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Deutscher Schauspielpreis

#ActOut erhält Ehrenpreis für besondere Inspiration

Auch der mitgliederstärkste Berufsverband der TV- und Kinoindustrie ehrt die Aktion #Actout, bei der sich im Winter knapp 200 Schauspieler*innen geoutet hatten.


#ActOut schlug im Februar große Wellen

Der Bundesverband Schauspiel (BFFS) verleiht dieses Jahr einen Ehrenpreis für besondere Inspiration an die Kampagne #ActOut und die Queer Media Society. Laut der Deutschen Presseagentur wolle der mitgliederstärkste Berufsverband der deutschen Kino- und Fernsehlandschaft damit würdigen, dass mehrere Schauspieler*innen dieses Jahr ein Zeichen für Vielfalt gesetzt hätten.

Außerdem gab der BFFS bekannt, dass Cornelia Froboess für ihr Lebenswerk ausgezeichnet werde. Die 77-Jährige hatte ihre Karriere als Kinder- und Teeniestar mit Filmen wie "Pack die Badehose ein" gestartet. Teilweise wurden sie und Rex Gildo als Traumpaar von der Film- und Musikindustrie vermarktet, etwa mit der Verwechslungskomödie "Hula-Hopp, Conny" aus dem Jahr 1959. Gildo hatte während seiner gesamten Karriere bis zu seinem Freitod im Jahr 1999 seine Homosexualität versteckt.

Die Nominierungen für die regulären Auszeichnungen des Deutschen Fernsehpreises waren letzten Monat verkündet worden. Die Preise sollen im Rahmen der Gala für den Deutschen Schauspielpreis am 3. September in Berlin verliehen werden.

Im Rahmen der Kampagne #ActOut hatten sich im Februar im "SZ Magazin" 185 lesbische, schwule, bisexuelle, queere, nicht-binäre und trans* Schauspieler*innen geoutet und mehr Akzeptanz und Sichtbarkeit queerer Menschen in der Kulturbranche gefordert (queer.de berichtete). "Es gibt weitaus mehr Geschichten und Perspektiven als nur die des heterosexuellen weißen Mittelstands, die angeschaut und gefeiert werden", so die Initiator*innen der Kampagne in ihrem Manifest. "Diversität ist in Deutschland längst gesellschaftlich gelebte Realität. Dieser Fakt spiegelt sich aber noch zu wenig in unseren kulturellen Narrativen wider." Die Aktion stieß auf großes Interesse der Medien.

#ActOut hat dieses Jahr auch die Kompassnadel des Queeren Netzwerks NRW gewonnen (queer.de berichtete). Dieser Preis soll am Rande des ColognePride am 28. August verliehen werden. (cw)