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"Gemeinsam sind wir Vielfalt"

MDR mit queerem Programmschwerpunkt

Anlässlich des 20. Jahrestages der rechtlichen Anerkennung von Homo-Paaren zeigt der Mitteldeutsche Rundfunk in seinem Radio- und Fernsehprogramm mehrere queere TV-Highlights.


MDR-Gebäude in Leipzig (Bild: Simon Bierwald / flickr)

Der MDR will sich in den nächsten Tagen mit dem Programmschwerpunkt "Gemeinsam sind wir Vielfalt" für mehr Diversität einsetzen. Dazu zeigt der Sender mehrere Dokumentationen und Gesprächsrunden zum Thema. Alle Sendungen sollen auch im Streamingportal ARD-Mediathek veröffentlicht werden, bzw. sind bereits jetzt zum Streaming bereitgestellt worden. Als Anlass für den Schwerpunkt nennt der MDR, dass vor genau 20 Jahren – am 1. August 2001 – das Lebenspartnerschaftsgesetz in Kraft getreten ist.

Los geht es am Samstag (24. Juli) mit der Sendung "MDR Kultur trifft" um 11.00 Uhr im Radiosender MDR Kultur. Zu Gast ist die Leipziger Dokumentarfilmerin Barbara Wallbraun, die sich für verschiedene queere Film- und Festivalprojekte engagiert. Sie stellt ihren Film "Uferfrauen. Lesbisches L(i)eben" vor. Die Sendung ist nach der Erstausstrahlung in der ARD-Audiothek abrufbar.

Am Abend geht es um 23.05 Uhr im MDR-Fernsehen mit der MDR-Sputnik-Talkrunde "Friends of…" mit Entertainer Nicolas Puschmann weiter. Der erste Prince Charming war dieses Jahr Teil des ersten Männertanzpaars in der RTL-Show "Let's Dance" (queer.de berichtete). "Diversity – das ist für mich einfach das Wichtigste. Deshalb bin ich wirklich froh, dass wir diese Show hier machen – um das Queer-Sein zu normalisieren", so Puschmann über die "Friends of…"-Folge. Zusammen mit der Podcasterin Ricarda Hofmann begrüßt er in der Sendung den Schauspieler Jochen Schropp, die erste "Princess Charming" Irina Schlauch und Sängerin Leony.


Nicolas Puschmann (re.) in der RTL-Show "Let's Dance" (Bild: TVNOW / Stefan Gregorowius)

Außerdem fragt sich Reporter Max Heeke im MDR-Wissen-Podcast "Meine Challenge", "was Mann tun kann, um zur Gleichberechtigung der Geschlechter beizutragen und Ungerechtigkeiten auszuräumen?" Die Sendung ist ab dem 24. Juli in der ARD-Audiothek abrufbar.

Am Sonntag (25. Juli) geht es um 22.00 Uhr mit der MDR-Wissen-Dokumentation "Sex und Identität – Eine diverse Geschichte" weiter (bereits jetzt in der ARD-Mediathek). Die Sendung geht aus wissenschaftlicher Sicht Fragen von Geschlechterrollen nach. Zu Wort kommen u.a. der umstrittene Kinder- und Jugendpsychiater Dr. Alexander Korte, ein Experte für Geschlechtsidentitätsstörung und Transsexualität an der Münchner Uni-Klinik sowie der Genetik- und Hormonexperte Prof. Olaf Hiort, der an der Universität Lübeck zur Geschlechtsentwicklung forscht.

Im Anschluss folgt die preisgekrönte französische Doku "Coming Out" von Denis Parrot. Darin wird gezeigt, dass es auch heutzutage noch Probleme geben kann, zur eigenen sexuellen Orientierung zu stehen. Der Film wird nach Ausstrahlung um 22.50 Uhr 90 Tage lang in der ARD-Mediathek abrufbar sein.

