https://queer.de/?39573
"Große gesellschaftliche Herausforderungen"
Mannheim ist jetzt "Freiheitsraum für LGBTIQ-Personen"
Mit großer Mehrheit erklärte der Gemeinderat die Quadratestadt zum "Freiheitsraum für LGBTIQ-Personen". Mit der Ausrufung verpflichtet sich die Stadt zum Schutz der Rechte queerer Menschen.

Schon ziemlich queer: Regenbogen-, Bi-, Inter- und Transflagge am Rathaus Mannheim (Bild: Stadt Mannheim / Sören Landmann)
- 28. Juli 2021, 03:18h 2 Min.
Die Stadt Mannheim hat sich nach eigenen Angaben als eine der ersten Städte Europas zum "Freiheitsraum für LGBTIQ-Personen" erklärt. In Baden-Württemberg sei es der erste Ort dieser Art, wie die Verwaltung am Dienstag mitteilte. Der Gemeinderat hatte dies mit großer Mehrheit beschlossen.
Mit der Ausrufung verpflichtet sich die Stadt Mannheim zu öffentlichen Maßnahmen zur Förderung und zum Schutz der Rechte queerer Menschen. "Große gesellschaftliche Herausforderungen können nicht ohne eine Umsetzung auf lokaler Ebene erfolgreich gelöst werden", betonte Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD). Mit der Entscheidung werde ein Zeichen für respektvolles Zusammenleben in Vielfalt gesetzt.
Reaktion auf queerfeindliche Politik in Polen und Ungarn
Die Quadratestadt befolgt damit eine Entschließung des Europäischen Parlaments. Dieses hatte die Europäische Union im März zur "LGBTIQ Freedom Zone" ausgerufen (queer.de berichtete). Anlass war die zunehmend ausgrenzende und queerfeindliche Politik insbesondere der Regierungen in Polen und Ungarn. Als erste Stadt in der EU hatte sich im Mai Lissabon zum "Freiheitsraum" für queere Menschen erklärt. U.a. Luxemburg und Wien folgten dem Beispiel. Auch Katalonien ist ein "Freiheitsraum für LGBTIQ-Personen".
/ Catalonia_DENachdem im März das @Europarl_DE die #EU zum "Freiheitsraum für #LGBTIQ-Personen" erklärt hat, wurde eine solche Erklärung gestern auch vom @parlamentcat für #Katalonien verabschiedet. https://t.co/ljitGjNSvM
Catalan Gov. Germany (@Catalonia_DE) July 8, 2021
|
Mannheim ist auch Mitglied im globalen Rainbow Cities Network. Zum Internationalen Tag der nichtbinären Menschen hisste die Stadt am 14. Juli – als erste in Deutschland – vier Nonbinary-Pride-Flaggen am Rathaus, um damit ein Zeichen der Solidarität zu setzen (queer.de berichtete). (cw)













