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"Er kam sieben Wochen zu früh"

Tan France ist Vater geworden

Nachwuchs in der "Fab Five"-Familie: Tan France gibt die Geburt seines ersten Sohnes bekannt.


Ihre Freude zeigten Tan France und sein Ehemann auf Instagram
  • 3. August 2021, 14:30h 9 2 Min.

Tan France hat am Montag die Geburt seines ersten Sohnes Ismail bekannt gegeben. Das Kind sei am 10. Juli auf die Welt gekommen, erklärte der 38-Jährige auf auf Instagram. Der Star aus der Netflix-Serie "Queer Eye" veröffentlichte dazu ein Bild, in dem er das Kind auf den Armen trägt. Auf dem Bild ist auch Frances Ehemann Rob zu sehen, der als Kinderkrankenpfleger und Illustrator arbeitet. Die beiden leben in Salt Lake City (US-Bundesstaat Utah).

"Er kam sieben Wochen zu früh, deshalb verbrachte er die letzten drei Wochen auf der Intensivstation für Neugeborene", so Tan France. "Heute durften wir ihn endlich mit nach Hause nehmen. Wir haben ihn so, so lieb. Wir sind wie besessen." Der Leihmutter gehe es nach der Geburt "großartig". "Wir können ihr nicht dankbar genug sein für das größte Geschenk in unserem Leben."

Im April hatte France bekanntgegeben, dass er und sein Ehemann ein Kind erwarteten. Damals postete er ein humorvolles Bild, das ihn oben ohne zeigt; vor seinem Bauch ist eine Ultraschallaufnahme zu sehen (queer.de berichtete).

Bereits seit 2007 sind France und sein Ehemann ein Paar. 2018 wurde France als Fashion-Experte Teil der "Fab Five" in der Netflix-Realityserie "Queer Eye", einer Neuauflage der gleichnamigen Serie aus den Jahren 2003 bis 2007. Von der Originalserie waren 100 Folgen entstanden, das Remake bringt es bislang auf 47 Episoden. In jeder Folge helfen die fünf queeren Experten mit Tipps und tatkräftiger Hilfe einer Person, deren Leben aus dem Ruder gelaufen ist.

France ist ein in England geborener Sohn pakistanischer Eltern, der seit 2020 auch die amerikanische Staatsbürgerschaft erhalten hat. Er ist einer der wenigen offen schwulen Muslime im westlichen Fernsehen. Bei seinen Auftritten abseits von "Queer Eye" spricht er häufig über Rassismus und Islamophobie, denen er sein ganzes Leben über ausgesetzt gewesen sei. (dk)

#1 Still_Ith_Ehemaliges Profil
  • 03.08.2021, 17:32h
  • Ok, ich guck ja so Lifestyle- und Beauty-Zeug nicht, kannte den Namen nicht und dachte bei der Formulierung schon, er wär trans* und irgendein Wunder hätte dazu geführt, dass man das neuerdings als ganz normale Geburt berichtet -.-

    Als Besitzer einer Gebärmutter hab ich btw auch zum Thema Leihmutterschaft eine etwas andere Perspektive, und ich fänd es echt nett, wenn ich irgendwo den Eindruck vermittelt bekäme, dass diese Person als Mensch betrachtet wird statt bloß als namenlose Produktionsstätte. Und hätte auch wirklich gern versichert bekommen, dass sie die letzten Monate nicht in einer dieser stallartigen Gefängnisunterkünfte mit Totalüberwachung verbracht hat, die sich für das Geschäft in einigen Staaten etabliert haben. Hoffen tut man das zwar erstmal immer. Aber weiß man's?
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#2 RuntAnonym
  • 03.08.2021, 19:30h
  • Antwort auf #1 von Still_Ith_
  • Danke für den Kommentar. Es ist meines Erachtens wichtig, wirklich sehr offen mit dem Thema Leihmutterschaft / Samenspende umzugehen, denn inwieweit die genetische Verwandtschaft einmal wichtig wird oder nicht, wird ja letztlich das Kind entscheiden.
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#3 BeForeAnonym
  • 04.08.2021, 03:01h
  • Antwort auf #1 von Still_Ith_
  • Auch wenn ich sonst vieles lesen und nichts schreibe, aber als Vater einer Tochter, welche über Leihmutterschaft in den USA geboren wurde (und hoffentlich, wenn alles gut läuft, bald eines Sohnes) glaube ich, daß es wichtig sein könnte, gerade auch für uns hier in Europa, einige Dinge ins Bewußtsein zu bringen.
    Es ist zumindest in den USA absolut unüblich, daß Leihmütter auch biologische Mütter sind, es gibt eine Eizellspenderin und es gibt eine Leihmutter.
    Eine Leihmutter muß mindestens ein eigenes Kind haben (einmal, weil man damit auch schonmal medizinisch sehen kann, daß sie Kinder bekommen kann, auf der anderen Seite psychosozial, auch wenn es so oft nicht formuliert wird, damit sie nach der Geburt auch mindestens "noch ein eigenes Kind/Kinder" hat, wenn man so will).
    Die Leihmutter braucht auch ein eigenes soziales Netzwerk , in dem sie lebt, einfach damit sie auch Unterstützung bei der Schwangerschaft und bei der Geburt hat, und sowas wird auch von Leihmütteragenturen überprüft/kann im Auftrag übers US-Pendant eines Sozialamtes gecheckt werden. Das kann neben dem Kind/Kindern der Ehepartner sein, oder ein gutes Freundesnetzwerk.
    Gerade in den USA gibt es auch Leihmütteragenturen, welche von Personen geführt werden, welche auch als Leihmütter schon Kinder geboren haben. Sowas kann auch zu einem Plus an Vertrauen und weniger Ausbeutung von Leihmüttern führen.
    Und es gibt auch bei der Auswahl der Spenderinnen als auch bei der Wahl der Leihmutter schon vorab Angaben, welche man bei der Wahl berücksichtigen kann, ob sie sich nach der Geburt einen Kontakt vorstellen können (bei der Spenderin oft als Anfrage, ob es für sie ab 18 OK wäre). Für uns war und ist sowas ein wichtiger Punkt und momentan haben wir sowohl zu Eizellspenderin als auch zu Leihmutter nebst Familie Kontakt (auch bevor sie wieder schwanger wurde und es sowieso einen Kontakt geben sollte...ja, selbe Leihmutter, ist glaube ich schon weniger der Standard...sie hat uns gefragt, ob wir es nochmal machen wollen). Und Kontakt heißt sowas wie Mail alle drei Monate mit Bildern und Infos. Wie es sich entwickeln wird kann ich nicht/kaum sagen und es bleibt an der Stelle auf Dauer auch eine Herausforderung.

    Ich hoffe, daß meine Infos an der Stelle einfach eine bessere Einsicht geben in das Thema und einigen auch auf den eigenen Pfaden helfen können.
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