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Tatort U-Bahnhof Odeonsplatz

Attacke beim CSD: Münchner Polizei sucht Zeug*innen

Die Polizei sucht eine Gruppe von Jugendlichen, die am Rande des Münchner CSDs drei Personen homophob attackiert haben soll. Die Beamt*innen ermitteln wegen Volksverhetzung, sexueller Belästigung, Bedrohung und Beleidigung.


Wer kann den Beamt*innen dabei helfen, eine Gruppe von Homo-Hasser*innen zu finden? (Bild: Polizei München)

Die Münchner Polizei bittet die Bevölkerung um Hilfe bei den Ermittlungen zu einem "staatsschutzrelevanten Delikt" während des CSDs. Eine Gruppe Jugendlicher soll demnach mehrere Personen wegen ihrer vermuteten sexuellen Orientierung angegangen sein, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Die Tat hat sich demnach am Morgen des 11. Juli (Sonntag) zwischen 0.00 und 1.00 Uhr zugetragen. Zwei Frauen im Alter von 19 und 22 Jahren aus der Stadt München sowie ein 22-jähriger Mann aus dem Landkreis München warteten nach eigenen Angaben auf dem Bahnsteig des U-Bahnhofs Odeonsplatz. Eine der beiden Frauen trug ein T-Shirt in den Farben des Regenbogens.

In dem genannten Zeitraum wurden die drei Personen dann durch eine Gruppe aus acht bis neun Teenager*innen umzingelt. Eine Person aus der Jugendgruppe attackierte die auf die Bahn Wartenden mit LGBTI-feindlichen Äußerungen. Durch eine andere Person aus der Jugendgruppe wurde eine der beiden Frauen dazu aufgefordert, ihr T-Shirt auszuziehen. Schließlich wurde der 22-jährige Mann durch einen weiteren Tatverdächtigen aus der Jugendgruppe auch in LGBT-feindlicher Art und Weise verbal beleidigt und am Gesäß angefasst.

Die drei Geschädigten erstatteten drei Tage später eine Anzeige auf einer Polizeiinspektion. Das Kommissariat 44, das sich mit politisch motivierter Kriminalität beschäftigt, ermittelt nun wegen des Verdachts einer Volksverhetzung, sexuellen Belästigung, Bedrohung und Beleidigung.

Personenbeschreibung

Die Polizei beschreibt die Angreifer*innen als Gruppe von acht bis neun Personen, die mutmaßlich 15 bis 20 Jahre alt waren. Die Aggressor*innen hätten eine "südosteuropäische Erscheinung", sprachen Deutsch und "untereinander auch in ausländischer Sprache".

Konkret hat die Polizei folgende Frage: "Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich des U-Bahnhofes Odeonsplatz auf dem Bahnsteig Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?"

Menschen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München (Tel. 089/2910-0) oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Bereits letzte Woche war ein weiterer mutmaßlich LGBTI-feindlicher Vorfall während des CSDs in der bayerischen Landeshauptstadt bekannt geworden. Am Rande des Münchner Pride kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen, nachdem ein Teenager einem Gleichaltrigen eine Regenbogenfahne entrissen hatte (queer.de berichtete). (pm/dk)