei der ein Schwuler seiner besten Freundin hilft, findet fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.


Das sind die Hauptfiguren bei "Mein Date, mein bester Freund & Ich" (v.l.n.r.): Joanna, David, Sandy, Pascal, Desy, Myci, Colleen, Gino, Lela, Nik, Claudia, Fadi, Chethrin, Patrick, Maria und Steven (Bild: SAT.1 / Richard Hübner)
  • 20. Juli 2021, 16:38h, noch kein Kommentar

Die Realityshow "Mein Date, mein bester Freund & Ich" entwickelt sich für Sat.1 zum Quotendesaster. Am Montagabend schalteten zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr nur 450.000 Menschen die dritte Folge der auf Teneriffa gedrehten Sendung ein. Damit fiel der Bällchensender quotenmäßig sogar hinter viele Sender der zweiten Reihe, etwa RTLzwei und Vox, ebenso wie hinter mehrere dritte Programme zurück. Der Marktanteil lag mit 1,8 Prozent weit unter dem Senderschnitt von knapp sechs Prozent. In der Woche zuvor hatten noch 490.000 Personen Folge zwei angesehen, die Premiere hatte 570.000 Menschen verfolgt.

In der umworbenen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lief es nur bedingt besser. Hier schalteten 270.000 Zuschauer*innen ein, was einem Markanteil von 4,5 Prozent entspricht. In den Wochen zuvor lag der Anteil noch bei 5,2 bzw. 5,9 Prozent.

Auch das Anschlussprogramm litt unter den mauen Quoten: So blieben für "Promis privat" am späten Montagabend nur 390.000 Menschen nach der dritten Folge von "Mein Date, mein bester Freund & Ich" dem ersten deutschen Privatsender treu. In dieser Folge wurde ein Harald Glööckler bei einem Foto-Shooting im eigenen Garten gezeigt. Immerhin: Bei Glööckler verbesserte sich der Marktanteil um einen halben Prozentpunkt auf 2,3 Prozent.

"Mein Date, mein bester Freund & Ich" handelt von acht "Freundschafts-Duos": Acht heterosexuelle Singlefrauen suchen einen männlichen Partner und werden dabei von einem schwulen Mann aus dem engsten Freundeskreis beraten. "Wer weiß am besten, wer zu mir passt? Natürlich mein schwuler bester Freund", so hatte der Privatsender klischeetriefend die Sendung angekündigt (queer.de berichtete).

Die ersten Folgen der Sendung können im sendereigenen Portal Joyn gestreamt werden. Die ersten drei Folgen sind kostenlos mit Werbeunterbrechungen und einer Anmeldung verfügbar, mit dem kostenpflichtigen "Joyn Plus+"-Abo sind alle Folgen ohne Werbung erhältlich. Bereits jetzt haben Plus-Abonnent*innen Zugriff auf die bislang nicht ausgestrahlte vierte Folge. (cw)