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Protest gegen Budapester Staatshomophobie

Verlag stellt LGBTIQ-Buch auf Ungarisch online

Ungarn will Kinder und Jugendliche über die Existenz von Homo- und Transsexuellen im Dunkeln halten. Dagegen wehrt sich nun ein deutscher Verlag.


Die ungarischsprachige Titelseite des Buches, das der Verlag kostenlos zum Download zur Verfügung stellt (Bild: migo)

Der Hamburger Verlag migo hat mehrere Kapitel des Buches "Was ist eigentlich dieses LGBTIQ*?" Dein Begleiter in die Welt von Gender und Diversität" in ungarischer Übersetzung online gestellt (PDF). Der Text sei kostenlos im Internet verfügbar, teilte die Oetinger-Verlagsgruppe am Donnerstag in Hamburg mit. In den übersetzten Kapiteln des vor wenigen Tagen erschienenen Buches von Linda Becker und Julian Wenzel werden Begriffe rund um die queere Community erklärt und über die Rechte eines jeden Kindes aufgeklärt. Im Mittelpunkt des Buches stehe laut dem Verlag immer die Ermutigung, sich mit seinen eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen.

Der Verlag wolle damit auf das im Juni in Ungarn verabschiedete Gesetz reagieren, das unter anderem Bücher und Filme für Kinder und Jugendliche verbietet, in denen queeren Menschen oder Themen dargestellt werden (queer.de berichtete). Menschenrechtsorganisationen, nationale Regierungen und die EU protestierten energisch gegen das Gesetz. Am Mittwoch kündigte Ungarns Regierungschef Viktor Orbán als Reaktion darauf an, einen Volksentscheid mit mehreren (Suggestiv-)Fragen zum Gesetz abhalten zu wollen (queer.de berichtete).

"Diskriminierung von Minderheiten kann uns nicht gleichgültig sein"

Thilo Schmid, der Geschäftsführer der Verlagsgruppe, begründete seine Initiative mit den Worten: "Die Diskriminierung von Minderheiten in einem europäischen Land kann uns nicht gleichgültig sein und wir wollen ein politisches Zeichen setzen. Mit diesem Gesetz wird eine Grenze überschritten. Jetzt überschreiten wir mit digitalen Möglichkeiten und unseren Inhalten Staatsgrenzen und hoffentlich auch die Grenzen in den Köpfen." (dpa/dk)



#1 Carsten ACAnonym
#2 Meleg29Profil
#3 DramaQueen24Profil
  • 23.07.2021, 05:19hBerlin
  • Verdammt gute Idee von dem Verlag! Hoffe nur, viele Ungarn laden sich das Buch herunter, und konfrontieren Orbi mit den Fakten.
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#4 DominicAnonym
  • 23.07.2021, 11:54h
  • Antwort auf #3 von DramaQueen24
  • Ist der kleine, süße Orbi ein Freund vom ebenso kleinen, süßen Hitli?

    Was ich damit sagen will: Ich halte einen verniedlichenden Kosenamen für einen rechtsextremen Despoten für absolut unangebracht.

    Und nein, das ist kein Angriff auf dich und nicht persönlich gemeint!
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#5 DramaQueen24Profil
  • 23.07.2021, 12:30hBerlin
  • Antwort auf #4 von Dominic
  • Orbi hab ich Orban genannt, weil er auf mich wie ein kleines trotziges Kind wirkt, das unbedingt seinen Willen durchsetzen will. "Süß" finde ich ihn nicht, wohl aber als gefährlich für uns und die EU.
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#6 mmmmAnonym