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Polizeibericht
Nichtbinäre Person in Berlin mit Schusswaffe bedroht
Offenbar aus LGBTI-Feindlichkeit attackierte ein Unbekannter einen nicht-binärer Menschen im Berliner Bezirk Lichtenberg.
- 5. August 2021, 10:09h 2 Min.
Ein Unbekannter hat am Mittwoch laut "Tagesspiegel" im Lichtenberger Ortsteil Fennpfuhl die 24-jährige nichtbinäre Person Toto Stoffels bedroht, die in Berlin als Künstler*in und Fotograf*in arbeitet. Demnach soll der unbekannte mutmaßliche Täter der aus Amsterdam stammenden Person etwas zugerufen haben, als diese gerade eine Wassermelone aß. Laut Stoffels soll das Wort "Trans" enthalten gewesen sein. Auf die Erwiderung, kein Deutsch zu sprechen, habe der Mann offenbar auf Englisch geantwortet: "Ich werde dir durch deinen Kopf schießen."
Stoffels hatte Teile der Konfrontation gefilmt und in sozialen Medien veröffentlicht. Auf dem Video trägt der Mann Flip Flops, eine karierte kurze Hose, schwarzes T-Shirt und eine Adidas-Bauchtasche. Außerdem sei eine Frau bei ihm gewesen, die mit schwarzer Hose, schwarzen Jeans und ebenfalls dunkler Bauchtasche zu sehen sei. Dazu schrieb Stoffels: "Jemand hat eine Pistole auf mich gerichtet… Es ist verdammt nochmal nicht sicher in Berlin für Queers!!"
Laut dem am Donnerstagvormittag veröffentlichten Polizeibericht ereignete sich die Tat gegen 19.20 Uhr in der Bernhard-Bästlein-Straße, als Stoffels auf einer Bank saß und "ein Pärchen vorbeilief und der Mann der Person mit dem Erschießen gedroht haben soll". Im weiteren Verlauf habe der Tatverdächtige eine Schusswaffe gezogen, durchgeladen und auf die Person gezielt. Anschließend habe er seinen Weg mit der Begleiterin fortgesetzt. Im Erstbericht wird das vermutete antiqueere Motiv nicht direkt erwähnt. Unbekannt ist auch, ob es sich bei der Pistole um eine echte Waffe gehandelt hat.
Staatsschutz ermittelt
Die Ermittlungen zu dem Sachverhalt hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen. Diese Behörde ermittelt in der Hauptstadt stets, wenn ein Hassverbrechen vermutet wird.
Stoffels bezeichnet sich auf Instagram als "Stink faced non binary bimbo" und veröffentlicht dort regelmäßig seine Werke.
Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner für LGBTI. Zudem meldet die Polizei mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität mehr als andere Städte in ihren Polizeiberichten. (cw)
















