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Formel-1-Star

Vettel kritisiert Homophobie in Ungarn

Erneut setzt sich der viermalige Weltmeister für LGBTI-Rechte ein. Anlass ist ein Autorennen in Ungarn am Sonntag.


Sebastian Vettel ist seit dieser Saison Stammfahrer beim Aston Martin F1 Team (Bild: TVNOW / Lukas Gorys)
  • 29. Juli 2021, 14:02h 10 2 Min.

Der deutsche Formel-1-Rennfahrer Sebastian Vettel hat die ungarische Regierung wegen ihrer LGBTI-feindlichen Politik kritisiert: "Ich finde es peinlich für ein Land, das in der EU ist, solche Gesetze zu haben oder darüber abzustimmen", erklärte der 34-Jährige nach Angaben der Nachrichtenagentur SID. Vettel wird am Sonntag beim Großen Preis von Ungarn teilnehmen. Als Zeichen des Protestes trägt er dort Regenbogen-Turnschuhe.

/ TheBishF1
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Er könne die Haltung Budapests nicht verstehen, so Vettel weiter. Ferner erklärte der 34-Jährige: "Jeder ist frei zu tun, was er will. Genau das ist der Punkt. Wir hatten in der Vergangenheit so viele Gelegenheiten, daraus zu lernen."

Hintergrund der Äußerungen ist ein Mitte Juni vom ungarischen Parlament beschlossenes Gesetz, das nach russischem Vorbild Homo- und Trans-"Propaganda" gegenüber Minderjährigen verbietet: "Werbung" oder auch nur die Darstellung von Homo- oder Transsexualität in Büchern, Filmen und anderen Medien, Werbekampagnen sowie Schulen ist damit nicht mehr erlaubt. Die rechtsnationale Regierung hält trotz internationaler Kritik an dem Gesetz fest.

Auch Lewis Hamilton übt Kritik

Auch der 36-jährige britische Rennfahrer Lewis Hamilton sprach sich für gleiche Rechte aus. "Ich will meine Unterstützung an alle aussprechen, die von den Anti-LGBTQ+-Gesetzen beeinträchtigt sind", erklärte der siebenmalige Weltmeister in sozialen Medien. "Jeder hat die Freiheit verdient, so zu sein, wie er möchte. Egal, was man liebt oder wie man sich fühlt."


Lewis Hamilton war in den vergangenen Jahren der beste Formel-1-Fahrer der Welt (Bild: Morio / wikipedia)

Bereits Ende letzten Jahres hatte Vettel beim Großen Preis von Istanbul gegen die Homophobie in der Türkei protestiert: Damals trug er einen Regenbogen-Helm (queer.de berichtete). Auch Hamilton kritisierte bereits in der Vergangenheit öffentlich Homophobie: Im Oktober 2020 äußerte er etwa sein Unverständnis darüber, dass bei einem Rennen in Portugal ausgerechnet ein Sportler zum Formel-1-Rennkommissar ernannt wurde, der aus seiner Abneigung gegen Homosexuelle kein Geheimnis macht (queer.de berichtete).

Vettel setzt sich öffentlich neben LGBTI-Rechten auch für Umweltschutz und Nachhaltigkeit ein. So kritisierte er unter anderem die Formel 1 und forderte, dass diese ihren ökologischen Fußabdruck verringern müsse. Zudem kündigte er an, bei der Bundestagswahl am 26. September wegen ihrer ökologischen Politik die Grünen wählen zu wollen. (dk)

-w-

#1 DankeAnonym
  • 29.07.2021, 17:16h
  • Ich finde es immer wieder toll und bin sehr dankbar, wenn sich Promis (egal ob aus Showbiz, Sport, oder welchem Bereich auch immer) für uns einsetzen.

    Das kann gar nicht hoch genug bewertet werden.

    Deshalb:
    DANKE
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#2 MagsAnonym
  • 29.07.2021, 19:13h
  • Antwort auf #1 von Danke
  • Kann ich nur zustimmen. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Es gibt genug Promis die sich nur um sich kümmern (was ihr gutes Recht ist). Umso höher muss man solch ein Engagement würdigen. Danke Herr Vettel und danke Mr. Hamilton.
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#3 ProlixAnonym
  • 29.07.2021, 23:24h
  • Erstmal Respekt vor Vettel, weil er genug Mumm besitzt, für Vielfalt und Toleranz einzutreten.
    Was mich ein bisschen an dem Artikel stört, ist der Begriff "Homophobie". Eine Phobie ist eine Angststörung, also eher eine medizinische Angelegenheit. Das entschuldigt mir zu sehr die Hater, die hinter der Hetze gegen LGBTI Menschen stecken. Diese Leute hassen und hetzen, weil sie es wollen. Nicht weil sie eine Angststörung haben. Gäbe es keine Schwulen und Lesben, keine Menschen aus anderen Ländern (die eben auch Zielscheibe von Hass sind), dann würden die sich andere aussuchen. Diese Leute werten andere ab um sich selbst "aufzuwerten". Das ist keine Phobie, das ist einfach schäbig.
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