Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?39690

Videopremiere

Eine schwule "Liebeserklärung" an Jens Riewa

Während wir auf unser "Date" mit "Mr. Tagesschau" vor dem Bundesgerichtshof warten, versüßen wir uns die Wartezeit mit dem Song "Ich steh total auf Jens Riewa" aus der "Operette für zwei schwule Tenöre".

Seit mittlerweile über vier Jahren beschäftigt eine Klage von Jens Riewa gegen queer.de die verschiedensten Gerichte. Aktuell liegt der Fall vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe (hier könnt ihr alles nachlesen).

"Schuld" an allem ist bekanntlich Jan Böhmermann. 2017 berichteten wir über eine Ausgabe seiner ZDF-Satiresendung "Neo Magazin Royale", in der es u.a. um Riewa und die Einschätzung seiner sexuellen Orientierung durch die Öffentlichkeit ging. Wir nahmen dies zum Anlass, an Riewas frühere Klagen gegen schwule Medien zu erinnern. Der heutige "Tagesschau"-Chefsprecher ließ Teile unserer kritischen Berichterstattung verbieten. Dagegen wehren wir uns. Notfalls wollen wir höchstgerichtlich feststellen lassen, dass Homosexualität niemals ehrenrührig ist und es bei Homophobie von Prominenten ein Informationsinteresse der Öffentlichkeit gibt.

Viele Leser*innen haben uns bei den bisherigen Prozessen sehr unterstützt. Von "Frankfurter Rundschau" bis "Süddeutsche Zeitung" berichteten auch zahlreiche nicht-queere Medien über Jens Riewas, freundlich formuliert, unsouveräne Klage. Ganz besonders freut uns, dass es nun auch eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema gibt: Am Dienstagmorgen feierte der Song "Ich steh total auf Jens Riewa" zusammen mit einem starken Musikvideo (Motion Graphics: Maxim Knorz) auf Youtube Premiere.

Das von Felix Heller und Ricardo Frenzel Baudisch gesungene Stück stammt aus der "Operette für zwei schwule Tenöre" von Johannes Kram (Text) und Florian Ludewig (Musik). Die allererste Operette der Welt mit queerer Haupthandlung wird im Oktober im Berliner BKA-Theater uraufgeführt (queer.de berichtete). Kram führt zusammen mit Marco Krämer-Eis Regie, die Kompositionen von Ludewig, der auch die musikalische Leitung hat, sind in Orchesterarrangements von Martin Rosengarten zu hören. Choreograf ist Michael Heller. Teile der Operette wurden bereits seit 2017 bei verschiedenen Community-Events aufgeführt (queer.de berichtete).

Ein bislang gut gehütetes Geheinmis war jedoch der vor Ironie strotzende Song "Ich steh total auf Jens Riewa". Ein absolutes Highlight der Operette, das in Kürze auch als Single bei allen großen Musik-Streamingdiensten veröffentlicht werden soll. Im Refrain heißt es:

Ich steh total auf Jens Riewa.
Ich weiß, er ist leider nicht schwul.
Das ist bestimmt ein ganz Lieber,
ziemlich relaxt, ziemlich cool.
Man sieht es ihm immer an, jaja, jaja,
wie gut sie ihm steht, jaja, jaja,
seine souveräne, gelassene
Heterosexualität.
Was andere über ihn sagen,
das ist ihm egal.
Ja, so sind'se,
so sind die coolen Heten nun mal.

Anders als in der Single- und Videoversion wird der Song im Stück selbst nur von einem der beiden Hauptdarsteller gesungen. Kein Wunder, in der "Operette für zwei schwule Tenöre" geht es schließlich um das schwule Beziehungsdrama zwischen Jan (Felix Heller) und Tobi (Ricardo Frenzel Baudisch), die sich frisch getrennt haben.

Wer von den beiden sich nun in den coolen Riewa verknallt, ob "Mr. Tagesschau" bei dieser starken Liebeserklärung in Versuchung gerät oder erneut seine Anwälte bemüht, das werden wir leider erst später erfahren. Die Premiere der "Operette für zwei schwule Tenöre" am 6. Oktober ist, wie wir hören, bereits ausverkauft. Karten für die weiteren Termine sind jedoch noch über die BKA-Homepage erhältlich. Dort gibt es auch weitere Infos zum Stück.

-w-

#1 Felix-baerlinAnonym
  • 10.08.2021, 08:36h
  • Sehr lustig- da möchte MANN direkt mit JR einen coolen Walzer aufs Pakett legen. Ob sich der nicht homosexuelle Jensi jetzt auch zu Lets Dance anmeldet?
  • Direktlink »
#2 SchleicheRAnonym
  • 10.08.2021, 10:41h
  • Hihi, queer öffnet man ja nicht jeden Tag mit´m lauten Lacher :D
    Aber ja, ich erinnere, besonders an das Wort "ehrenrührig". Also an etwas, was an der Ehre rührt... Nun, 1. Das Wort Ehre konotiert in meinem Kopf zunehmend negativ und 2. wüsste ich nicht, wie man Ehre rührt. Ist vielleicht wie beim Joghurt, links- oder rechtsdrehend.

    Sein Selbstbildnis scheint doch etwas narzistisch getrieben zu sein; warum wäre er sonst so gerührt?
    Aber eines steht doch ganz klar fest: Der Jens Riewa tut sich mit diesem Verhalten einen Bärendienst. Vielleicht schlägt er nochmal den Streusand-Effekt ;) nach.

    Leider gibt es doch ein wenig zu verlieren, - also in dem Verfahren.... Drum hoffe ich, dass für die Community, vertreten durch queer.de, alles gut ausgeht.
  • Direktlink »
#3 mesonightAnonym
  • 10.08.2021, 11:01h
  • ...eigentlich müsste queer.de bei der nächsten Verhandlung auf die Vorladung der Sängerin Michelle bestehen, die müsste zumindest mal eine eidesstattliche Erklärung abgeben, dass sie mit Riewa ganz real liiert war und es auch zu Sex kam.. ;-)
  • Direktlink »