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Zahlen des Statistischen Bundesamtes

0,6 Prozent aller Ehescheidungen gleichgeschlechtlich

Die Zahl der gleichgeschlechtlichen Ehescheidungen ist im vergangenen Jahr in die Höhe geschossen.


Insgesamt gab es in Deutschland vergangenes Jahr 143.800 Scheidungen

Im Jahr 2020 wurden in Deutschland durch richterlichen Beschluss rund 143.800 Ehen geschieden – 900 dieser Ehescheidungen betrafen gleichgeschlechtliche Paare. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit. Der Anteil gleichgeschlechtlicher Scheidungen beträgt damit 0,6 Prozent. 2019 hatte der Anteil von Scheidungen schwuler oder lesbischer Paare noch 0,07 Prozent betragen.

Laut den Zahlen gab es insgesamt 3,5 Prozent weniger Scheidungen als 2019. Die Zahl der gleichgeschlechtlichen Ehescheidungen hat sich im Jahresvergleich jedoch verneunfacht. Grund für den steilen Anstieg ist, dass die gleichgeschlechtliche Ehe erst seit 1. Oktober 2017 möglich ist und die Mehrzahl der Scheidungen erst nach einer längeren Ehe durchgeführt würden. So betrage die durchschnittliche Ehelänge bei einer Scheidung 14 Jahre und acht Monate, erklärte Destatis. Die Auflösung von eingetragenen Lebenspartnerschaften, die von 1. August 2001 bis zum 30. September von gleichgeschlechtlichen Paaren geschlossen werden durften, sind in der Statistik nicht berücksichtigt, außer das Paar ließ vor dem Auseinanderbrechen der Beziehung seine Lebenspartnerschaft bereits in eine Ehe umwandeln.

Bei 89 Prozent aller Ehescheidungen wurde laut dem Statistikamt der Scheidungsantrag mit Zustimmung des Ehegatten oder der Ehegattin gestellt. Bei sieben Prozent wurde der Antrag von beiden Ehepartner*innen zusammen eingereicht. Bei den anderen vier Prozent stimmten der Ehegatte oder die Ehegattin dem gestellten Antrag nicht zu.

Destatis teilte bereits im Frühjahr mit, dass die Zahl der gleichgeschlechtlichen Eheschließungen 2020 stärker zurückgegangen sei als die Zahl aller Eheschließungen – dieser starke Rückgang lag ausschließlich daran, dass weniger Paare ihre Lebenspartnerschaft in eine Ehe umgewandelt haben (queer.de berichtete). Der Anteil neuer gleichgeschlechtlicher Hochzeiten betrug 2020 knapp über zwei Prozent aller Eheschließungen. (dk)



#1 more4moreAnonym
  • 11.08.2021, 22:34h
  • Das müssen mehr werden, bitte Präsenz zeigen! Queers, geht heiraten! Und dabei auch mal daran denken, dass dadurch Bleiberechtsperspektiven geschaffen werden können :)
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#2 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 12.08.2021, 04:45h
  • 900 von 144 Tausend Scheidungen. Scheint, als ob gleichgeschlechtliche Ehen besser als die "normalen" Ehen halten.
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#3 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 12.08.2021, 04:47h
  • Antwort auf #1 von more4more
  • Ob jemand heiratet, oder zusammenlebt, ist immer noch die persönliche Entscheidung des Einzelnen. Und, willst Du mehr Ehen, oder mehr gleichgeschlechtliche Ehescheidungen? Denn in dem Artikel geht es um Letzteres!
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#4 dellbronx51069Anonym