Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?39670

Berlin

Queer­feindliche Attacke mit Pistole: Tatverdächtiger identifiziert

Ein Mann, der offenbar aus LGBTI-Feindlichkeit eine nichtbinäre Person mit einer Pistole bedrohte, hat sich gestellt.


  • 6. August 2021, 13:40h 10 2 Min.

Ein 34-Jähriger hat sich nach einer mutmaßlichen Attacke auf eine nichtbinäre Person am Donnerstagabend der Polizei gestellt. Er sei freiwillig auf einem Revier erschienen, teilte die Polizei mit. Der Mann wird verdächtigt, das Opfer am Tag zuvor offenbar aus Hass auf dessen Geschlechtsidentität mit einer Pistole bedroht zu haben (queer.de berichtete).

Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung sowie einer Wohnungsdurchsuchung, bei der auch die mutmaßlich genutzte Schreckschusspistole beschlagnahmt wurde, konnte der Mann nach Polizeiangaben die Dienststelle wieder verlassen. Weitere Angaben zu seiner Identität oder seinem Motiv machten die Behörden nicht. Die Ermittlungen durch den Polizeilichen Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamtes dauerten weiter an.

Kein Tatverdacht gegen Begleiterin

Mit dem Mann kam auch eine 25-jährige Frau auf die Dienststelle, die ebenfalls während der Tat anwesend gewesen sein soll. Gegen sie bestehe kein Tatverdacht. Vielmehr habe sie nach bisherigem Erkenntnisstand versucht, ihren Partner von der Handlung abzuhalten.

Die Attacke hatte sich gegen die 24-jährige nichtbinäre Person Toto Stoffels gerichtet, die in Berlin als Künstler*in und Fotograf*in arbeitet. Das mutmaßliche Opfer hatte in sozialen Netzwerken eine Videoaufzeichnung der Konfrontation veröffentlicht. Dazu hatte Stoffels angemerkt: "Jemand hat eine Pistole auf mich gerichtet… Es ist verdammt nochmal nicht sicher in Berlin für Queers!!"

Der Bericht über den Übergriff hatte Entsetzen ausgelöst. Auch der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt reagierte auf Twitter auf die Tat. Der Grünenpolitiker erklärte: "Queer- und Transfeindlichkeit sind auch in der Regenbogenstadt Berlin ein Problem, das wir bekämpfen müssen."

/ Dirk_Behrendt
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

Das Überfalltelefon Maneo hat für Sonntag um 17 Uhr zu einer Mahnwache am Tatort aufgerufen. UPDATE 7. August: Nach einigem Hin und Her findet die Kundgebung wie ursprünglich angekündigt in der Bernhard-Bästlein-Straße in Lichtenberg in der Nähe des REWE-Supermarktes statt. (cw)

-w-

#1 janxAnonym
  • 07.08.2021, 12:48h
  • Natürlich ist es in Deutschland höchst ratsam sich zu stellen. Das wird ihm auch sein Anwalt gesagt haben. Es drohen praktisch keine wirksamen Strafen für so was und die ohnehin kleine Ministrafe kann dadurch das man sich selbst stellt und Reue schauspielert noch weiter gesenkt werden. Die Opfer sind es, die im Regen stehen, von unserem Staat nicht wirksam geschützt weden. Der Täter lacht sich ins Fäustchen und macht bald beim nächsten weiter. Das ist leider die bittere Realität.
  • Direktlink »
#2 LotiAnonym
  • 07.08.2021, 14:31h
  • Antwort auf #1 von janx
  • Ob dieser Täter einfach so weitermacht, würde ich bezweifeln. Selbst seine Begleiterin fand sein Auftreten inakzeptabel. Zudem ist er nun registriert bei den Behörden. Bei Wiederholung könnte ein Verfahren anhängig werden. Das sollte er sich gut überlegen.
  • Direktlink »
#3 Baba ogonAnonym
  • 07.08.2021, 16:25h
  • Antwort auf #2 von Loti
  • "selbst seine Begleiterin fand sein Auftreten inakzeptabel"

    wie trivial

    was hätte sie sagen sollen um nicht in dieses Verfahren mit einbezogen zu werden ?

    Leichter kann man sich aus einer Anzeige nicht befreien,
  • Direktlink »