Kurz vor Mitternacht um 23.55 Uhr zeigt der MDR noch den Dokumentarfilm "Unter Männern – Schwul in der DDR" von Ringo Rösener und Markus Stein, der bei der Berlinale 2012 seine Premiere hatte und inzwischen das Prädikat "Besonders wertvoll" bekommen hat. Hier kommen sechs Männer zu Wort, die in aller Offenheit über ihre sozialen und intimen Erfahrungen sprechen (nach Ausstrahlung 30 Tage in der ARD-Mediathek).

Am 29. Juli zeigt das MDR-Fernsehen außerdem um 22.40 Uhr die Dokumentation "Der 'Schwulenparagraf' – Geschichte einer Verfolgung", die im März bereits im hr-Fernsehen lief. Sie ist gegenwärtig in der ARD-Mediathek erhältlich.

Der öffentlich-rechtliche Drei-Länder-Sender bietet auch weitere Highlights an: So läuft im MDR-Fernsehen am 26. Juli um 23.30 Uhr der deutsche Fernsehfilm "Mein Sohn Helen" mit Heino Ferch und Jannik Schümann. Zudem soll "Queer-sein und Christ" ein Thema bei mdr.de/religion sein.

Außerdem hat MDR-Reporterin Carolin Haentjes für die junge Reportage-Reihe "exactly" den Altenburger Torge begleitet. In "Schwul, lesbisch, trans … – queer in der Provinz" stellt sie den schwulen und nicht-binären CSD-Organisator vor. Die Sendung ist bereits jetzt im MDR-Youtube-Kanal abrufbar. (cw)



