Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?39513

Sieg für Franklin Graham

Englische Stadt muss Hassprediger 126.000 Euro zahlen

Der homophobe US-Prediger Franklin Graham ("God hates pride") darf sich über einen Geldregen aus Großbritannien freuen.


Franklin Graham tritt im US-Fernsehen nicht nur auf, wenn es um Glauben geht, sondern gilt auch als einer der enthusiastischsten Cheerleader für die Republikanische Partei unter Donald Trump, der die Wahl 2016 mit göttlichem Segen gewonnen habe (Bild: Screenshot Fox News Channel)

Die Stadtverwaltung der britischen Großstadt Blackpool hat sich beim LGBTI-feindlichen US-Prediger Franklin Graham entschuldigt und wird der evangelikalen Organisation des 69-Jährigen 109.000 Pfund (126.000 Euro) überweisen. Darauf hatten sich beide Parteien geeinigt. Hintergrund ist, dass im April ein Bezirksgericht in Manchester die Stadt Blackpool schuldig befunden hatte, die Redefreiheit Grahams eingeschränkt zu haben (queer.de berichtete). 25.000 Pfund des Betrages seien nach Angaben der Stadtverwaltung eine Entschädigung für den Prediger, 84.000 Pfund deckten dessen Anwaltskosten ab.

Der Streit geht auf das Jahr 2018 zurück: Damals veranstaltete Graham sein Evangelisierungsevent "Festival of Hope" in der Touristenstadt an der Irischen See und warb damit auf Bussen des öffentlichen Stadtverkehrs. Die Stadtverwaltung untersagte diese Werbung, weil der Prediger mit seinen LGBTI-feindlichen Tiraden die Sicherheit Homo- und Transsexueller gefährde. Beispielsweise hatte der Prediger sexuell aktive homosexuelle Menschen pauschal als "Feinde" von Christen diffamiert.

Grahams LGBTI-feindliche Rhetorik hat sich seither noch verschlimmert: Erst kürzlich sorgte er etwa mit dem Spruch "God hates pride" für Empörung (queer.de berichtete).

Das Gericht in Manchester hatte argumentiert, dass sich die Stadtverwaltung über "die Rechte des Antragsstellers oder die Rechte von denjenigen gestellt hat, die seinen religiösen Glauben teilen". Schließlich seien auf den Anzeigen keine queerfeindlichen Botschaften verbreitet worden.

Graham: "Die guten Botschaften von Jesus müssen verbreitet werden"

Graham reagierte triumphierend auf den Geldsegen von den britischen Steuerzahler*innen: "Das ist ein wichtiger Moment für Religionsfreiheit im Vereinigten Königreich", erklärte der 69-Jährige. "Wir sind Gott dankbar für den Ausgang dieses Streits und dafür, was das für die Kirchen und die Christen im Vereinigten Königreich bedeuten wird. Die guten Botschaften von Jesus müssen verbreitet werden. Ich bete dafür, dass dieser Fall Christen dazu ermutigen wird, hart zu bleiben."

Seinen Hass auf sexuelle Minderheiten will Graham bald auch nach Deutschland bringen: Ausgerechnet zur letztjährigen CSD-Saison buchte der evangelikale Hardliner die Lanxess-Arena in Köln, Deutschlands größte Multifunktionsarena (queer.de berichtete). Wegen der Corona-Pandemie wurde das Event zunächst auf Frühjahr 2021 und inzwischen auf 2022 verschoben. (dk)



#1 DeanyAnonym
  • 21.07.2021, 18:11h
  • wenn der in Köln predigt sollte man genau zum gleichen Zeitpunkt dort ein dermaßen attraktives Event veranstalten, dass sich seine Zuhörer auf eine Hand voll beschränkt.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Korinthen KKAnonym
  • 21.07.2021, 18:17h
  • "Graham: "Die guten Botschaften von Jesus müssen verbreitet werden"

    Und warum verkündet er dann nur Drohbotschaften?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 YannickAnonym
  • 21.07.2021, 19:07h
  • Hass ist keine Meinung.

    Freiheitsrechte gelten nur solange, wie andere in ihren Freiheiten nicht eingeschränkt werden, was hier eindeutig der Fall ist.

    Deshalb hätte ich das nicht bezahlt und mich auch nicht entschuldigt, sondern das bis zur letzten Instanz durchgekämpft.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 dellbronx51069Anonym
  • 21.07.2021, 20:23h
  • Habe ich das richtig verstanden?
    Dieser Christfaschist muss entschädigt werden weil er daran gehindert wurde seine Hass und Terrorideologie ungehindert zu verbreiten ? Das darf ja wohl nicht wahr sein.
    Wenn dieser Typ nach Köln kommt sollten wir ihn sehr "herzlich" empfangen. Ich bin dabei !
  • Antworten » | Direktlink »
#5 DramaQueen24Profil