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Olympische Spiele in Tokio

Team LGBT im Medaillenspiegel vor Deutschland

Bei der diesjährigen Olympiade waren drei Mal so viele queere Athlet*innen dabei als vor fünf Jahren in Rio – und sie brachten einen riesigen Haufen Edelmetall nach Hause.


Fußballer*in Quinn ist die erste offen nichtbinäre Person, die eine olympische Medaille nach Hause bringen kann – und dann ist es gleich Gold (Bild: Instagram / thequinny5)

Bei den Olympischen Spielen würde das fiktive Team LGBT – also alle Sportler*innen, die sich als Teil der queeren Community geoutet haben – im Medaillenspiegel den siebten Platz belegen, so die Berechnungen des Portals "Outsports". Das deutsche Team liegt im Medaillenspiegel dagegen nach einer insgesamt enttäuschenden Olympiade nur auf Rang neun (nach Platz fünf bei den Spielen in Rio de Janeiro 2016).

Insgesamt hätten offen queere Athlet*innen elf Goldmedaillen, zwölf Silbermedaillen und neun Bronzemedaillen eingesammelt. Aus Deutschland steuerte die lesbische Judoka Jasmin Grabowski eine Bronzemedaille bei. Nur fünf der 31 Medaillen stammen von queeren Männern, die im Team LGBT nur eine kleine Minderheit ausmachten.

Twitter / TomBosworth | Der schwule Sportler Tom Bosworth bedankt sich für die Unterstützung

Im Medaillenspiegel würde das Team LGBT besser abschneiden als jedes Land, das Homosexualität kriminalisiert. Die bestplatzierten Verfolgerstaaten waren Kenia (Platz 19), Jamaika (Platz 21) und der Iran (Platz 27).

In einigen Teamsportarten waren gleich mehrere queere Spieler*innen an Medaillen beteiligt (freilich zählte "Outsports" dafür nur eine Medaille für den Medaillenspiegel). So waren vier queere Spielerinnen beim Gold-Basketballteam der US-Frauen dabei, ebenso viele beim kanadischen Frauenfußballteam, unter ihnen mit Quinn auch die erste offen nichtbinäre teilnehmende Person, die je eine olympische Medaille gewinnen konnte (queer.de berichtete). Das kanadische Team besiegte am Freitag in einem spannenden Finale Schweden nach Elfmeterschießen mit 4:3.

Direktlink | Kanada feiert die erste Fußball-Goldmedaille der olympischen Geschichte des Landes
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Insgesamt hatten sich 183 Olympionik*innen in Tokio vor oder gar während der Spiele als LGBTI geoutet. Das sind mehr als drei Mal so viele wie bei den Olympischen Spielen in Rio vor fünf Jahren, bei denen 53 Athlet*innen offen über ihre Zugehörigkeit zur LGBTI-Community sprachen. Ein knappes Drittel von ihnen geht mit einer Medaille nach Hause. Turmspringer Tom Daley war der einzige queere Olympiateilnehmer, der zwei Medaillen mitnehmen kann. Nach seiner Goldmedaille im Synchronspringen holte der 27-jährige Brite am Samstag noch Bronze im Einzelspringen. (dk)



#1 FraesdorffAnonym
  • 10.08.2021, 13:22h
  • Interessante: Queere Männer haben signifikant weniger Medaillen gewonnen. Abgesehen davon, dass die Genderforschung uns gelehrt hat, Begriffe wie Mann und Frau nicht mehr biologisch sondern kulturell zu betrachten, frage ich mich, ob jemand hier eine Erklärung für dieses Ungleichgewicht hat?
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