Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?39682

Frankfurt am Main

Schwulenfeindlicher Angriff auf "Prince Charming"-Gewinner

Lauritz Hofmann, der Sieger der zweiten Staffel der Datingshow "Prince Charming", wurde am frühen Sonntagmorgen in der Frankfurter Innenstadt Opfer eines homofeindlichen Angriffs.


Promofoto von Lauritz Hofmann: In der zweiten Staffel von "Prince Charming" wurde der Frankfurter Flugbegleiter als "die crazy Partymaus mit Dauer-Single-Vergangenheit" angekündigt (Bild: TVNOW)
  • 9. August 2021, 05:11h 10 2 Min.

Schwulenfeindliche Gewalt in der Frankfurter Innenstadt: In mehreren Instagram-Storys berichtete Lauritz Hofmann, der Gewinner der zweiten Staffel der schwulen Datingshow "Prince Charming", am frühen Sonntagmorgen von einer homofeindlichen Attacke auf ihn. Der 28-Jährige war offenbar nach einer langen Partynacht auf dem Weg nach Hause.

"Hallo, ich bin vor der Konstablerwache, und ich kann euch eines sagen, ich wurde gerade angegriffen, ich wurde sehr homophob angegriffen, mitten in Frankfurt", sprach der sichtlich aufgewühlte Flugbegleiter in seine Handykamera. Über den genauen Tathergang machte er keine Angaben. Aufgezeichnete Videos werde er zwar den Ermittlungsbehörden zur Verfügung stellen, aber nicht veröffentlichen, da sie "sehr krass" seien.

Die Polizei kam auch nach einer Stunde nicht

Gegen die Polizei erhob Hofmann in seinen Instagram-Videos schwere Vorwürfe: "Ich habe die Polizei gerufen, die Polizei kam nicht. Ich stehe hier, wie man vielleicht sieht, in der Alten Gasse seit circa einer Stunde, und die Polizei kommt seit einer Stunde nicht."


Screenshots aus den Instagram-Storys von Lauritz Hofmann

Immer wieder zeigte sich der ehemalige "Prince Charming"-Teilnehmer von dem Angriff auf ihn geschockt: "Krass, hätte ich nicht gedacht, 2021 und man wird auf der Straße angegriffen, man wird verprügelt, weil man das gleiche Geschlecht liebt." Der Vorfalle zeige, dass CSD-Paraden weiterhin notwendig seien.

Bei "Prince Charming" sprang der Funke nicht über

Im vergangenen Jahr hatte sich der zweite "Prince Charming" Alexander Schäfer am Ende der Show für Lauritz Hofmann als seinen Traummann entschieden. Doch aus der Beziehung wurde nichts: In der Wiedersehens-Sendung erklärte Schäfer im Dezember 2020, er habe sich nicht in den Flugbegleiter verliebt (queer.de berichtete).

In den letzten Monaten kam es in Frankfurt am Main zu mehreren queerfeindlichen Vorfällen. So wurden im März zwei Angriffe auf trans Frauen gemeldet (queer.de berichtete). Ende vergangenen Jahres hatte die Hassattacke auf die damals 20-jährige "KweenDrama" auf der Zeil für Entsetzen gesorgt (queer.de berichtete). (cw)

-w-

#1 VorgangAnonym
#2 AUFWACHENAnonym
  • 09.08.2021, 08:04h
  • Was muss noch alles passieren, ehe die Politik endlich aufwacht?

    Wir brauchen unverzüglich:

    1. einen nationalen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie

    2. mehr Aufklärung an Schulen, denn was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr

    3. eine statistische Erfassung LGBTI-feindlicher Gewalt, damit man überhaupt mal weiß, wie groß das Problem ist, ob es spezielle Täterstrukturen oder regionale Häufungen gibt, etc.

    4. volle rechtliche Gleichstellung (inkl. Art. 3 GG) als starkes Zeichen, dass Homohass und Transhass nicht geduldet werden

    Jede Partei und jeder Politiker, die diese Dinge blockieren oder auch nur verzögern (oder anderen die Mehrheiten dafür sichern), sind unwählbar!!

    Denn hier geht es um die körperliche und geistige Unversehrtheit oder gar das Leben von Unschuldigen...
  • Direktlink »
#3 N8Engel
  • 09.08.2021, 08:35hWenden
  • Antwort auf #2 von AUFWACHEN
  • Natürlich hast Du Recht. Zur Täterstruktur würde eine Erhebung bringen, das Täter oftmals jung und männlich sind (kannst ja mal die Meldungen hier durchforsten, auch da kommt das Ergebnis bei heraus).
    Die Problematik ist, das es ein toxisches Männerbild gibt, dem zu viele nacheifern. Auch mir wurde vermittelt, das es ok ist als Mann aggressiv zu werden, aber ansonsten keinerlei Gefühle zu zeigen. Je stärker diese Ausprägung ist, desto eher neigt jemand zum Täter zu werden - besonders gegen jene, die dieses Bild in Frage stellen.
  • Direktlink »