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Nach Weltpremiere in Cannes

Hamburger Filmfest startet mit Paragraf-175-Drama

Sebastian Meises Spielfilm "Große Freiheit" über die Kriminalisierung schwuler Männer im Nachkriegsdeutschland eröffnet am 30. September das 29. Filmfest Hamburg.


Szene aus "Große Freiheit": Hans (Franz Rogowski, li.) kuschelt mit Leo (Anton von Lucke) im Knast (Bild: FreibeuterFilm)

  • 27. Juli 2021, 12:53h, noch kein Kommentar

In gut zwei Monaten wird das 29. Filmfest Hamburg mit dem Film "Große Freiheit" von Sebastian Meise eröffnet. "Nach 'Enfant Terrible' als Eröffnungsfilm in 2020 setzen wir die Tradition der anspruchsvollen, deutschsprachigen Filme fort", sagte Festivalleiter Albert Wiederspiel am Dienstag laut Mitteilung.

In dem Film werde ein kaum bekannter Teil der bundesdeutschen Geschichte beleuchtet, die endlich erzählt werden müsse – die Kriminalisierung Homosexueller im Nachkriegsdeutschland. "Gerade heute, wo die Intoleranz zunimmt, müssen wir aus der Geschichte lernen."

Eine schwule Beziehung in Gefängnis

Der dritte Film von Meise hat seine Weltpremiere beim Filmfestival in Cannes gefeiert und dort in der Sektion "Un Certain Regard" den Jury-Preis gewonnen (queer.de berichtete). Franz Rogowski ("In den Gängen") spielt den schwulen Hans, der wegen seiner sexuellen Orientierung im Nachkriegsdeutschland durch den Paragraf 175 kriminalisiert und immer wieder zu Gefängnisstrafen verurteilt wird. Die einzige feste Beziehung im Leben von Hans wird sein langjähriger Zellengenosse Viktor, ein verurteilter Mörder, gespielt von Berlinale-Gewinner Georg Friedrich.

Das Filmfest Hamburg startet in diesem Jahr am 30. September und geht bis zum 9. Oktober. Es sollen in den fünf Festivalkinos rund 100 Produktionen aus aller Welt als Europa-, Deutschland- oder Hamburg-Premieren gezeigt werden. (cw/dpa)

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Große Freiheit
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