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Lohnunterschiede bis zu 10,3 Prozent
Studie: Schwule und Bis verdienen weniger, Lesben mehr
Ist man nicht heterosexuell, macht sich das negativ in der Geldbörse bemerkbar – außer bei Lesben, wo es umgekehrt ist. Eine Übersichtsstudie hat die Effekte jetzt neu berechnet.

Ob Dollar, Euro oder Pfund: Schwule und Bis haben davon weniger, Lesben mehr (Bild: Images Money / flickr)
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3. August 2021, 03:33h 3 Min.
Schwule sowie bisexuelle Männer und Frauen verdienen weniger als ihre heterosexuellen Pendants. Das haben in der Vergangenheit bereits verschiedene kleinere Einzelstudien herausgefunden, die sich mit Europa, Nordamerika oder Australien befassten (queer.de berichtete). Eine neue Übersichtsstudie, in die ganze 24 Untersuchungen zum Forschungsfeld eingeflossen sind, bestätigt nun das Ergebnis.
Die Analyse der Arbeiten, die im "Journal of Population Economics" veröffentlicht worden ist, siedelt die Lohnunterschiede auf bis zu 10,3 Prozent an. Diesen höchsten Wert erreichen bisexuelle Männer. Schwule Männer sind demgegenüber etwas weniger stark für ihre sexuelle Orientierung "bestraft": Sie kommen im Durchschnitt auf 6,8 Prozent weniger Lohn, verglichen mit heterosexuellen Referenzgruppen.
Nur Lesbischsein steigert das Gehalt
Bei Frauen wirkt sich die sexuelle Orientierung etwas widersprüchlicher auf das Lohnniveau aus. Während bisexuelle Frauen im Schnitt 5,1 Prozent weniger Lohn erhielten, verdienten Lesben im Studienzeitraum einen satten Bonus: Ganze 7,1 Prozent mehr Gehalt gab es für sie, verglichen mit heterosexuellen Vergleichsgruppen.
Die Studien, die für die neuen Zahlen herangezogen worden sind, wurden in den Jahren 2012 bis 2020 veröffentlicht. Die enthaltenen Untersuchungszeiträume starten im Jahr 1991 und enden bereits 2018. Insofern bildet das Ergebnis keinen aktuellen Ist-Zustand westlicher Gesellschaften ab, sondern in etwa Durchschnittswerte der letzten 30 Jahre.
In Großbritannien war der nachteilige Effekt auf Männer mit 4,7 Prozent in etwa halb so stark wie in den USA. In dem europäischen Land ist im Jahr 2010 beispielsweise der Equality Act eingeführt worden, durch den die Männer weniger starke Nachteile aufgrund ihrer sexuellen Orientierung hinnehmen müssen als in den USA, das traditionell zurückhaltender bei staatlichen Eingriffen in die Wirtschaft ist.
Es braucht umfassende Gesetzgebung und Diversity Management
Das Andauern der Lohnnachteile gebe laut Studienautor*innen "angesichts der Maßnahmen gegen Diskriminierung Grund zur Sorge". Es zeige "den Bedarf umfassender Gesetzgebungen und Arbeitsplatzrichtlinien an, die garantieren, dass Menschen fair bezahlt werden" und dass sie keine Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz aufgrund ihrer sexuellen Orientierung erfahren. Gerade dies ist jedoch nach wie vor der Fall.
Nick Drydakis von der Anglia Ruskin University in Großbritannien hat die Studie mitgeschrieben. Er betont die Wichtigkeit inklusiver Maßnahmen zugunsten von mehr Diversität. Diese sollten unterrepräsentierte Gruppen ermutigen, sich für Jobs oder Förderungen zu bewerben. Außerdem müsse Unterstützung für queere Arbeitnehmer*innen zur Verfügung gestellt werden, damit diese in die Lage versetzt würden, Ansprüche zu stellen und eine faire Behandlung für sich zu erreichen. Es sollte zum Mitarbeiter*innen-Management dazugehören, "sich gegen Diskriminierung zu stellen und die LGBTIQ+-Diversität zu feiern und zu unterstützen".














Die eines bestimmen Gewerkes, Berufsfeldes oder Arbeitgebers?
Oder ging es einfach nur allgemein nach gay/bi/hetero und dann her mit dem Geld?
Das kann durchaus andere Gründe haben.
Top-Verdienste gibt es üblicherweise in den Top-Etagen. Die können verwehrt sein, die können aber auch absichtlich gemieden werden, weil man den Kampf und Stress einfach nicht will. (Mir geht es z.B. so. Ich will nicht Chef, auch wenn ich könnte.)
Heteros müssen auch üblicherweise noch eine Familie mit Kindern durchbringen und *müssen* einfach mehr Geld machen, auch wenn sie dafür einen Job machen müssen, den sie gar nicht mögen, weil der einfach mehr Geld bringt.
Ich mach 80% Teilzeit, weil ich es mir einfach leisten kann. Ich muss niemandem ein Haus vererben. Die gewonnene Zeit ist viel mehr wert, als irgend eine Zahl in einer Tabelle bei einer Bank. Dafür verdien ich 20% weniger (sogar etwas weniger wie 20%, weil weniger Steuersatz...)