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Wahl 2022

Homo-Hasser Manny Pacquiao will nächster philippinischer Präsident werden

Schwule und Lesben bezeichnet er wegen seines christlichen Glaubens schon mal als "schlimmer als Tiere". Jetzt strebt der mehrfache Box-Weltmeister und Senator das höchste staatliche Amt an.


Manny Pacquiao betont gerne, dass die Bibel die Todesstrafe für Homosexuelle vorsieht (Bild: Boxing AIBA / flickr)

Ein Sprecher des 42-jährigen Manny Pacquiao hat am Freitag angekündigt, dass der ehemalige Boxer im nächsten Jahr an der philippinischen Präsidentschaftswahl teilnehmen wird. "Es ist egal, wer sonst noch antritt, aber Manny 'Pacman' Pacquiao wird sich für das Präsidentenamt bewerben", so der Kongressabgeordnete Monico Puentevella gegenüber CNN Philippines. "Pacman" ist Pacquiaos Spitzname als Boxer.

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Bereits mehrfach hat Pacquiao gegen Homosexuelle polemisiert. 2012 begründete er seine Ablehnung der gleichgeschlechtlichen Ehe mit einem Bibelzitat aus dem Buch Levitikus, in dem laut der Interpretation von Evangelikalen oder auch vereinzelt von katholischen Vertretern wie dem früheren Schweizer Bischof Vitus Huonder die Todesstrafe für Homosexuelle gefordert wird (queer.de berichtete). 2016 attestierte Pacquiao Schwulen und Lesben pauschal, "schlimmer als Tiere" zu sein (queer.de berichtete). Unterstützung für seine Tiraden erhielt der evangelikale Eiferer von der katholischen Bischofskonferenz der Philippinen (queer.de berichtete).

Doppelkarriere als Sportstar und Politiker

Pacquiao ist bereits seit 2010 Mitglied von Bundesparlamenten – zunächst war er Abgeordneter im Repräsentantenhaus, dann im Senat. Seine Karriere als Boxer führte er parallel fort. Wegen seiner sportlichen Leistungen gilt er in den Philippinen als Idol und Nationalheld. So hatte er zwölf Weltmeistertitel in acht Gewichtsklassen gewonnen. Am 21. August wird er in einem Multi-Millionen-Dollar-Event in Las Vegas gegen den 20 Jahre jüngeren Errol Spence Jr. kämpfen. Der Kampf wird als "Generational Showdown" vermarktet.

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Derzeit werden die Philippinen vom Populisten Rodrigo Duterte regiert, der allerdings bei der nächsten Wahl wegen einer Amtszeitbegrenzung nicht wieder antreten darf. Duterte ist seit seiner Wahl 2016 immer wieder durch homosexuellenfeindliche und teils vulgäre Ausbrüche aufgefallen. 2019 beschimpfte er katholische Bischöfe etwa als "Hurensöhne" und "schwul". Kurze Zeit später stellte er die These auf, dass 40 Prozent der kommunistischen Terroristen schwul seien. Wenige Wochen später sagte er, er sei durch "schöne Frauen" von seiner Homosexualität "geheilt" worden.


Rodrigo Duterte ist seit Mitte 2016 Staatschef der Philippinen – wegen seiner polemischen Art und seiner oft als skrupellos kritisierten Politik wurde er als "philippinischer Trump" bezeichnet

Bei LGBTI-Rechten legte Duterte einen verbalen Zick-Zack-Kurs hin: Mehrfach änderte er etwa seine Meinung über die Ehe für alle, die bis heute nicht verwirklicht ist. Anfang 2017 sagte der damals frisch gewählte Staatschef, dass er die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht ablehne, "weil wir Katholiken sind" (queer.de berichtete). Im Dezember 2017 war er dann wieder für die Ehe-Öffnung, zog diese Zusage aber im Juli 2018 zurück.

Letztes Jahr sorgte Duterte für Aufruhr in der queeren Community, weil er einen wegen Mordes an einer trans Frau verurteilten US-Soldaten begnadigte (queer.de berichtete). (dk)



#1 gastAnonym
  • 27.07.2021, 22:13h
  • Duterte "lässt" Drogendealer und Konsumenten en masse erschießen bzw. hinrichten, Herr Pacquiao wird dann wohl die Treibjagd seines Vorgängers auf LGBTIQ+ ausweiten.
    Also es gibt doch bestimmt noch andere schöne Plätze auf diesem Globus, auch mit Palmen und Sandständen. Man muss ja nicht unbedingt auf diese Inselgruppe reisen ......
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#2 LotiAnonym
  • 28.07.2021, 07:13h
  • Antwort auf #1 von gast
  • Du vergisst dabei zu erwähnen wessen Schuld es im überwiegenden Maße auch ist, das unter anderem Wir jetzt ins Radar dieser Regierung gelandet sind. Es waren die Kinderschänder Clubs, die sich an den Philippinos sattgeschändet hatten.
    In Thailand war das auch mal möglich, doch das ist Gott sei Dank vorbei.
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