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Boosie Badazz
"In zehn Jahren ist es für Kids nicht mehr normal, hetero zu sein"
Rapper Boosie Badazz verteidigt die homophoben Aussagen von DaBaby – und wird von Instagram gecancelt.

Boosie Badazz will deutlich machen, dass er Homosexuelle nicht mag (Bild: Atlantic)
- 4. August 2021, 12:36h 3 Min.
Das Instagram-Profil des amerikanischen Rappers Boosie Badazz ist nach einer homophoben Tirade am Wochenende gelöscht worden. Das Video der Tirade hat sich aber bereits in sozialen Medien bereits verbreitet. Der 38-Jährige hatte unter anderem erklärt: "Es ist traurig, dass ihr versucht, der Welt dieses schwule Zeug aufzuzwingen", so Badazz. "Es ist traurig, wie ihr versucht, Künstler zu verbieten. Sehr traurig! In zehn Jahren ist es für Kids nicht mehr normal, heterosexuell zu sein. Das ist traurig, Alter. Ihr wollt das den Kids aufzwängen, Alter." Er sei dagegen, dass "Werbung" für "diese Scheiße" gemacht werde. Ferner behauptete er, dass sich Gott wegen dieses Zustands ärgere.
Anlass für die Tirade waren Reaktionen auf homophobe Äußerungen von DaBaby, der HIV etwa als "schwule Krankheit" bezeichnet hatte. Dafür wurde er vom amerikanischen Kult-Festival Lollapalooza ausgeladen (queer.de berichtete). Später entschuldigte sich DaBaby (queer.de berichtete).
Badazz erklärte am Dienstag auf Twitter, sein Profil sei von Instagram gelöscht worden, weil "ich darüber gesprochen habe, was die mit unseren Kids machen".

Dies ist bereits die zweite Instagram-Löschung binnen eines Monats – bereits letzten Monat verschwand das Profil, weil der Rapper laut dem sozialen Netzwerk mehrfach gegen die Richtlinien verstoßen hatte. Badazz beschuldigte daraufhin Instagram-Chef Adam Mosseri, ein Rassist zu sein. Der Rapper baute dann ein neues Profil auf, das es vor der erneuten Deaktivierung auf fast eine Million Fans brachte.
Bereits vor einer Woche hatte sich Badazz auf Instagram negativ über die sexuelle Orientierung des schwulen Rappers Lil Nas X geäußert. Er erregte sich darüber, dass Lil Nas X in einem Video mit wenig Kleidern zu sehen ist: "Findet ihr nicht, dass dies respektlos gegenüber den Jungs ist, die hetero sein wollen? Das ist total respektlos", so Badazz damals. Ironischerweise war Badazz in dem Video selbst oberkörperfrei zu sehen.
Badazz: Kinder sollen Hetero-Pornos schauen
In seiner Karriere hatte sich der 38-Jährige bereits mehrfach homophob geäußert. Er wurde etwa letztes Jahr dafür kritisiert, als er sagte, er erlaube seinen 12 und 14 Jahre alten Söhnen heterosexuelle Porno-Filme zu schauen und Oralsex von einer Frau zu erhalten. Dies sei besser, als wenn die Söhne "Zeichentrickfilme anschauen, in denen sich zwei Männer küssen".
Badazz hat in seiner mehr als 20 Jahre andauernden Musikkarriere bereits elf Alben herausgegeben, von denen es zwei in die Top Ten der amerikanischen Charts geschafft haben. Er hat während seiner Karriere auch immer wieder mit rechtlichen Problemen zu kämpfen. 2012 stand er etwa wegen Mordes vor Gericht, wurde aber freigesprochen. Wegen Drogenbesitzes saß er bereits mehrere Jahre im Gefängnis. (dk)















Soll heißen, dass es in zehn Jahren keine Rolle mehr spielt, wenn der Sohnemann nach Hause kommt, und den Eltern stolz seinen Freund präsentiert.