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Trans Olympionikin

Laurel Hubbard erwägt Karriereende

Im Vorfeld der Olympiade hatte Laurel Hubbard wegen ihrer Trans-Identität viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Nun bedankt sie sich für die Unterstützung – und erwägt einen neuen Lebensabschnitt.


Laurel Hubbard denkt über ihre Zukunft nach (Bild: Screenshot Newshub)

Die neuseeländische Gewichtheberin Laurel Hubbard erwägt ihr Karriereende. "Das Alter hat mich eingeholt. Wahrscheinlich hat es mich schon vor einiger Zeit eingeholt", sagte die 43-Jährige am Dienstag in Tokio gegenüber Newshub. "Deshalb ist es wahrscheinlich an der Zeit, darüber nachzudenken, mich auf andere Dinge in meinem Leben zu konzentrieren." In ihrem olympischen Wettkampf war sie die älteste Teilnehmerin.

Hubbard hatte am Montag eine Medaille in der Gewichtsklasse über 87 Kilogramm klar verpasst (queer.de berichtete). Die Neuseeländerin gilt als erste Athletin bei Olympischen Spielen, die offen ihre Geschlechtsidentität angepasst hat. Hubbard lebte nach ihrer Geburt 35 Jahre lang mit einer männlichen Zuschreibung. 2012 ließ sie eine Geschlechtsanpassung durchführen. Über ihre Zulassung zum Frauen-Wettbewerb hatte es zum Teil kontroverse Diskussionen gegeben.

"Was mich im Sport antreibt, ist der Sport selbst"

"Ich bin einfach so dankbar, dass ich die Gelegenheit hatte, hierher zu kommen und ich selbst zu sein", sagte Hubbard. "Was mich im Sport antreibt, ist der Sport selbst." Olympia sei der Höhepunkt, nicht nur für das Gewichtheben, sondern für so viele Sportarten.

Als Vorbild für die Trans-Community sehe sie sich nicht: "Die Transgender-Community ist so unterschiedlich, weil hier jeder so individuell ist und unterschiedliche Leben unter unterschiedlichen Bedingungen lebt", so Hubbard. "Ich bin nicht sicher, ob ich als Vorbild tauge. Ich hoffe aber, dass meine Gegenwart bei der Olympiade vielen Mut gibt." Ihre Botschaft sei, dass es viele Möglichkeiten für trans Menschen gebe, "authentisch zu leben".

Ihr Auftritt bei Olympia hatte für große Aufmerksamkeit gesorgt. Sie habe versucht, sich nicht mit negativer Berichterstattung oder negativen Wahrnehmungen zu beschäftigen, sagte sie. "Weil dies einen harten Job noch schwieriger macht. Es ist schwer genug, eine Hantel zu heben. Aber wenn man mehr Gewicht darauflegt, wird es einfach zu einer unmöglichen Aufgabe." (dpa/cw)



#1 Sarah_SAnonym
  • 03.08.2021, 16:00h
  • Aber selbst jetzt nachdem sie keine Medaille geholt hat sind die Kommentarspalten(z.B. Zeit) voll mit Leuten die meinen sie hätte einen unfairen Vorteil. Es ist einfach unglaublich. Da wird davon geredet dass sie die Muskulatur eines Mannes hätte, dass ja überhaupt die Hormone am einmal entwickelten Körper nichts verändern und dass das natürlich alles wissenschaftlich längst bewiesen sei.
    Da müssen noch dicke Bretter gebohrt werden bis da die Einsicht wenigstens beim Großteil der Bevölkerung da ist. Leider ist selbst bei viele Allies beim Sport auf einmal nichts mehr von Toleranz und Akzeptanz zu spüren.
    Ja es ist noch ein Weiter weg...
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#2 Still_Ith_Ehemaliges Profil
  • 03.08.2021, 17:42h
  • Jo, seit zwei Tagen eine durchgängige Flut von Trans-Hass auch in meinen Twitter-Trends, es ist schon als nur-so-halb-mitgemeinter Mensch einfach richtig, richtig übel.

    Respekt allein schon dafür, das alles auszuhalten und zu sich zu stehen, auch wenn's leider keine Medaille geworden ist.

    Und für den nächsten Lebensabschnitt, egal was der bringt, auf jeden Fall alles Gute *blümchen reicht*
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