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Österreich

Regenbogenbank im Bodensee versenkt

In Bregenz warfen Unbekannte eine von der Stadt aufgestellte Regenbogenbank in den Bodensee. Erst am Freitag war es in der Landeshauptstadt Vorarlbergs zu einem queerfeindlichen Angriff gekommen.


Eine der insgesamt vier von der Stadt Bregenz aufgestellten Regenbogenbänke liegt nun auf dem Grund des Bodensees (Bild: GoWest)

Eine Welle queerfeindlicher Vorfälle erfasst die österreichische Stadt Bregenz. Zuletzt wurde in der Nacht zu Dienstag eine im Juni von der Stadt aus Solidarität mit der LGBTI-Community am Seeufer aufgestellte Regenbogenbank von Unbekannten in den Bodensee geworfen. Drei weitere im Stadtgebiet platzierte Bänke blieben unbeschädigt.

Auch der Verein GoWest beklagt zunehmende Aggressionen gegen queere Menschen im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Erst am Freitag waren am Stadtrand von Bregenz zwei trans Jugendliche queerfeindlich beschimpft und krankenhausreif geprügelt worden (Heute.at berichtete). Im Frühjahr wurden mehrere Regenbogenflaggen gestohlen und angezündet. Unbekannte beschmierten außerdem einen Regenbogen-Zebrastreifen.

Stadt richtete Dienststelle für LGBTIQ+ ein

"Die Landeshauptstadt verurteilt diese hasserfüllte Tat zutiefst und spricht den Betroffenen ihre Solidarität aus", erklärte der Bregenzer Bürgermeister Michael Ritsch (SPÖ) nach dem gewaltsamen Angriff vom Freitag. "Gewalt ist niemals zu dulden. Erst recht dann nicht, wenn sie aufgrund der sexuellen Orientierung oder der Geschlechtsidentität, Hautfarbe oder Herkunft verübt wird." Der Vorfall zeige, wie wichtig die neu geschaffenen Dienststelle für LGBTIQ+ sei (s. Stellenausschreibung auf queer.de).

Die queere SPÖ-Organisation SoHo forderte als Reaktion auf den queerfeindlichen Angriff ein gesetzlich verankertes Präventionskonzept gegen Gewalt und Diskriminierung.

Regenbogenbank in Bad Waldsee gestohlen

Auch in Deutschland wurde kürzlich eine Regenbogenbank das Ziel einer queerfeindlichen Attacke. In Bad Waldsee entführten mutmaßlich LGBTI-Gegner*innen am hellichten Tag eine von der katholischen Kirchengemeinde St. Peter aus Protest gegen das Segnungsverbot des Vatikans aufgestellte bunte Sitzbank an einen unbekannten Ort (queer.de berichtete) . (cw)



#1 LaroxProfil
  • 04.08.2021, 09:32hFrankfurt
  • Ich lese solche Meldungen mit großer Sorge. Es fällt mir schwer zu urteilen, ob Homophobie immer noch größer ist als wir glauben, oder, was noch schlimmer wäre, sie sogar zunimmt.
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#2 naturalizeAnonym
  • 04.08.2021, 11:43h
  • Antwort auf #1 von Larox
  • Ich bin der Meinung, dass die Homophobie spürbar zunimmt, da in den letzten Jahren sehr massiv von rechts gegen uns gehetzt wird. Dazu kommen noch weitere gesellschaftliche Gruppen, in denen religiös motiviert Hass gegen Homosexuelle und auch darüber hinausgehend Übergriffe stattfinden.
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#3 MagsAnonym
  • 04.08.2021, 12:14h
  • Antwort auf #1 von Larox
  • Ich denke auch dass die Angriffe auf LGBTQ+ zunehmen. Und es gibt inzwischen einfach mehr Möglichkeiten seinen Hass in aller Seelenruhe auszuleben. Wo gab es denn vor einigen Jahren Regenbogenfahnen oder bunte Sitzbänke, oder Denkmäler die man zerstören konnte. Das Angebot für die Hasser wird reichhaltiger.
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#4 gingerfixAnonym
  • 04.08.2021, 14:21h
  • So bescheuert das ganze ist: Ich würde die Füße von der Bank gründlich einbetonieren, sodass man das Teil gar nicht mehr ohne mindestens vier bis fünf Leute bewegen kann.
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#5 MagsAnonym
  • 04.08.2021, 15:37h
  • Antwort auf #4 von gingerfix
  • Dann machen sie die Bank halt kaputt oder beschmieren sie mit irgendwas. Solange sichtbare Zeichen der Solidarität aufgestellt oder aufgehängt werden, wird es Hater geben die sich daran stören und versuchen werden diese Zeichen zu entfernen oder, wenn das nicht geht, sie zu vernichten. Es hilft nur Aufklärung, Aufklärung und nochmal Aufklärung.
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#6 daVinci6667