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Baden-Württemberg

Regenbogenbank in Bad Waldsee gestohlen

Die von der katholische Kirchengemeinde St. Peter aus Protest gegen das Segnungsverbot des Vatikans aufgestellte bunte Sitzbank wurde Ende Juli von Unbekannten entwendet. Zuvor wurden im Ort bereits zwei Prideflaggen geklaut.


Die sogenannte Segensbank in Regenbogenfarben zierte seit Mai den Kirchplatz von Bad Waldsee (Bild: Seelsorgeeinheit Bad Waldsee)

Im baden-württembergischen Bad Waldsee haben Unbekannte Ende Juli eine Sitzbank in Regenbogenfarben gestohlen. Das berichtete am Sonntag die "Schwäbische Zeitung" (Bezahlartikel).

Die Regenbogenbank war im Mai von der katholischen Kirchengemeinde St. Peter als Protestsymbol gegen das Segnungsverbot des Vatikans für gleichgeschlechtliche Paare mitten auf dem Kirchplatz aufgestellt worden. Sie diente der Gemeinde seitdem mehrfach "als Ort der Segnung für alle", wie Pfarrer Stefan Werner gegenüber der Regionalzeitung erklärte.

Pfarrer sieht "militante Gegner der LGBTQ-Bewegung" am Werk

"Wir sind alle bestürzt und betroffen", so der Pfarrer. "Zum einen war diese bunte Bank sichtlich beliebt – ein Blickfang für manche (Kur)Gäste und auch ein beliebtes Ruheplätzchen, um ein Eis zu schlotzen oder um einfach ein wenig zu verweilen auf dem Kirchplatz."

Gestohlen wurde die nicht fest verankerte Sitzbank aus Kunststoff, die jeden Morgen von einem Kirchenmitarbeiter neu aufgestellt wurde, bei Tageslicht. "Ich hoffe zwar noch, dass sie irgendwie gefunden wird in einem Bach oder so, aber ich finde den Vorgang ungeheuerlich, auch wenn sie nicht fest verankert und leicht zum Wegtragen war", sagte Werner. Als Urheber der Tat vermutet er "militante Gegner der LGBTQ-Bewegung".

Bei der Polizei erstattete der Pfarrer Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Diebstahls – und gab bereits die Herstellung einer neuen Regenbogenbank in Auftrag. Diese soll diesmal aus Holz bestehen und dann auch besser befestigt werden.

Weitere Diebstähle am 1. und 3. Juli

Bereits Anfang Juli hatte in Bad Waldsee der zweifache Diebstahl einer Regenbogenfahne von einem Privatgrundstück für Schlagzeilen gesorgt. Betroffen war die Familie der regionalen trans Aktivistin Michaela Reuter.

Die beiden mit Polyesterseilen und Kabelbindern stabil montierten Prideflaggen seien am 1. sowie am 3. Juli jeweils am frühen Morgen "mit Gewalt und Werkzeug abgerissen und schließlich samt Befestigungsmaterial entwendet" worden, berichtete Reuter der "Schwäbischen Zeitung" (Bezahlartikel). "Den starken Gewitterstürmen haben sie standgehalten, den Dieben leider nicht."

"Meine Familie und ich sind entsetzt darüber, wie Personen in einem sonst friedlichen Wohngebiet auf diese Symbolik reagieren, und wir sind besorgt, dass sogar vor Straftaten nicht zurückgeschreckt wird", sagte Michaela Reuter, die sich bei der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (dgti) engagiert. "Mit so etwas haben wir in Bad Waldsee überhaupt nicht gerechnet, weil wir uns hier überall gut aufgenommen fühlten."

Auch die Reuters erstatteten Strafanzeige bei der Polizei – und beschafften sich eine neue Regenbogenfahne. "Dieses Mal hängen wir das so hoch auf, dass sich da keiner mehr 'rantrauen dürfte!" (cw)



#1 PeerAnonym
  • 02.08.2021, 10:35h
  • Da gibt es nur eins:
    Duplikat anschaffen und diesmal so verankern, dass ein Diebstahl nicht möglich ist.

    Und am besten noch eine Kamera anbringen und ein Bewegungsmelder, der das nachts bei Bewegung hell anstrahlt, damit man die Täter gut auf den Bildern erkennen kann.
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#2 FüchleinAnonym
  • 02.08.2021, 10:43h
  • Antwort auf #1 von Peer
  • "Da gibt es nur eins:
    Duplikat anschaffen und diesmal so verankern, dass ein Diebstahl nicht möglich ist.

    Und am besten noch eine Kamera anbringen und ein Bewegungsmelder, der das nachts bei Bewegung hell anstrahlt, damit man die Täter gut auf den Bildern erkennen kann."

    Und schon hast du das Drei- bis Zehnfache ausgegeben
  • Antworten » | Direktlink »
#3 NickAnonym