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Premiere

Fußball: Nichtbinäre Person gewinnt olympische Medaille

Im olympischen Fußballturnier trat dieses Jahr erstmals eine Person an, die sich als nichtbinär und trans geoutet hatte.


Quinn spielt derzeit auf Vereinsebene für das schwedische Team Vittsjö GIK (Bild: Instagram / Quinn)

  • 2. August 2021, 15:45h, noch kein Kommentar

Premiere bei den Olympischen Spielen in Tokio: Mit dem Sieg des kanadischen Frauenteams im Halbfinale gegen die favorisierten USA wird erstmals eine Person mit einer Medaille ausgezeichnet werden, die sich als nichtbinär und trans identifiziert. Mittelfeldspieler*in Quinn (25) hatte sich im letzten Jahr als nichtbinär geoutet und die eigene Geschlechtsidentität als trans bezeichnet. Als nichtbinäre*r Fußballer*in legte Quinn auch die beiden weiblichen Vornamen ab und nutzt nur noch den Nachnamen.

Auf Englisch nutzt Quinn außerdem die Personalpronomen they/them. Diese Personalpronomen werden eigentlich im Plural verwendet, gelten aber in englischsprachigen Ländern vermehrt als Einzahlpronomen für Menschen, die sich nicht eindeutig dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zuordnen. Eine allgemein anerkannte Entsprechung im Deutschen gibt es bislang nicht.

Quinn hatte bereits bei den Olympischen Spielen 2016 die Bronzemedaille mit Kanada gewonnen. Damals hatte sich das Fußballtalent aber noch nicht geoutet. 2019 nahm es bei der Fußball-WM in Frankreich teil, dort schied Kanada aber im Achtelfinale gegen Frankreich aus. Insgesamt absolvierte Quinn 63 Spiele für das kanadische Team und erzielte dabei fünf Tore.

Megan Rapionoe muss um Bronze kämpfen

Konkret hatte Kanada am Montag die USA um den lesbischen Superstar Megan Rapinoe mit 1:0 bezwungen. Im Finale treffen die weiblichen Canucks auf Schweden, das sich gegen Australien durchsetzen konnte. Die Amerikanerinnen und die Australierinnen werden um die Bronzemedaille kämpfen.

Twitter / CanadaSoccerEN | Die Kanadier*innen wollen hoch hinaus
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Als erste offizielle trans Athletin in der Geschichte der Olympischen Spiele gilt die Neuseeländerin Laurel Hubbard, die allerdings am Montag bei der Medaillenjagd im Gewichtheben scheiterte (queer.de berichtete). Da Quinn bereits vor dem Coming-out im Frauenteam spielte, durfte sie dort verbleiben und hatte weit weniger öffentliche Aufmerksamkeit erzeugt als Hubbard. (cw)

Instagram / thequinny5 | Stolz posierte Quinn mit entblößter Brust – ein Privileg, das Frauen oft vorenthalten ist
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