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  • 01. Dezember 2005 6 1 Min.

Kapstadt (queer.de) - Nach einem Urteil des höchsten Gerichts von Südafrika kann das Land der fünfte Staat auf der Welt werden, der die Ehe für Lesben und Schwule öffnet. Das Verfassungsgericht urteilte am Donnerstag, der Ehe-Bann für lesbische und schwule Paare widerspreche der Verfassung. Das Parlament hat nun ein Jahr Zeit, die Ehe zu öffnen, danach tritt die Öffnung auch ohne ausdrückliche Genehmigung in Kraft. Geklagt hatten acht Paare. Zuvor hatte bereits das oberste Berufungsgericht den Ehe-Bann als nicht verfassungsgemäß beurteilt, die Regierung ging jedoch in Berufung, mit der formalen Begründung, dass Gesetzgebung Aufgabe des Parlamentes und nicht der Gerichte sei. Schwule und Lesben haben vor den Gerichten Südafrikas eine Reihe von Siegen eingefahren: erst 1998 erklärten sie die bis dahin gültigen "Sodomy"-Gesetze für ungültig, ein Jahr später erlaubten sie den ausländischen Liebhabern von Schwulen und Lesben eine Einbürgerung. In 2002 schufen sie ein Adoptionsrecht für Homopaare, ein Jahr später brachten sie die Regierung dazu, Homopaare in der Sozialgesetzgebung zu berücksichtigen. (nb)

-w-

#1 SvenAnonym
  • 01.12.2005, 17:44h
  • Wow, Südafrika ist fortschrittlicher als Polen!
    Ich freu mich für alle Schwulen und Lesben dort :-))
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#2 OlafAnonym
  • 01.12.2005, 17:46h
  • @Sven
    Südafrika ist nicht nur fortschrittlicher als Polen. Auch Deutschland haben die überholt!
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#3 ScienceAnonym
  • 01.12.2005, 17:56h
  • Erst mal abwarten und dann Tee trinken, denn wie die Gestzgeber das regeln, werden wir dann feststellen!
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