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Österreich

Wien: Homophober Taxifahrer verprügelt schwule Fahrgäste

Die Wiener Antidiskriminierungsstelle berichtet von zwei Angriffen auf schwule Männer, die sich mit dem Taxi von Szenebars abholen ließen und dann vom Fahrer mit Schlagring bzw. Eisenstange attackiert wurden.


Symbolbild: Wartende Taxis in Wien (Bild: Philipp Alexander / flickr)

Die Wiener Antidiskriminierungsstelle (WASt) sucht queere Opfer von Taxigewalt. "Aktuell bearbeiten wir besonders tragische Fälle von homophober Gewalt", erklärte die Behörde in der vergangenen Woche auf Facebook. "Mindestens zwei Männer wurden brutalst mit Schlagring bzw. Eisenstange von den Fahrern der Taxis niedergeschlagen, mit denen sie sich von schwulen Lokalen abholen ließen." Die Antidiskriminierungsstelle vermutet, dass es noch weitere Fälle gibt, und bittet Opfer, sich per Email an wast@gif.wien.gv.at zu melden.

Laut dem Portal Heute.at ereignete sich einer der beiden Vorfällle Ende Juli. Demnach ließ sich ein 50-Jähriger nachts von einem Taxi von einem bekannten Wiener Szenelokal abholen. Während der Fahrt zu seiner Wohnung soll der Fahrer bereits neugierige Fragen zu den sexuellen Präferenzen seines Fahrgasts gestellt haben. Am Ziel angekommen, attackierte er den 50-Jährigen dann unvermittelt mit einem Schlagring.

Als das Opfer Foto machte, klaute der Fahrer das Handy

Als der Taxifahrer von seinem Opfer abließ, griff der Wiener zu seinem Handy und fotografierte den Wagen. Dies bemerkte der Chauffeur jedoch und raubte dem 50-Jährigen dann auch noch das Mobiltelefon.

Über die Cloud konnten die geschossenen Fotos jedoch später gesichert werden. Der Fahrgast erstattete Anzeige bei der Polizei und wandte sich an die Antidiskriminierungsstelle. Der schwule Barbesucher wurde bei dem Angriff schwer verletzt und musste im Krankenhaus unter anderem wegen einer Rippenprellung behandelt werden.

Bereits vor fünf Jahren hatte es in Wien einen ähnlichen Vorfall gegeben. Im März 2016 schlug ein Taxifahrer auf zwei schwule Fahrgäste ein, nachdem diese sich auf der Rückbank küssten (queer.de berichtete). (cw)



#1 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 09.08.2021, 04:39h
  • Egal ob Wien, Berlin oder sonst wo in Europa: Die Gewalt gegen Homosexuelle und Transsexuelle nimmt zu.
    Ursachen dafür gibt es viele: Zum einen die Homophobie der Täter, und zum anderen die Stimmungsmache von Populisten gegen uns, um Wahlen zu gewinnen.
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#2 Korinthen KKAnonym
  • 09.08.2021, 07:36h
  • Wie kann denn sowas passieren? Es sind doch Unternehmen, die die Taxifahrer einstellen, ergo muss derjenige doch schnell aufzufinden (oder einzugrenzen) sein und den Job verlieren. Es wird ja wohl kaum jemand ein Taxi stehlen, um dann vor den Lokalen aufzulauern.
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#3 UngeeignetAnonym
  • 09.08.2021, 07:59h
  • Fahrer, die Fahrgäste, die ihnen nicht passen, attackieren, sind offenbar für diesen Job ungeeignet.

    Die sollten umgehend den Personenbeförderungsschein verlieren und auch nie mehr wiederbekommen.
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#4 YannickAnonym
  • 09.08.2021, 08:15h
  • Erfüllt ein Angriff mit einer Eisenstange nicht den Tatbestand des versuchten Totschlags oder gar (wenn sie explizit deshalb mitgenommen wurde) des versuchten Mords?
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#5 LotiAnonym
  • 09.08.2021, 08:30h
  • Antwort auf #2 von Korinthen KK
  • Ich verurteile so eine Tat aufs schärfste.
    Zu Deiner Information. Es gibt auch Inhaber von Taxis die der Innung nicht angehören und somit ihr eigenes kleines Unternehmen führen. Da wird dann Schichtweise einfach mal so in den Familien gewechselt wer fährt. Nicht mal der Taxischein sagt oft aus um welche Person es sich in Wirklichkeit handelt. Alles schon in Berlin selbst erlebt. Schwarzfahrende Taxis sind das. Und wer dahinter steckt ist offensichtlich klar. Oder muß ich noch deutlicher werden.
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#6 HugogeraldAnonym
#7 retKonAnonym
#8 Uuo118Anonym
  • 09.08.2021, 09:41h
  • Wie sehr wünsche ich es solchen homophoben Drecksäcken, dass sie mal an den Falschen geraten, der sie dann die eigene Medizin, am besten in Überdosierung, kosten lässt.

    Und kommt jetzt nicht mit euren heuchlerischen pazifistischen Dogmen. Manche Menschen verstehen einfach nicht, dass man anderen nicht das tut, was man selbst nicht angetan bekommen möchte, bis sie selbst zu spüren bekommen, was für uns zugemutete Alltagsrealität ist. Solche Deppen kann man so oft verklagen wie man möchte oder in Anti-Gewalt-Kurse schicken; es hat keinen Zweck, weil sie aus tiefster Überzeugung handeln.

    Ich lasse mich nicht mehr angehen, sondern wehre mich. Nur wenn die Reaktionen mit maximaler Intensität erfolgen, sehe ich eine Chance zur Bewahrung meiner Würde in einer Zeit, in der wir uns auf den besten Wegen zurück in das letzte Jahrhundert befinden.
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#9 LotiAnonym
  • 09.08.2021, 10:05h
  • Antwort auf #8 von Uuo118
  • Ich stehe voll hinter Deine Aussage. Was glaubst Du wie oft ich selbige Gedanken habe.
    Nur muß man auch den Mut und die nötige Kraft haben um zurückzuschlagen. Angst muß überwunden werden. Wut alleine reicht da nicht aus.
    Als mein damaliger Partner mit einem Todschläger angegriffen wurde, stand ich daneben und konnte diesen Schläger ergreifen, bevor er noch einmal damit schlug. Ich versuchte dem Täter diesen zu entreißen. Als ein Zeuge u.ich den Täter endlich zu Boden gerissen hatten u.ich den Todschläger in meinen Händen hielt, konnte ich nicht damit auf den Täter einschlagen. Es war mir nicht möglich. Der Zeuge feuerte mich sogar an ihm ein paar Schläge zu verpassen. Ich konnte es nicht und so ließen wir ihn wieder los. Alles weitere habe ich hier schon X mal erzählt. Kannste nachlesen, wenn Du willst. Jemanden zu schlagen ist gar nicht so einfach wie so manche denken.
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#10 NickolausAnonym