#1 uwekrefeldProfil
  • 22.07.2021, 17:10hKrefeld
  • warum nicht gleich morgens um 01:00 Uhr?
    Schön von dem MDR, dass er (endlich) auch mal queere Programmschwerpunkte senden möchte! Wäre die geeignete Sendezeit , zumal es ja um "Schwerpunkte" gehen sollte.... nicht bereits um 20:15 Uhr, / 21:00 Uhr?
    Mir erscheint es fast wie Hohn, wenn ich denn diese Sendezeiten sehe?! Wenn es dem MDR wirklich ein Anliegen sein sollte, für(!) die Community etwas Gutes tun zu wollen, warum diese späte Sendezeit? Die meisten Zuschauer liegen dann bereits im Bett und schlafen.
    Ne, "verehrte" MDR-Macher..... meinen Glauben an Euch habt Ihr damit nicht gewonnen?! Ein Dankeschön kann ich nicht vergeben! Überdenkt und korrigiert Eure Sendezeiten für queere Programmschwerpunkte noch einmal!
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#2 ElfolfProfil
  • 22.07.2021, 20:47hHamburg
  • Antwort auf #1 von uwekrefeld
  • Das erste was im Osten vom ersten Westgeld gekauft wurde waren Videorecorder. Die Nachfolger, Festplattenrecorder oder TV Geräte mir Speicherstick machen unabhängig von der Sendezeit. In meinen TV habe ich einen billigen Chrome Cast Stick gestöpselt, mit dem ich über WLAN die Sendungen aus der Mediathek direkt aufs Gerät streamen kann. Heute ist kaum noch jemand an die Sendezeit gebunden. Wichtig ist doch, dass der MDR das Thema überhaupt aufgreift. Zur Hauptsendezeit ist doch außerdem die Konkurrenz anderer Programme viel zu hoch. Außerdem nutzen junge Leute heute eher das Netz, als das klassische TV.
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#3 Anonyma
  • 23.07.2021, 01:20h
  • Der MDR glaubt also tatsächlich, er würde sich für "mehr Diversität einsetzen", indem er unter dem Programmschwerpunkt "Gemeinsam sind wir Vielfalt" eine Dokumentation ausstrahlt, in der mit Alexander Korte einer der schlimmsten Trans-Pathologisierer Deutschlands als "anerkannter Experte für Geschlechtsidentitätsstörung und Transsexualität" vorgestellt wird und man selbigen völlig ungehindert und unhinterfragt seine wissenschaftlich fragwürdigen Mythen über trans Menschen und einen vermeintlichen "Transgender-Hype" herunterbeten lässt. Und natürlich darf auch ein Spielfilm nicht fehlen, in dem (mal wieder) ein cis Mann in gewohnt unbeholfen holpriger Art vergeblich versucht, eine trans Frau darzustellen. Dabei wäre alleine schon der grotesk alberne Titel dieses Films - "Mein Sohn Helen" - Grund genug dafür, sämtliche Regenbogenflaggen der Republik dauerhaft auf Halbmast zu setzen. Bei einem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der einen Programmschwerpunkt "Gemeinsam sind wir Vielfalt" auf diese Art gestaltet, braucht man eigentlich gar keine Transfeinde mehr und sollte sogar froh darüber sein, dass dieser Unsinn erst zu relativ später Stunde ausgestrahlt wird.
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#4 LotiAnonym
  • 23.07.2021, 10:40h
  • Antwort auf #3 von Anonyma
  • Wie recht Du doch damit hast. Man braucht ja nur mal das tägliche Programm dieses Senders herunterlesen. Da kommt mir das Grauen. Und bevor ich schon wieder den Wessi hier raushängen lasse, höre ich besser auf. Aber eins noch. Der ehemalige SFB hätte sich nicht mit dem ORB zusammenschließen sollen. Das Ergebnis sieht man nun tagein, tagaus wie der RBB redlich bemüht ist, sich den Ossis anzubiedern.
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#5 snafuAnonym
  • 23.07.2021, 13:14h
  • Das mit der Sendezeit frage ich mich auch immer, wenn ich bei rbb queer einschlafe (Mist, gestern schon wieder!) Ich war im Verteiler, als der mdr Interviewpartner* suchte: "Wir suchen Homosexuelle und [sic!] queere Menschen, unsere Zielgruppe ist meist älter und ganz normal." LOL
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#6 Anonyma
  • 23.07.2021, 14:32h
  • Antwort auf #4 von Loti
  • Ich habe die Hoffnung, es könnte irgendeinem deutschen Fernsehsender vielleicht irgendwann doch mal gelingen, sich vernünftig mit dem Thema Trans zu beschäftigen, inzwischen vollständig aufgegeben. Alle zu diesem Thema jemals gedrehten deutschen Dokumentationen laufen immer nach dem selben Schema ab: Ein paar "Betroffene" erzählen von ihren persönlichen Erlebnissen und ein paar "Expert:innen" geben ihre vermeintlich professionelle Einschätzung zum Besten. So läuft das jetzt seit vielen Jahren und auch inhaltlich hat sich kaum etwas geändert. Aber leider finden sich trotzdem noch immer trans Menschen, die bereit sind, sich immer wieder für solche Dokumentationen herzugeben. Und zur Dekoration gibt es dann solche Filme wie "Mein Sohn Helen". Immer und immer wieder. Mich erinnert dieses sich ewig wiederholende Spektakel inzwischen nur noch an einen einzigen Film: Und täglich grüßt das Murmeltier...
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#7 andreAnonym
  • 23.07.2021, 17:59h
  • Antwort auf #1 von uwekrefeld
  • Zur Prime-Time, besonders von Fr-So, wird beim MDR geschunkelt, oder die alten DDR Schlagermumien haben Ihren Auftritt, von uralten Wessis moderiert oder von Antony Ross. Oder man sendet " Ein Kessel Buntes", 40 Jahre alt. Bin Leipziger. Jetzt nach 30 Jahren München zurück in der Heimat. Meine Meinung, der MDR, was er zur Zeit so sendet, ist die Höchststrafe. Bei mir, im Menü der Fernbedienung, ganz nach hinten gewandert. Gleich nach "Al Jazeera".
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