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"Theologisches"
So spielt Professor Hauke Homo-Hass herunter
Es ist geradezu erschreckend, wie ein deutscher Theologieprofessor versucht, tief sitzenden Hass auf sexuelle Minderheiten zu rechtfertigen.
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4. August 2021, 10:39h 2 Min.
Manfred Hauke tut in seinem Interview auf kath.net so, als ob sich der in seinem Magazin "Theologisches" veröffentlichte Artikel des polnischen Priesters Dariusz Oko mit "kriminellen Aktivitäten" befasst, aber keinen Hass auf sexuelle Minderheiten verbreite (queer.de berichtete). Dabei zeigt der Theologieprofessor, der an der Theologischen Fakultät Lugano lehrt, wie der konservative Teil der katholischen Kirche noch immer nicht homosexuelle Menschen als gleichwertig akzeptieren kann.
Haukes Verteidigungslinie ist klar: Autor Dariusz Oko kritisiere im Artikel nicht pauschal schwule Männer, sondern wehre sich gegen den Einfluss Krimineller in der Kirche, die nun mal homosexuell seien. Dabei verdreht er aber bewusst die Tatsachen: Natürlich geht es im ganzen Artikel darum, dass schwule Männer minderwertig und gefährlich seien. So werden heterosexuelle Priester etwa als "normal" bezeichnet, während schwulen Männern – einzig wegen ihrer sexuellen Orientierung – Probleme attestiert werden, "sich geistig normal zu entwickeln". Dass der Artikel getarnt als "wissenschaftlicher Aufsatz" daherkommt, macht ihn nicht besser.
Hauke versucht auch herunterzuspielen, dass Oko schwule Priester pauschal als Mitglieder der "Homomafia" ansieht. So sagt er im Interview:
Falsch ist es auf jeden Fall, die Kritik an einer kriminellen Mafia, die stärkste Ausdrücke gebraucht, als "Volksverhetzung" darzustellen. Dann müsste die deutsche Justiz auch jede Kritik an der sizilianischen Mafia verbieten mit der Begründung, dabei würde ein Teil der sizilianischen Bevölkerung verächtlich gemacht.
Der Sizilien-Vergleich hinkt jedoch: Niemand würde in einem Artikel über die sizilianische Mafia fünf Millionen Sizilianerinnen und Sizilianern pauschal unterstellen, wegen ihrer Herkunft kriminell zu sein. Oko unterstellt jedoch Schwulen wegen ihrer sexuellen Orientierung pauschal, nicht "normal" zu sein. Diese Unterscheidung in "normale" und "anormale" Menschen ist – wie wir aus der Geschichte wissen – höchst gefährlich.
Letztlich stellt Oko schwule Männer mit Begriffen wie "Parasiten", "Krebsmetastasen" und "homosexuelle Plage" als Gefahr dar und macht sie pauschal zu Sexualstraftätern. Das wird mit Sicherheit als Aufforderung nach Ausgrenzung – letztlich nach Ausmerzung einer Plage – verstanden. Wenn das keine Volksverhetzung ist, was dann?
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Man kann über diese Sklavenhalter im Namen der Bibel lachen oder sich aufregen, ändern werden die sich nicht, denn sie sind "im Auftrag des Herrn" unterwegs.
Oder man amüsiert sich über diese armen Tröpfe, ohne dabei zu vergessen, welchen Haß sie in die Gesellschaft bringen und dass nicht wenige Polen und Polinnen darunter leiden, egal ob sie nun zur LGBTIQ-Community gehören oder zu dem Teil der Bevölkerung gehören, denen der katholisch-reaktionäre Klüngel auf den Geist geht.
Wir schicken diese Woche ein paar Päckchen nach Polen, mit einem Brief an Vize-Justizminister Romanowski, den wir auch ins Polnische übersetzen ließen sowie zwei Tassen aus dem Bundesamt für magische Wesen mit folgendem Aufdruck:
Federalny Urzd ds.
Stworze Magicznych wyjania:
Jaka jest rónica midzy
homoseksualnym wampirem
a katolickim ksidzem?
U homoseksualnego wampira
dzieci s w dobrych rkach.
Podp. Edmund F. Dräcker
sowie
Federalny Urzd ds.
Stworze Magicznych wyjania:
Biblia, Koran, Tora i Harry Potter
maj jedn rzecz wspóln.
S ksikami. Ale w imi Harrego
Pottera nikt nie jest terroryzowany.
Czytajcie wic wicej Harrego
Pottera, a reszt wyrzucie do mieci.
Podp. Edmund F. Dräcker
Der Brief, den wir schon veröffentlicht haben, findet sich hier:
bundesamt-magische-wesen.de/dariusz-oko-bafmw-praesident-sch
reibt-an-polens-vizejustizminister/
Ändern wird es natürlich nichts, aber wir haben zumindest etwas Spaß dabei.