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"Wir haben alles: schwarz, weiß, gay"

Jorge González: "Let's dance" verdient Diversitypreis

Für den queeren Juror hat die RTL-Tanzshow eine Vorreiterrolle im deutschen Fernsehen. Jetzt müsse auch in der Schule mehr über sexuelle Vielfalt aufgeklärt werden, fordert der 53-Jährige in einem Interview.


Jorge González ist seit 2013 Juror bei der RTL-Sendung "Let's Dance" (Bild: TVNOW / Stefan Gregorowius)

Die RTL-Tanzshow "Let's dance" hat nach Ansicht von Juror Jorge González in Sachen Diversität eine Vorreiterrolle im deutschen Fernsehen. "Egal, ob Jury, Kandidaten oder Tänzer – wir sind Kosmopoliten. Wir haben alles: schwarz, weiß, gay. Wir haben alle möglichen Länder in der Show vertreten", sagte der 53-Jährige im Interview mit dem Onlineportal watson. "Ich habe mich immer gefragt, warum wir noch keinen Diversitypreis gewonnen haben."

Ingsesamt müsse es noch mehr Vielfalt im Fernsehen geben: "Jetzt haben die Leute es langsam kapiert, jeder Mensch, egal, welche sexuelle Orientierung er hat, egal welchen Stil er mitbringt, ist einzigartig und auf seine Weise toll", sagte González. "Die Menschen verstehen endlich: Liebe ist Liebe – egal in welcher Konstellation. Das zu akzeptieren, müssen wir auch unseren Kindern in der Schule beibringen."

Witzeleien über seine Outfits interessieren ihn nicht

Nach eigener Darstellung ignoriert er Witzeleien über seine auffälligen Looks in der Show: "Ich mache mein Ding, aber ich weiß, dass das, was ich da darstelle und tue, over the top ist. Ich bin damit ein Unikat, weltweit, nicht nur in Deutschland, und das gehört einfach zu mir." Er verwirkliche damit seinen Traum: "Ich bin echt, und was die anderen Leute denken oder sagen, interessiert mich überhaupt nicht."

González war als 17-Jähriger aus seinem homophoben Heimatland Kuba zum Studium in die Slowakei gezogen. Als er dort vom kubanischen Geheimdienst verfolgt wurde, tauchte er mehrere Monate unter und erhielt schließlich Asyl. Sein Diplom in Radioökologie nutzte er aber nur wenig, weil er Gefallen am Modeln fand.

Karriere im Privatfernsehen

Später zog er nach Hamburg und arbeitete als Stylist, Imageberater und Choreograf von Modenschauen. 2009 erhielt er einen Bekanntheitsschub in Deutschland, als er die Nachfolge von Bruce Darnell als Trainer in der Model-Casting-Show "Germany's Next Topmodel" auf ProSieben antrat. Laut Medienberichten überstrahlte der extrovertierte und nicht auf den Mund gefallene Coach dabei Moderatorin Heidi Klum und wurde zum "heimlichen Star" (FAZ) des erfolgreichen Reality-Formats.

Seit 2013 ist González Juror bei der RTL-Sendung "Let's Dance" und war auch in mehreren anderen Shows oder Serien zu sehen. Letztes Jahr beklagte er, dass ihn große Teile der Gay-Szene nicht akzeptierten (queer.de berichtete). Im April wurde bekannt, dass er sich nach 25 Jahren von seinem Partner trennte (queer.de berichtete). (cw/dpa)



#1 mesonightAnonym
  • 01.08.2021, 08:16h
  • Grade Joachim Llambi hat sich von Anfang an dagegen ausgesprochen, dass gleichgeschlechtliche Paare tanzen sollen, hat sich das geändert? Es sollte selbstverständlich sein, dass homosexuelle mit gleichgeschlechtlichem Partnern tanzen, wir sind nämlich auch Zuschauer! Gonzalez ist mir ebenfalls noch nie sonderlich aufgefallen, dass er sich für die Community engagiert.
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#2 PeerAnonym
  • 01.08.2021, 09:44h
  • Ich finde es gut, dass ihn nicht interessiert, was andere über seine Outfits denken. Er soll so rumlaufen, wie es ihm gefällt und wem es nicht passt, der braucht ja nicht hinzusehen. Er macht ja auch anderen keine Vorschriften, was sie zu tragen haben.

    Ansonsten kann ich ihm nur zustimmen:
    ich glaube, dass diese Sendung tatsächlich sehr viel beiträgt, um ein diverses Bild zu vermitteln. Ich finde, man könnte noch viel öfter reine Männerpaare oder reine Frauenpaare mitmachen lassen. Erst recht wenn die so gut sind wie in der letzten Staffel.
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#3 PeerAnonym
  • 01.08.2021, 09:50h
  • Antwort auf #1 von mesonight
  • "hat sich das geändert?"

    Vielleicht besser erst informieren und dann kommentieren.

    "Gonzalez ist mir ebenfalls noch nie sonderlich aufgefallen, dass er sich für die Community engagiert."

    Jeder engagiert sich anders. Man muss ja nicht bei jeder politischen Diskussion mitmachen. Aber sein Engagement ist Offenheit und Sichtbarkeit. Alleine mit Sichtbarkeit kann man schon viel bewegen.

    Und damit schafft er mehr als so manch anderer schwuler Promi, der im Jahr 2021 immer noch seine Homosexualität vertuscht.
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#4 Frecher Lümmel1976Anonym
  • 02.08.2021, 04:27h
  • Ich find den Mensch super cool. Am nächtlichen Lagerfeuer, Whiskey und verkuschelt, im Schlafsack, die ganze Milchstraße, neu sortieren. Ein cooler Traum.
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#5 LotiAnonym
#6 Hailaender