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Formel-1-Star

Vettel kritisiert Homophobie in Ungarn

Erneut setzt sich der viermalige Weltmeister für LGBTI-Rechte ein. Anlass ist ein Autorennen in Ungarn am Sonntag.


Sebastian Vettel ist seit dieser Saison Stammfahrer beim Aston Martin F1 Team (Bild: TVNOW / Lukas Gorys)

Der deutsche Formel-1-Rennfahrer Sebastian Vettel hat die ungarische Regierung wegen ihrer LGBTI-feindlichen Politik kritisiert: "Ich finde es peinlich für ein Land, das in der EU ist, solche Gesetze zu haben oder darüber abzustimmen", erklärte der 34-Jährige nach Angaben der Nachrichtenagentur SID. Vettel wird am Sonntag beim Großen Preis von Ungarn teilnehmen. Als Zeichen des Protestes trägt er dort Regenbogen-Turnschuhe.

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Er könne die Haltung Budapests nicht verstehen, so Vettel weiter. Ferner erklärte der 34-Jährige: "Jeder ist frei zu tun, was er will. Genau das ist der Punkt. Wir hatten in der Vergangenheit so viele Gelegenheiten, daraus zu lernen."

Hintergrund der Äußerungen ist ein Mitte Juni vom ungarischen Parlament beschlossenes Gesetz, das nach russischem Vorbild Homo- und Trans-"Propaganda" gegenüber Minderjährigen verbietet: "Werbung" oder auch nur die Darstellung von Homo- oder Transsexualität in Büchern, Filmen und anderen Medien, Werbekampagnen sowie Schulen ist damit nicht mehr erlaubt. Die rechtsnationale Regierung hält trotz internationaler Kritik an dem Gesetz fest.

Auch Lewis Hamilton übt Kritik

Auch der 36-jährige britische Rennfahrer Lewis Hamilton sprach sich für gleiche Rechte aus. "Ich will meine Unterstützung an alle aussprechen, die von den Anti-LGBTQ+-Gesetzen beeinträchtigt sind", erklärte der siebenmalige Weltmeister in sozialen Medien. "Jeder hat die Freiheit verdient, so zu sein, wie er möchte. Egal, was man liebt oder wie man sich fühlt."


Lewis Hamilton war in den vergangenen Jahren der beste Formel-1-Fahrer der Welt (Bild: Morio / wikipedia)

Bereits Ende letzten Jahres hatte Vettel beim Großen Preis von Istanbul gegen die Homophobie in der Türkei protestiert: Damals trug er einen Regenbogen-Helm (queer.de berichtete). Auch Hamilton kritisierte bereits in der Vergangenheit öffentlich Homophobie: Im Oktober 2020 äußerte er etwa sein Unverständnis darüber, dass bei einem Rennen in Portugal ausgerechnet ein Sportler zum Formel-1-Rennkommissar ernannt wurde, der aus seiner Abneigung gegen Homosexuelle kein Geheimnis macht (queer.de berichtete).

Vettel setzt sich öffentlich neben LGBTI-Rechten auch für Umweltschutz und Nachhaltigkeit ein. So kritisierte er unter anderem die Formel 1 und forderte, dass diese ihren ökologischen Fußabdruck verringern müsse. Zudem kündigte er an, bei der Bundestagswahl am 26. September wegen ihrer ökologischen Politik die Grünen wählen zu wollen. (dk)



#1 DankeAnonym
  • 29.07.2021, 17:16h
  • Ich finde es immer wieder toll und bin sehr dankbar, wenn sich Promis (egal ob aus Showbiz, Sport, oder welchem Bereich auch immer) für uns einsetzen.

    Das kann gar nicht hoch genug bewertet werden.

