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CSD Hamburg

Georgine Kellermann erhält Pride Award 2021

Der Pride-Verein in Hamburg vergibt dieses Jahr erstmals seinen Preis an eine Person des öffentlichen Lebens. Erste Preisträgerin ist eine WDR-Journalistin.


Georgine Kellermann arbeitet seit den Achtzigerjahren für den Westdeutschen Rundfunk und outete sich vor zwei Jahren als trans (Bild: WDR)

Der Verein Hamburg Pride zeichnet die WDR-Journalistin Georgine Kellermann mit dem Pride Award 2021 aus. Der Preis wird an diesem Samstag im Rahmen der Pride Night im Veranstaltungsort Kampnagel im Stadtteil Winterhude überreicht. Die Pride Night ist die Eröffnungsveranstaltung für die CSD-Wochen in der Hansestadt, die bis zum 8. August andauern werden.

Die Auszeichnung bedeutet eine Abkehr vom bisherigen Konzept des Preises: Der CSD-Verein vergibt den Pride Award in diesem Jahr erstmals an eine Person des öffentlichen Lebens. Mit ihm sollen künftig einmal im Jahr Menschen gewürdigt werden, die Vorbildcharakter für die LGBTI-Community und die Gesellschaft in Deutschland haben. Zusätzlich wird es weiterhin den Pride Award für ehrenamtliches Engagement in Hamburg geben, der seit bereits zehn Jahren verliehen wird.

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Kellermann hatte sich 2019 mit 62 Jahren als trans Frau geoutet und damit ein bundesweites Medienecho hervorgerufen. Sie war zuvor vom öffentlich-rechtlichen Publikum in der Berichterstattung u.a. aus Paris, Washington und Bonn stets als Mann wahrgenommen worden. Seit ihrem Coming-out arbeitet Georgine Kellermann weiter als Leiterin des WDR-Studios Essen, auch vor der Kamera (queer.de berichtete).

In drei Tagen geht's los!? Mit der Pride Night auf Kampnagel starten wir offiziell in die Pride Weeks. Hier geht's zum...

Posted by Hamburg Pride – CSD Hamburg on Wednesday, July 21, 2021
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"Das ist eine wirkliche Besonderheit im deutschen Fernsehalltag und ein Stück Sichtbarkeit, die hierzulande weitgehend fehlt", erklären Nicole Schaening und Stefan Mielchen, die Vorsitzenden des CSD-Vereins. "Der Schritt von Georgine Kellermann hat Mut erfordert, aber er macht auch Mut: all jenen in der trans Community, deren Alltag heute weit weniger selbstverständlich verläuft, die Diskriminierungen erfahren und unter den Zumutungen des Transsexuellengesetzes leiden." Dass es Georgine Kellermann gelungen sei, ihre Identität nach Jahrzehnten des Versteckens öffentlich zu leben, "ist vor allem für sie ein großes Glück", so die CSD-Organisator*innen weiter. "Aber auch für uns, die wir dieses Glück teilen dürfen. Denn es zeigt, was in unserer Gesellschaft möglich sein kann. Und es ist ein Fingerzeig an den Gesetzgeber, endlich ein echtes Selbstbestimmungsrecht für trans Menschen zu schaffen."

Die Pride Night auf Kampnagel findet im Rahmen der Feiern zum 40. CSD-Jubiläum statt, die im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen mussten (queer.de berichtete). Sie werden nun als Jubiläum 40+1 nachgeholt. Der Abend wird ab 20 Uhr über die Facebook- und YouTube-Kanäle von Hamburg Pride e.V. live gestreamt. (pm/cw)



#1 LotiAnonym
  • 22.07.2021, 13:50h
  • Ein mir wohlbekanntes Gesicht noch als Mann in der TV Landschaft. Schön sie nun als Frau zu sehen. Klasse. Das hat was. Wohlverdiente Auszeichnung. Gratulation.
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#2 nurzurinfoAnonym
#3 MagsAnonym
#4 LotiAnonym
#5 nurzurinfoAnonym
  • 22.07.2021, 15:52h
  • Antwort auf #4 von Loti
  • "Ich hasse diese Korintenk..........."

    es ist also korinthenkackerei, wenn man freundlich darauf hinweist, dass trans frauen niemals "ein mann waren" (bzw. natürlich auch umgekehrt trans männer niemals "eine frau waren")???

