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Tokio-Update

Team LGBT liefert sich im Medaillenspiegel Kopf-an-Kopf-Rennen mit Deutschland

Immer mehr olympische Sportler*innen outen sich – und das Team LGBT gewinnt mehr Medaillen als je zuvor.


  • 30. Juli 2021, 10:38h, noch kein Kommentar

Bei der diesjährigen Olympiade ist die Sichtbarkeit queerer Sportler*innen größer als je zuvor. Laut dem Portal "Outsports" haben sich bereits 175 Olympionik*innen geoutet. Erstmals würden auch queere Athlet*innen aktiv das Portal kontaktieren, wenn sie nicht in der deren Liste aufgeführt werden. Besonders viele queere Stars tummeln sich im Frauenfußball: Alleine in dieser Teamsportart nehmen 33 geoutete Kickerinnen teil.

Auch beim Medaillenspiegel steht das Team LGBT gut da: Mit drei Mal Gold, vier Mal Silber und drei Mal Bronze steht das Team LGBT nur hauchdünn hinter Deutschland (drei Gold, vier Silber, acht Bronze).

Die erste Goldmedaille für das Team LGBT hatte am Montag der britische Turmspringer Tom Daley gewonnen (queer.de berichtete). Seither konnten auch die Amerikanerin Stefanie Dolson im 3x3-Basketball und die Neuseeländerin Emma Twigg im Ruder-Einer Siege einholen.

Direktlink | Tom Daley gibt mit seinem Teamkollegen ("Work husband") auch praktische Tipps
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Für besondere Aufmerksamkeit sorgte Katarzyna Zillmann, die am Mittwoch mit dem polnischen Nationalteam die Silbermedaille im Doppelvierer gewinnen konnte und sich nach dem Erfolg outete: "Ich widme diese Medaille meiner Freundin Julia", sagte die 26-Jährige.

Allerdings gab es auch homophobe Zwischenfälle: So musste sich der italienische Tennisprofi Fabio Fognini kürzlich für einen homosexuellenfeindlichen Ausbruch entschuldigen (queer.de berichtete).

Homophobe Äußerungen kamen erneut aus Russland: Ex-Eiskunstläuferin Tatjana Nawka kritisierte etwa den spanischen rhythmischen Sportgymnasten Cristofer Benite, weil er ihr als zu schwul erscheine: "Ich bin wirklich froh, dass es so etwas in unserem Land nicht gibt und hoffentlich auch nie geben wird. Und meine Kinder werden das nie sehen und denken, es sei die Norm. Wer wächst schon in einer westlichen Gesellschaft mit solchen Tendenzen auf?!", so die olympische Goldmedaillengewinnerin von 2006. (dk)

Russian Olympic gold medalist Tatiana Navka has criticized a male gymnast Cristofer Benitez for doing the sport he loves. But the Spanish athlete has found support from other players, as well as the government.

Posted by DW News on Thursday, July 29, 2021
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