    Deshalb:
    DANKE
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#2 MagsAnonym
  • 29.07.2021, 19:13h
  • Antwort auf #1 von Danke
  • Kann ich nur zustimmen. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Es gibt genug Promis die sich nur um sich kümmern (was ihr gutes Recht ist). Umso höher muss man solch ein Engagement würdigen. Danke Herr Vettel und danke Mr. Hamilton.
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#3 ProlixAnonym
  • 29.07.2021, 23:24h
  • Erstmal Respekt vor Vettel, weil er genug Mumm besitzt, für Vielfalt und Toleranz einzutreten.
    Was mich ein bisschen an dem Artikel stört, ist der Begriff "Homophobie". Eine Phobie ist eine Angststörung, also eher eine medizinische Angelegenheit. Das entschuldigt mir zu sehr die Hater, die hinter der Hetze gegen LGBTI Menschen stecken. Diese Leute hassen und hetzen, weil sie es wollen. Nicht weil sie eine Angststörung haben. Gäbe es keine Schwulen und Lesben, keine Menschen aus anderen Ländern (die eben auch Zielscheibe von Hass sind), dann würden die sich andere aussuchen. Diese Leute werten andere ab um sich selbst "aufzuwerten". Das ist keine Phobie, das ist einfach schäbig.
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#4 AngststörungAnonym
  • 30.07.2021, 07:57h
  • Antwort auf #3 von Prolix
  • Oft ist "Homophobie" beides. Einmal, hetzen um des Hetzens willen. Und zum anderen, um die eigenen queeren Anlagen, die mehr oder weniger in jedem Menschen vorhanden sind, bewusst oder unbewusst als negativ bewerteten Gefühle zu verdrängen.
    Insofern kann man es jedenfalls dann als "Phobie" bezeichnen, wenn jemand extrem und nachhaltig auf vermeintliche Schwächen anderer reagiert, entweder allein "im stillen Kämmerlein" oder es in die kleine oder große Welt "hinausposaunt".
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#5 FraesdorffAnonym
  • 30.07.2021, 08:37h
  • Eine Verurteilung homophober Positionen ist gut. Besser wäre ein Boykott von Autorennen und Veranstaltungen, die in Ungarn / Russland / Katar usw. stattfinden. Aber dann würde Sebastian Vettel weniger Geld verdienen.
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#6 MagsAnonym
  • 30.07.2021, 09:00h
  • Antwort auf #5 von Fraesdorff
  • Rennfahrer haben keinen Handschlag-Vertrag. Das sind Angestellte. Die fahren da wo ihr Arbeitgeber sie hinschickt. Eine H&M-Verkäuferin kann auch nicht sagen "der/die ist bei der AfD, da verkauf ich nix".
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#7 LotiAnonym
  • 30.07.2021, 09:56h
  • Antwort auf #6 von Mags
  • Sehr gut kommentiert. Zudem spricht sich S.Vettel hier im Artikel doch deutlich genug aus, was im Formel 1 und in unsere Politik als verbesserungswürdig angegangen werden müßte.
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#8 FraesdorffAnonym
#9 MagsAnonym
  • 31.07.2021, 08:05h
  • Antwort auf #8 von Fraesdorff
  • Nochmal, er ist ein Angestellter. Wenn er sich seinem Arbeitgeber widersetzt, dann wird er seinen Job verlieren. Das sein Job höher dotiert ist als der einer Verkäuferin liegt an Angebot und Nachfrage. Wenn du generell ein Problem mit Reichen oder Ausnahmesportlern hast, oder nur speziell mit Formel 1-Fahrern, dann ist das deine Sache.

    Aber hier stellt sich ein nichtqueerer Mensch hin und ergreift Partei für uns. Und mit Verlaub, seine Worte haben etwas mehr Reichweite als wenn hier im Forum über Ungarn geschimpft wird.

    Ihn aufzufordern seinen Job für uns zu verlieren ist einfach Unfug.
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#10 MagsAnonym
  • 01.08.2021, 18:36h
  • Antwort auf #8 von Fraesdorff
  • Sebastian Vettel hat bei der Fahreraufstellung vor dem Rennen ein Regenbogen-Shirt getragen welches jetzt dann für einen guten Zweck versteigert werden soll. Im Abschluss-Interview deutete er an, dass er unter Umständen für diese Aktion eine Strafe erhalten soll. Trotzdem hat er es gemacht und hat auch nochmals klar seine Position vertreten. Auch der Regenbogen-Helm war wieder im Einsatz.

    Erstens: Gratulation zu P2 im Rennen.
    Zweitens: Danke für den Einsatz für die queere Community in Ungarn.

    Ein großartiger Rennfahrer und ein großartiger Mensch.
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