    Ich habe hier weder ein riesen fass aufgemacht, noch habe ich dich persönlich beschimpft, wie das hier ansonsten ziemlich üblich ist. ich habe nur ganz dezent darauf hingewiesen, dass eine trans frau eben schon immer eine frau war, und dass eine trans frau auch rückwirkend nicht als mann wahrgenommen werden will. immerhin wollen trans personen in der regel auch nicht mehr mit ihrem deadname (früheren namen) angesprochen werden. das hat gründe. es handelt sich hier um die einforderung von respekt und akzeptanz.

    es tut mir wirklich sehr leid, wenn du das als "kk" empfindest. ich finde es wichtig, in einem queeren forum auf diese dinge hinzuweisen.
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#6 LotiAnonym
  • 22.07.2021, 16:29h
  • Antwort auf #5 von nurzurinfo
  • Ich bitte meine Wortwahl zu entschuldigen. Tut mir ehrlich leid. Aber ich habe nur darauf reagiert wie ich Georgine Kellermann noch vom Aussehen her als Mann kannte. Damals wäre ich nie darauf gekommen es handelt sich um eine Frau.
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#7 ServiervorschlagAnonym
  • 22.07.2021, 16:33h
  • Antwort auf #4 von Loti
  • "als damals noch meist männlich gelesene Person"

    Wir können es vielleicht nie jeder einzelnen Person recht machen, aber wir können ernst nehmen, was viele immer wieder aus guten Gründen als verletzend und unsensibel kritisieren. Nicht einschnappen - zuhören. Ich weiß, dass du das kannst, sogar mehr als manche anderen.
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#8 MagsAnonym
  • 22.07.2021, 16:36h
  • Antwort auf #5 von nurzurinfo
  • Kannst du pauschal nicht sagen. Ich habe zum Beispiel mit "ihm" meinen Frieden gemacht. Und wenn ich von meiner Vergangenheit spreche dann rede ich auch von "ihm". Und ich reisse auch niemandem den Kopf ab wenn er mich bei meinem deadname nennt. Mein Leben hat halt zwei Hälften. Die erste war "seine" und die zweite gehört mir. Und die genieße ich jetzt in vollen Zügen.
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#9 nurzurinfoAnonym
  • 22.07.2021, 16:42h
  • Antwort auf #8 von Mags
  • gut, das mag für dich persönlich gelten. es gibt immer ausnahmen. ich spreche von der situation, die ich seit vielen jahren von den meisten trans personen mitbekomme. es gibt - zu recht - sehr, sehr viele trans personen, die z.b. auf die verwendung des deadnames höchst allergisch reagieren.

    im allgemeinen sprachgebrauch spiegelt sich übrigens das ganze unwissen z.b. in dem schönen, aber halt komplett falschen begriff geschlechtsumwandlung wider. wenn man in der allgemeinen presse von trans personen liest, ist misgendern eher die tagesordnung als die ausnahme.

    ich finde, gerade in einem queeren forum sollte man diesen dingen gegenüber sensibel sein.

    ich weiß, dass loti das nicht böse gemeint hat. aber dazulernen kann man immer. und wenn es sich dabei um eine erweiterung des horizonts bzgl. des respektes anderen gegenüber handelt, lohnt sich das, wie ich finde, ganz besonders.
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#10 MagsAnonym
  • 22.07.2021, 16:42h
  • Und im queer-Artikel "Georgine Kellermann bei der Feuerwehr" steht dass sie als Mann Karriere gemacht hat. Da hat sich allerdings niemand daran gestört.
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