Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?39607

Filmfestival

Die "besten queeren Filme des Jahres" in fünf Tagen gucken

Vom 1. bis 5. September zeigt das queerfilmfestival in elf Städten insgesamt 15 herausragende nicht-heterosexuelle Filme im Kino – bis auf wenige Ausnahmen deutsche Erstaufführungen.


Eröffnungsfilm ist Peeter Rebanes schwuler Thriller "Firebird" über eine verbotene Liebe auf einem sowjetischen Luftwaffenstützpunkt (Bild: Salzgeber)
  • 31. Juli 2021, 10:56h, noch kein Kommentar

Auch in diesem Jahr lädt das queerfilmfestival ins Kino: Vom 1. bis 5. September zeigt der Filmverleih Salzgeber die nach seiner Einschätzung "besten queeren Filme des Jahres" in elf Städten. Partner sind Filmtheater in Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Köln, Leipzig, Magdeburg, München, Nürnberg, Stuttgart und Wien.

Das Programm umfasst 15 herausragende nicht-heterosexuelle Filme. Mit dabei sind Highlights aus Cannes, San Francisco, Rotterdam, London und von der Berlinale. Bis auf wenige Ausnahmen laufen die Filme als deutsche Erstaufführungen.

Das sind die 15 Filme

Als Eröffnungsfilm wird Peeter Rebanes packender historischer Liebesthriller "Firebird" gezeigt, der auf einem sowjetischen Luftwaffenstützpunkt auf dem Höhepunkt des Kalten Kriegs spielt und von der verbotenen Liebe zwischen einem jungen Soldaten und einem Kampfpiloten erzählt.

Das diesjährige Festivalmotto stammt aus dem bildstarken Kurzfilm "We Will Become Better" des lettischen Regisseurs Andzej Gavriss. Die Liebesgeschichte um zwei junge Männer, die getrennt voneinander tanzen müssen, setzt sich kritisch mit der homophoben Gesetzgebung und dem queerfeindlichen Klima im heutigen Russland auseinander und ruft laut: "Jede*r hat das Recht auf Liebe!"

Gespenstisch amourös wird es in der australischen Teenager-Rom-Com "Ellie & Abbie" von Monica Zanetti, wenn die 17-jährige Ellie endlich den Mut aufbringt, ihre Mitschülerin Abbie um ein Date zu bitten und dabei überraschende Unterstützung aus dem Jenseits bekommt.


Szene aus "Ellie & Abbie" (Bild: Salzgeber)

Der queere französische Arthouse-Star Nicholas Maury spielt sich in seinem hinreißenden Regiedebüt "Die Rolle meines Lebens" vermutlich ein wenig selbst und glänzt als übersensibler Schauspieler mit einem blühenden Strauß aus Neurosen.

Der schwedische Regisseur Johan von Sydow porträtiert in "Tiny Tim" eine der seltsamsten Figuren der US-amerikanischen Popkultur, die mit Ukulele und Falsetto-Gesang ihr Publikum in einen queeren Bann zog, der weit über exzentrische Bühnenauftritte hinausragte.

In "Boy Meets Boy" von Daniel Sánchez López hat Harry nur noch 15 Stunden Zeit, um seinem Club-Schwarm Johannes näher zu kommen, bevor er nach Großbritannien zurückfliegen muss – ein intensiver und authentischer Liebesfilm aus Berlin.

Aleksandr M. Vinogradov ist in seinem körperlich-expliziten Dokumentarfilm "Bare" elf nackten Tänzern auf den Fersen, die zusammen das neue Stück des belgischen Star-Choreografen Thierry Smits auf die Bühne bringen.

In "Young Hunter", dem neuen Film des argentinischen Teddy-Preisträgers Marco Berger, nutzt ein Teenager die sturmfreie Bude, um endlich zum ersten Mal Sex zu haben, und tappt dabei in eine gefährliche Falle.


Szene aus "Young Hunter" (Bild: Salzgeber)

Die italienische Regisseurin Anna Alfieri erzählt in "Borderline" die persönliche Geschichte ihrer ersten Liebe entlang von größten Glücksgefühlen und tiefen Schmerzen.

In Evi Romens bildgewaltigem Berg- und Außenseiterdrama "Hochwald" kehrt ein junger Tänzer widerwillig in sein Heimatdorf zurück und muss sich dort von alten Dämonen befreien.

Der Dokumentarfilm "Kink" von Alberto Fuguet zeichnet die Erfolgsgeschichte des gleichnamigen homoerotischen Fanzines aus Barcelona anhand eines Porträts seiner beiden Macher Paco und Manolo nach.

Im mitreißenden Biopic "Tove" erzählt Zaida Bergroth vom aufregenden Leben der Autorin und Zeichnerin Tove Jansson, die mit ihren "Mumin"-Büchern und -Comics weltweit berühmt wurde und ganz selbstverständlich mit den Geschlechter­rollen ihrer Zeit brach.

Monika Treut sucht in "Genderation" über zwei Jahrzehnte nach ihrem queeren Filmklassiker "Gendernauts" (1999) die einstigen Pionier*innen der Transbewegung in Kalifornien auf und fragt sie, wie sich ihr Leben verändert hat.

Ein ehemaliger Turmspringer gabelt in Stelios Kammitsis' sommerlichem Roadmovie "Sprung ins kalte Wasser" auf seinem Trip durch Europa einen wagemutigen Deutschen auf.

Und in "Cicada" von Matthew Fifer und Kieran Mulcare driften zwei frisch Verliebte durch New York City. (cw/pm)