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Nach Attacke von Christina Baum

Riccardo Simonetti zeigt der AfD den Mittelfinger

Nach der Attacke einer AfD-Politikerin auf Facebook erreichen Riccardo Simonetti immer mehr Drohschreiben. Der Entertainer und sein Verlag wehren sich gegen die Hetze.


Riccardo Simonetti will sich die Hetze von Rechtsaußen nicht gefallen lassen (Bild: Instagram / Riccardo Simonetti)

Riccardo Simonetti hat sich am Montag auf Instagram gegen Angriffe aus der AfD gewehrt. Der 28-jährige Berliner Entertainer, Influencer, Autor und LGBTI-Aktivist veröffentlichte in einem neuen Eintrag ein Bild, in dem er einen Mittelfinger erhebt. Dazu erklärte er: "Ich widme diesen Post der AfD. Kommt auch von [Herzen]."

Anlass ist ein am 18. Juli von der baden-württembergischen AfD-Bundestagskandidatin Christina Baum veröffentlichter Facebook-Eintrag. Darin spricht sich die ehemalige Stuttgarter Landtagsabgeordnete gegen "Homo-Propaganda" aus. Als Beispiel nennt sie das Kinderbuch Simonettis, "Raffi und sein pinkes Tutu", das diesen Monat auch im Happy Meal des Schnellrestaurants McDonald's enthalten ist. Baum hatte sich im Wahlkampf bereits mehrfach LGBTI-feindlich geäußert – so forderte sie etwa ein CSD-Verbot (queer.de berichtete). Ihr Einzug ins Bundesparlament gilt mit ihrem achten Platz auf der AfD-Landesliste als sehr wahrscheinlich.

Es gibt tolle #news ? Vielleicht habt ihr es schon mitbekommen: "Raffi und sein pinkes Tutu" ist seit Kurzem...

Posted by Community Editions on Thursday, July 8, 2021
Facebook / Community Editions
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Simonettis Management meldete unterdessen, dass nach dieser Hassbotschaft Baums viele an den Autor adressierte "Beleidigungen und Bedrohungen" eingegangen seien. "Die Nachrichten sind eindeutig auf die Aussagen von Dr. Christina Baum zurückzuführen", heißt es in einer Pressemitteilung. Daher appellierte Simonetti an seine Fans, gegen derartige Hassbotschaften vorzugehen: "Natürlich hilft es, wenn viele den ursprünglichen Facebook-Beitrag von Christina Baum melden – als das was es ist: Hetze und Hassrede", so Simonetti.

Auch Simonettis Kölner Verlag Community Editions verurteilte die Angriffe von Rechtsaußen: "Es ist selbstverständlich, dass wir hinter unseren Autor*innen stehen und Anfeindungen dieser Art nicht tolerieren. Werte der Akzeptanz und Freiheit sind uns sehr wichtig, weswegen wir uns ganz klar und deutlich gegen diskriminierende Angriffe zur Wehr setzen", erklärten die Geschäftsführer*innen Jonas Konrad und Carla Scheunemann. Sie wiesen auch darauf hin, dass es sich bei dem Buch um ein Charity-Projekt handle. Der Verkaufserlös werde an die Tribute-to-Bambi-Stiftung gespendet.


Mit derartigen Sprüchen macht Christina Baum Stimmung gegen sexuelle Minderheiten (Bild: Facebook / Christina Baum)

Das 2019 veröffentlichte Buch handelt von Raffi, der gerne Fußball spielt, aber auch seine Lieblingspuppe und sein pinkes Tutu liebt (queer.de berichtete). "Es ist ein queeres Kinderbuch, das sowohl den Eltern als auch den Kindern auf eine sehr liebevolle Art und Weise Toleranz vermitteln soll. Ich hoffe dadurch einen Beitrag gegen Mobbing und Ausgrenzung leisten zu können", erklärte der Autor zum Inhalt. (dk)



#1 thokoh
  • 28.07.2021, 07:24h
  • Da frag ich mich immer wieder was ist mit solchen Menschen los die so einen schmaarn verzapfen??!!
    Im Studium und im Leben nix dazu gelernt????

    Gesunder Menschenverstand versagt hier völlig! Es gäbe sovieles auf dem Erdplaneten das getan werden müsste aber nein man muss sich mit Themen beschäftigen die völlig irrelevand weil sie selbstverständlich sind wie eben Homosexualität!

    Was wirklich sinnlos und sinnfrei ist, ist die AFD!!!!
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